Hospiz Johannes Sigmaringen: Michael Lehr und sein Team kochen ein festliches Mahl

Koch Michael Lehr und Christine Schmid, verantwortliche Hauswirtschaftskraft, mischen die Hospizküche auf.
Elke Oberländer/St. Elisabeth-StiftungSelbstgemachte Maultaschen, Tafelspitz vom Rind an Meerrettich-Sahne, Limetten-Joghurt-Creme mit Kokos – im Hospiz Johannes in Sigmaringen wurde kürzlich ein ganz besonderes Menü in festlichem Ambiente serviert, teilt dieses schriftlich mit.
Koch Michael Lehr und die verantwortliche Hauswirtschaftskraft Christine Schmid haben die Hospizküche gekapert.Das Hospiz hat sich von ihm ein bodenständiges Menü gewünscht, berichtet er.„Für mich bedeutet dieses Haus Dankbarkeit und Liebe“, sagt er.
Ein bodenständiges Menü war der Wunsch des Sigmaringer Hospizes
Ihn hat die Atmosphäre im Hospiz von Anfang an begeistert: „Man spürt sofort, dass das Team mit ganzem Herzen dabei ist.“ Dabei sei die Arbeit im Hospiz sicher nicht immer einfach, aber unglaublich wichtig.
Lehr ist gelernter Koch und Küchenmeister aus Sigmaringen. Hauptberuflich arbeitet er inzwischen in der Industrie – seine Leidenschaft fürs Kochen ist geblieben. Nach intensiver Vorbereitung hat er mit seinem Küchenteam aus Hospizmitarbeiterinnen und ehrenamtlichen Helferinnen seit acht Uhr morgens in der Küche gearbeitet.
Mit besonderen Veranstaltungen die schweren Momente unterbrechen
Am Mittag haben 24 Personen an festlich geschmückten Tischen im Speisezimmer des Hospizes das Menü genossen. Eingeladen waren die Gäste des Hauses, ihre Angehörigen, das Hospizteam und die Ehrenamtlichen, die das Hospiz unterstützen.
Alle waren begeistert von den Speisen, die die ehrenamtliche Mitarbeiterin Lisa Haug serviert hat, teilt das Hospiz weiter mit; dazu gab es alkoholfreien Wein.
„Unser Motto im Hospiz heißt: Leben bis zuletzt“, erklärt Hospizleiterin Hildegard Burger. Natürlich gebe es viel Schweres im Hospiz. Aber besondere Veranstaltungen sollen dieses Schwere auch immer wieder unterbrechen – zum Beispiel mit Michael Lehrs Kücheneinsatz.