Reitsport in Horb
: Großes Springturnier in Nordstetten - 630 Starts, Spitzensport, Dopingtests

Ob Nachwuchspferde oder S-Springen: Auf dem Hirschhof erwartet die Besucher ein Wochenende voller Reitsport auf hohem Niveau.
Von
Florian Ganswind
Horb-Nordstetten
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Marvin Frey  (TG Birkighöfe Eppelheim) war im vergangenen Jahr in Nordstetten im Einsatz.

Marvin Frey (TG Birkighöfe Eppelheim) war im vergangenen Jahr in Nordstetten im Einsatz.

Andreas Wagner
  • Auf dem Hirschhof in Horb-Nordstetten findet von Freitag bis Sonntag ein Springturnier statt.
  • Rund 200 Teilnehmer melden etwa 630 Starts – vom Nachwuchs bis zur Klasse S.
  • Sportliche Höhepunkte: Dr.-Hans-Nagel-Gedächtnisspringen, Punktespringen S und Großer Preis.
  • Starterfeld mit internationaler Note, darunter Maurice Alshehab und Thomas O'Brian.
  • Tierwohl im Fokus: Impfkontrollen, Tierarztüberwachung und Dopingtests mit mindestens zwei Proben.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Der Hirschhof in Horb-Nordstetten wird von Freitag bis Sonntag wieder zum Treffpunkt der Springreiter. Rund 200 Teilnehmer mit etwa 630 Starts haben für das traditionsreiche Springturnier gemeldet. Geboten wird Reitsport vom Nachwuchsbereich bis zur schweren Klasse – mit mehreren Höhepunkten und einem abwechslungsreichen Rahmenprogramm.

„Von der Größenordnung liegen wir ungefähr auf dem Niveau der vergangenen Jahre“, sagt Turnierleiter Stefan Hirsch. Mit dem Meldeergebnis zeigt er sich zufrieden. Viele Reiter treten gleich in mehreren Prüfungen an, weshalb sich die Zahl der Starts auf rund 630 summiert.

Der Einzugsbereich reicht weit über die Region hinaus. Zwar stammen die meisten Teilnehmer aus Baden-Württemberg, doch auch darüber hinaus stößt das Turnier auf Interesse. International wird das Starterfeld unter anderem durch den syrischen Springreiter Maurice Alshehab ergänzt, der in der Nähe von Herrenberg lebt und seine Pferde auf dem Hirschhof eingestellt hat.

Zu den Favoriten zählt auch der Ire Thomas O'Brian, der seit einigen Jahren im Schwarzwald lebt. Der international für Kanada startende Springreiter reist als aktueller Führender der BW-Bank-Serie nach Nordstetten an. O'Brian macht sich berechtigte Hoffnungen auf einen Start bei den Weltmeisterschaften im August in Aachen.

Sportliche Höhepunkte an allen drei Tagen

Los geht es am Freitagmorgen um 8 Uhr mit dem Jungpferdetag. Dort sammeln junge Pferde wichtige Turniererfahrung. Höhepunkt des ersten Tages ist das traditionelle Dr.-Hans-Nagel-Gedächtnisspringen der Klasse M**.

Am Samstag stehen Prüfungen mit Hindernishöhen zwischen 70 Zentimetern und 1,40 Metern auf dem Programm. Der sportliche Höhepunkt folgt am späten Nachmittag mit dem Punktespringen der Klasse S.

Stefan Hirsch ist als Turnierleiter und Reiter am Wochenende im Einsatz.

Stefan Hirsch ist als Turnierleiter und Reiter am Wochenende im Einsatz.

Andreas Wagner

Den Abschluss bildet am Sonntag ab 15.30 Uhr der Große Preis von Nordstetten – ein S-Springen mit Siegerrunde. Dabei geht es über Hindernisse mit einer Höhe von im Schnitt 1,40 Metern.

An allen drei Tagen beginnen die Wettbewerbe jeweils um 8 Uhr.

Konkurrenz durch Landesmeisterschaften hält sich in Grenzen

Parallel finden in Ichenheim die baden-württembergischen Meisterschaften statt. Stefan Hirsch sieht darin jedoch keine große Konkurrenz.

„Die Landesmeisterschaften sprechen vor allem die höheren Klassen an. Wir nehmen uns da gegenseitig keine Reiter weg“, sagt er. Die Verantwortlichen hätten bewusst nach einem Termin außerhalb der Sommerferien gesucht.

Am Start ist beispielsweise in Nordstetten Manuel Friederichs aus Epfendorf-Harthausen, der zuletzt ein S-Springen in Ehningen gewinnen konnte.

Auch Gastgeber Stefan Hirsch wird selbst in den S-Prüfungen antreten. Mit seinem achtjährigen niederländischen Warmblut „Neva Norella“ möchte er unter anderem im Dr.-Hans-Nagel-Gedächtnisspringen und bei den beiden S-Springen an den Start gehen. „Ich habe meine Starts reduziert, weil ich natürlich auch in der Turnierleitung gefordert bin.“ Im vergangenen Jahr war er noch bei drei M-Springen (einmal M** und zweimal M*).

Tierwohl steht im Mittelpunkt

Ein besonderes Augenmerk liegt während des gesamten Turniers auf dem Wohl der Pferde. Vor jedem Start werden Impfunterlagen kontrolliert. Darüber hinaus überwachen Tierärzte und ein Richter, der von der Landeskommission bestimmt wird, den Gesundheitszustand der Tiere sowie den Umgang mit ihnen.

Auch Dopingkontrollen gehören zum Standard. Für das Turnier sind mindestens zwei Proben vorgesehen. Welche Pferde kontrolliert werden, erfahren die Teilnehmer erst vor Ort.

Ebenso achten die Offiziellen auf tierschutzgerechtes Reiten. Verletzungen, etwa an den Maulwinkeln durch unsachgemäße Einwirkung, oder andere Auffälligkeiten können Konsequenzen bis hin zu Sperren nach sich ziehen.

Die zuletzt hohen Temperaturen bereiteten den Verantwortlichen diesmal weniger Sorgen. Die Vorhersagen geben Entwarnung. Doch auch wenn es heiß werden würde, macht sich Hirsch keine Sorgen. „Pferde sind Hochleistungssportler – ähnlich wie Profifußballer, wobei die Pferde noch eine bessere Kondition haben“, sagt Hirsch schmunzelnd. Sollte es heiß werden, würden die Tiere regelmäßig mit Wasser gekühlt und ausreichend versorgt. „Da geht jeder sehr verantwortungsvoll mit seinem Sportpartner um.“

Rund 50 Helfer sorgen für reibungslosen Ablauf

Damit das dreitägige Turnier reibungslos über die Bühne geht, sind rund 50 ehrenamtliche Helfer im Einsatz. Sie kümmern sich um Organisation, Verpflegung und den Ablauf auf den Plätzen.

Auch neben dem Sport wird den Besuchern einiges geboten. Am Samstagnachmittag findet der Sponsorenempfang statt. Dabei werden die langjährigen Vorstandsmitglieder Rainer Löffler und Siegfried Schäfer offiziell verabschiedet. Am Abend folgt ein XXL-Bierpong am Beachfeld.

Während der gesamten Turniertage ist für die Bewirtung gesorgt. Der Eintritt ist frei. Die Veranstalter hoffen deshalb auf zahlreiche Zuschauer, die hochklassigen Springsport auf dem Hirschhof erleben möchten.