Tennis: Swiss Indoors: Fritz zieht in Basel Kopf noch aus der Schlinge

Der US-Amerikaner Taylor Fritz, die Nummer eins in Basel, muss kräftig zittern.
Uli NodlerWawrinka ließ sich in der Basler St. Jakobshalle feiern, nachdem er in seiner Startpartie ein Ausrufezeichen gesetzt hatte. Der 40-jährige Altmeister sorgte mit seinem 6:1, 7:6-Erfolg über den Serben Miomir Kecmanovic dafür, dass in der zweiten Runde der Swiss Indoors doch noch ein Schweizer vertreten ist. Dort trifft er am Donnerstag auf den Norweger Casper Ruud, die Nummer vier bei den Swiss Indoors 2025.
Wawrinka spielte in der St. Jakobshalle überzeugend auf und feierte den ersten Erfolg auf ATP-Stufe seit Juli. Und die Punkte aus dem Vorjahr, als er ebenfalls eine Runde überstand, sind für den aktuell bestklassierten Schweizer (ATP 158) damit auch verteidigt.
So hat Wawrinka, der sein Karriereende im Vorfeld des Turniers weiterhin offengelassen hat, mindestens einen weiteren großen Auftritt in Basel.
Performt er so wie im ersten Satz gegen Kecmanovic, ist ihm gar noch mehr zuzutrauen. Wawrinka spielt entschlossen, effizient und mit starkem Service, ehe er im zweiten Durchgang fehleranfälliger wird.
Physisch wirkte der älteste Spieler der Tour topfit – er ist es, der sein 14 Jahre jüngeres Gegenüber von einer Ecke in die andere scheuchte. Sein Sieg nach einer Stunde und 22 Minuten war hochverdient.
„Es ist immer noch unglaublich, hierherzukommen“, sagte Wawrinka nach dem Match im Platzinterview, „es ist eine wahre Freude, in Basel stets eine solch große Unterstützung zu erhalten.“
Ebenfalls am späten Dienstagabend erreichte Ben Shelton, die Nummer zwei des Turniers, mit einem Dreisatzsieg gegen den Polen Kamil Majchrzak die nächste Runde.
Mitfavorit Ruud souverän im Achtelfinale
Casper Ruud (ATP 11), der in seiner Karriere bereits 14 Weltranglistenturniere gewonnen hat, zog bei den Swiss Indoors nach einem Zweisatz-Sieg gegen Quentin Halys (ATP 78) im Achtelfinale.
Der Franzose brauchte einen Satz, um gegen den Favoriten Ruud (ATP 11) in die Partie zu finden. Im zweiten Durchgang leistete der französische Lucky Loser mehr Gegenwehr, musste sich dann aber im Tiebreak geschlagen geben. So siegte der Norweger in 1:15 Stunden 6:1, 7:6 (7:3).
Im Achtelfinale steht auch der zweimalige Swiss Indoors-Sieger Felix Auger-Aliassime (ATP 12). Die Nummer fünf bei diesjährigen Turnier schaltete in der ersten Runde seinen kanadischen Landsmann Gabriel Diallo mit 6:2 und 7:5 aus.
Gewann der 25-Jährige zunächst den ersten Satz recht locker, wurde er von Diallo in Durchgang zwei enorm gefordert. Beim Stande von 5:4 für Diallo musste Auger-Aliassime zwei Satz-Bälle abwehren. Doch dann schenkte Diallo beim 5:5 seinen Aufschlag mit einem Doppelfehler ab. Und der Favorit und Swiss Indoors-Sieger von 2022 und 2023 ließ anschließend bei eigenem Aufschlag nicht zweimal bitten und zog ins Achtelfinale ein. Dort trifft er am Donnerstag auf den 37-jährigen Kroaten Marin Cilic.
Taylor Fritz auf den letzten Drücker
Auf den letzten Drücker hat am Mittwochabend Taylor Fritz, topgesetzt in Basel, die zweite Runde erreicht. Im bislang hochklassigsten Match der Swiss Indoors bezwang der US-Amerikaner (ATP4) den neuen Tennis-Emporkömmling und Shanghai-Sieger Valentin Vacherot in drei harten Sätzen mit 4:6, 7:6 (4) und 7:5. Ebenfalls im Achtelfinale stehen der Franzose Humbert und der Niederländer van de Zandschulp.