Vereinsvorstellung
: Offenburger FV ist wieder stabiler unterwegs

AnzeigeNach zwei Abstiegen in Folge hat der OFV die Klasse in der Landesliga locker gehalten. Das Team ist jung und wird durch die komplette A-Jugend erweitert.
Von
Janosch Lübke
Offenburg
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Die Offenburger haben ein junges Team, das nach einer starken Rückrunde auch für die neue Saison Ambitionen hat.

Die Offenburger haben ein junges Team, das nach einer starken Rückrunde auch für die neue Saison Ambitionen hat.

Horst Künstle

Wir gehen mit breiter Brust ist diese Runde“, sagt OFV-Trainer Michael Kovacs. Das Selbstvertrauen haben sich die jungen Wilden aus dem Karl-Heitz-Stadion mit einer bemerkenswerten Rückrunde in der vorigen Saison erspielt. Verlief die Hinrunde noch derart trist, dass phasenweise kaum jemand noch einen Pfifferling auf den Traditionsclub gesetzt hätte, beendete dieser die Saison auf Rückrundentabellenplatz fünf – womit alle künftigen Gegner der bevorstehenden Saison gewarnt sein sollten. Nun geht es unter anderem darum, in der letzten Saison vor dem Abbruch der altehrwürdigen Spielstätte noch eine würdige Runde zu widmen.

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„Nach vielen Ab- und Zugängen vergangene Saison entwickelte die Mannschaft in der Rückrunde langsam ein Gesicht, wo wir sagen, da wollen wir hin“, blickt Kovacs zurück. In diesem Jahr präsentiert sich der Verein noch jünger, weil die komplette A-Jugend übernommen wurde, was seit Jahren nicht mehr der Fall war. „Dadurch waren wir nicht gezwungen, viel auf dem Transfermarkt zu unternehmen“, sagt Kovacs.

Umbruch ist bei Weitem noch nicht abgeschlossen

Viele Mannschaftsangehörige verfügen nun bereits über Landesligaerfahrung. „Wir werden auch in dieser Saison unsere Tiefs haben, keine Frage“, sagt Kovacs. „Der Umbruch wurde im vergangenen Jahr begonnen, er ist aber bei Weitem noch nicht abgeschlossen. Spielerisch können wir auf jeden Fall mithalten, aber es fehlt eben noch ganz viel Erfahrung“, weiß der Trainer.

Daran ändert auch Simon Schulze wenig. Der 37-Jährige hauptberufliche Physiotherapeut war zuletzt als Spielertrainer beim FV Schutterwald tätig und soll nun der jungen Truppe im OFV-Trikot auf dem Platz als Stütze dienen. Mit dem 23-jährigen Ruben Garcia aus Rastatt und dem 24-jährigen Dino Chatelard vom SC Schiltigheim wurden zwei noch junge, aber trotzdem erfahrene Spieler geholt, so dass der Kader nun aus 23 Spielern und zwei Torhütern besteht.

Nach knapp zwei Wochen Vorbereitung ist das Trainerteam mit Manuel Vollmer und Pasquale Sciannandrone sehr zufrieden. „Es war eine intensive Woche mit sechs Trainingseinheiten und zwei Spielen und wir sind sehr positiv gestimmt. Am Wochenende fahren wir nun nach Freudenstadt ins Trainingslager“, erklärt Kovacs den weiteren Ablauf.

Den Ligaauftakt am 16. August erleben die Offenburger beim direkten Nachbarn SV Niederschopfheim, der aus der Verbandsliga abgestiegen ist und bei Kovacs zusammen mit dem SC Durbachtal als Favorit für den Wiederaufstieg zählt. „Der eine war Verbandsligist, der andere war in der Qualifikation für die Verbandsliga – ohne Frage sind das für mich die beiden Topteams der Landesliga“, so Kovacs.

Besser als Platz sieben soll es sein

Hinsichtlich seines eigenen Kaders hat der Offenburger Übungsleiter ebenfalls konkrete Vorstellungen: „Wir wollen eine gute Runde spielen und so früh wie möglich mit unten nichts zu tun haben. Ich möchte mich tabellarisch besser platzieren als im vergangenen Jahr“, hält er fest. Da war der OFV am Ende Siebter.

Noch vor dem Start der Landesligasaison steht im Pokal ein Klassiker ins Haus: Die Offenburger erwarten am 7. August den SC Lahr auf eigenem Platz. Schon in der Vorbereitung sehen sich beide Teams zu einem Testspiel.

Zu- und Abgänge beim Offenburger FV

Zugänge: Simon Schulze (FV Schutterwald), Ruben Garcia (Rastatter SC/DJK), Dino Chatelard (SC Schiltigheim), Mark Feurer, Berin Sojkic, Theo Fluck, Leonit Hykosmoni, Niklas Mayer, Maximilian Kuolt, Tolga Isik, Luca Brucker, Eric Baßler, Mika Werner, Lukas Jäger und Thomas Jäger (alle eigene U 19).
Abgänge: Matti Jung (FC Wolfenweiler-Schallstadt), Jeremias Trittmacher (SC Kuhbach-Reichenbach), Sidorice Mouckagni (SC Lahr), Scott Mandengue (wechselt nach Frankreich).