Sieg beim SSV Reutlingen
: TSG Balingen bucht das Ticket fürs Halbfinale im WFV-Pokal

Der mit Spannung erwartete Lokalkampf an der Kreuzeiche geht an die TSG Balingen. Die Isik-Elf trifft zwei Mal nach einem Standard.
Von
Pascal Kopf
Oberndorf
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Viel los war in dieser Szene im Reutlinger Strafraum: Simon Klostermann steigt von allen Akteuren am höchsten.

Eibner

Nach 87 Minuten stimmten die TSG-Fans lautstark den Gesang „Fußball an der Eyach“ auf der Tribüne an – zu diesem Zeitpunkt herrschte fast schon Gewissheit über den Einzug ins Halbfinale des WFV-Pokals. Wenige Minuten später war es dann geschafft.

Mit unveränderter Aufstellung im Vergleich zum 4:2-Erfolg beim VfR Mannheim gingen die Balinger in den Pokalschlager an der Kreuzeiche. Die Partie war von Beginn an emotional: In der 12. Minute gerieten zunächst Dennis Klose und Leander Vochatzer aneinander, das Ganze mündete in einer Rudelbildung.

Nur der Pfosten

Fußballerisch hatten es die Akteure auf dem vom jüngsten Football-Spiel gezeichneten und mit Linien übersäten Rasen schwer die Feine Klinge anzuwenden. Trotzdem kam die TSG früh zur ersten Großchance. Nach einem Solo traf Kike aus halblinker Position den Pfosten, den Abpraller brachte Ole Deininger aus Abseitsposition im Tor unter (8.).

Die Hausherren wurden ihrerseits oft gefährlich wenn der Ex-Balinger Jonas Meiser seine Füße im Spiel hatte. Marvin Jäger blockte gegen ihn in höchster Not (13.), ein Freistoß rauschte knapp am Tor vorbei (15.) und einen weiteren Abschluss aus guter Position setzte er über das Tor (24.).

Die Isik-Elf spielte auf dem holprigen Platz mehr lange Bälle als sonst und ging weniger Risiko im Aufbauspiel als gewohnt ein. Zudem setzte sie auf Standards. Nach Foul an Moutassime gab es in der 30. Minute einen Freistoß aus bester Position: Der Versuch von Kike wurde noch entscheidend abgefälscht und brachte die Balinger 1:0 in Führung.

Klostermann per Kopf

Dieses Tor nahm den Gastgebern merklich etwas Wind aus den Segeln. Chancen blieben zwar rar, die Balinger hatten aber nun deutlich mehr kontrollierten Ballbesitz. In der 43. Minute wurde die Führung dann verdoppelt. Simon Klostermann köpfte eine Colic-Ecke zum 2:0 in die Maschen – Marcel Binanzer hatte einen solchen Abschluss an guten Tagen auch schon pariert.

Nach dem Seitenwechsel mussten die 2290 Zuschauer lange auf Torchancen warten. Gefährlich wurde es für das Balinger Tor in der 70. Minute: Nach dem besten Angriff des SSV parierte Klose stark gegen Carson Hodgson und Sekunden später gegen einen wuchtigen Schuss vom eingewechselten Tobias Dierberger. Viel mehr brachte das Team von Alexander Strehmel aber nicht zustande.

Stabile Defensive

Was aus Balinger Sicht fehlte war das dritte Tor. So mancher potenzielle Konter wurde nicht konsequent ausgespielt. Es galt in den Schlussminuten daher noch den ein oder anderen hohen Ball zu überstehen, besonders Matthias Schmitz und Sascha Eisele verteidigten aber ganz stark. Es blieb folglich beim 2:0.

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