Schlehengäu-Cup Gechingen: Der SV Althengstett hat einen „Helden“

Ausgeglichen ging’s im Endspiel zwischen dem VfL Stammheim und dem SV Althengstett zu.
Albert M. KraushaarEs wurde schon dunkel, sehr dunkel sogar, als sich die Ereignisse beim 3. Schlehengäu-Cup in Gechingen regelrecht überschlugen.
Im Finale zwischen dem VfL Stammheim und dem SV Althengstett stand es 0:0, als Egzon Sejdiv in der letzten Spielminute anlief, um per Foulelfmeter die vermeintliche Entscheidung zu Gunsten des VfL Stammheim zu besorgen.
Keinen Torhüter im Team
Eigentlich kein Problem, denn der Bezirksligist war ohne Torhüter angereist, und hatte in der Not Patriot Behramaj in den Kasten gestellt. Der gelernte Stürmer konnte den Strafstoß jedoch abwehren und den SV Althengstett in das direkt anschließende Elfmeterschießen retten.
Tolle Reflexe
Auch da zeigte Patriot Behramaj gute Reflexe, war zweimal mit der Hand dran und wehrte den fünften VfL-Versuch zum 4:3-Endstand für seine Elf ab. Der Bezirksligist und Titelverteidiger stand erneut vorne, der VfL Stammheim hatte mit Spielertrainer Philipp Schäuble über weite Strecken einen gleichwertigen Gegner abgegeben.
Gastgeber auf Rang drei
Im Spiel um Platz drei feierten die Gastgeber durch ihre 2. Mannschaft einen 1:0-Erfolg über den TSV Dagersheim. Im ersten Platzierungsspiel um Platz fünf konnte sich der VfL Ostelsheim nach einem 1:3 gegen den TSV Dagersheim und einer Nullnummer gegen den VfL Stammheim mit 2:0 gegen den FSV Deufringen durchsetzen.
Mit der dritten Auflage ist das Schlehengäu-Turnier endgültig bei den Fans – vor allem jedoch bei den teilnehmenden Vereinen angekommen. Der Modus als Blitzturnier auf zwei Plätzen mit drei Spielen über jeweils 30 Minuten in kurzen Zeitabständen wurde allgemein begrüßt.
„Passt optimal zum aktuellen Stand der Vorbereitung“, stellten die Spielleiter Werner „Charly“ Mann (VfL Stammheim) und Fabian Rinderknecht (FSV Deufringen) übereinstimmend fest. „Für uns war es das erste Spiel unter Wettkampfbedingungen, nachdem vergangene Wochen ein Testspiel gegen Vollmaringen nicht zustande gekommen war“, begründete Rinderknecht das Abschneiden seiner Elf.
So war die Stimmung
Der Schlehengäu-Cup bot zwar Derby Stimmung pur, leider spielte das Wetter nicht mit. Dicke Wolken am Himmel hielten viele Fans schon vor dem Anpfiff vom Turnier fern, ein Gewitter sorgte zudem für eine halbstündige Unterbrechung.
Dauerregen
Die Platzierungsspiele fanden bei Dauerregen und zunehmender Dunkelheit statt. Der zeitliche Rahmen hatte sich stark nach hinten verschob, und da der Rasenplatz keine Flutlichtanlage besitzt, wurden Finalspiel und Elfmeterschießen nach 21 Uhr schon leicht grenzwertig.
Das sagt Jens Kusterer
„Ich bin trotzdem zufrieden, es waren einige Zuschauer da und die Spiele waren sehr fair“, erklärte Jens Kusterer, der sich vor allem über die positiven Rückmeldungen aus den Reihen der beteiligten Vereine gefreut hatte.
Satt Preisgeld und Pokalen gab es bei der 3. Auflage „Belohnungen“ in Form von Naturalien und einen positiven Ausblick auf 2026. Alle wollen wieder dann kommen, und dann müsste ja nur noch das Wetter mitspielen.