Woltemade, Díaz, Atubolu und Co.: Fünf Bundesliga-Akteure, die man diese Saison im Auge behalten sollte

VfB Stuttgart statt Bayern München: Nach Lage der Dinge wird Nick Woltemade in diesem Sommer nicht mehr wechseln.
Tom Weller/dpaMit Florian Wirtz hat die Bundesliga im Sommer einen ihrer absoluten Topstars an die englische Premier League verloren. Doch auch ohne den hochveranlagten Ex-Leverkusener gibt es immer noch genug Akteure, die Bundesliga, auf ihren Stempel aufdrücken könnten. Mit leicht Südwest-gefärbter Brillen stellen wir fünf von ihnen vor.
Nick Woltemade – VfB Stuttgart
Es hatte phasenweise schon fast etwas von einer Seifenoper. Wechselt Nick Woltemade vom VfB Stuttgart zum FC Bayern München oder bleibt er? Derzeit sieht es danach aus, als würde der groß gewachsene Stürmer ein weiteres Jahr beim VfB bleiben, die Bosse lehnten sogar Angebote von mehr als 50 Millionen Euro ab.
Doch egal, ob Woltemade nun wechselt oder nicht: Er – und natürlich seine Leistungen – werden im Fokus stehen. Ist er diesem medialen Druck gewachsen, um bei den Bayern auch im Transferfenster 2026 Interesse zu wecken?
Noah Atubolu – SC Freiburg
Die Nummer eins beim SC Freiburg machte im Sommer bei der U21-EM von sich reden, zudem überholte er Manuel Neuer in der U21-Länderspiel-Rangliste der Keeper.

Auf dem Weg in die A-Nationalmannschaft? Noah Atubolu.
Foto: Robert Nemeti/dpaNicht wenige sehen im gebürtigen Freiburger auf kurz oder lang einen deutschen A-Nationaltorhüter, auch Atubolu selbst verfolgt dieses Ziel. In der vorherigen Bundesliga-Saison war er ein Garant für den Erfolg des SC Freiburg und stellte dabei einen neuen Zu-null-Rekord beim Sport-Club auf. Auch in der neuen Saison wird er für die Mannschaft von Julian Schuster extrem wichtig. Es ist davon auszugehen, dass auch Bundestrainer Julian Nagelsmann ganz genau hinschauen wird.
Sandro Wagner – FC Augsburg
Nicht jeder verstand die Entscheidung, ein Jahr vor der Weltmeisterschaft den Co-Trainer-Job bei der Nationalmannschaft gegen den Chefposten beim FC Augsburg zu tauschen. Doch Sandro Wagners Plan war und ist klar: Er will Chefcoach sein.

Feiert am Samstag in Freiburg sein Bundesliga-Debüt als Trainer: Sandro Wagner.
Foto: Hendrik Schmidt/dpaBeim FCA, der in der Vergangenheit oft das Image einer grauen Maus hatte, legt er nun los – und hat auch in der Zukunft viel vor. „Ich mache es nicht an Titeln fest, aber ich habe Ziele, und die sind im höchsten Regal. Ich bin felsenfest davon überzeugt, dass ich auf Strecke als Trainer erfolgreicher werde“, sagt er mit Blick auf seine Karriere als Spieler, in der er mit Bayern zweimal Meister und einmal Pokalsieger wurde.
Luis Díaz – FC Bayern München
Kein Florian Wirtz, kein Nick Woltemade – dazu ein langzeitverletzter Jamal Musiala und die Abgänge von Thomas Müller und Kingsley Coman. Die Bayern-Offensive ist ausgedünnt wie selten. „Einer der kleinsten Kader, in dem ich je gespielt habe“, warnte zuletzt auch Stürmerstar Harry Kane nach dem Gewinn des Supercups in Stuttgart.

Die Erwartungen an Luis Díaz sind beim FC Bayern München groß.
Foto: Sven Hoppe/dpaImmerhin: Mit Luis Díaz hat der FC Bayern zumindest einen prominenten – und teuren – Neuzugang verpflichtet. Eingewöhnungszeit bleibt dem Kolumbianer, der für rund 70 Millionen Euro aus Liverpool an die Säbener Straße wechselte, nicht. Er ist in der nicht gerade üppig besetzten Bayern-Offensive direkt gefordert und muss liefern.
Ritsu Doan – Eintracht Frankfurt
Neben Michael Olise bekam in der Vorsaison nur ein weiterer offensiver Außenbahnspieler in der Bundesliga vom Kicker das Prädikat „Internationale Klasse“ verliehen: Ritsu Doan.

Hier noch im Trikot des SC Freiburg, ab sofort aber für Eintracht Frankfurt auf dem Platz: Ritsu Doan.
Foto: Harry Langer/dpaDer Japaner war der Topspieler des SC Freiburg und geht nun für Eintracht Frankfurt auf Scorer-Jagd. Auch wenn der Wechsel erst spät in der Vorbereitung offiziell wurde, dürfte es niemanden überraschen, wenn er bei seinem neuen Club direkt eine tragende Rolle einnehmen wird.
Denn nach dem Abgang von Hugo Ekitiké (für gut 90 Millionen Euro nach Liverpool) wird sich die Offensive der Frankfurter verändern, auch Stürmer Jonathan Burkardt ist neu dabei. Die Leistungen von Doan und dem Ex-Mainzer werden am Ende den Ausschlag geben, ob sich die Frankfurter langfristig in der Spitzengruppe der Bundesliga etablieren können.
