WM-Fahrer des SC Freiburg: Igor Matanovic scheitert dramatisch an Ronaldo und Co. – Manzambi glänzt

Igor Matanovic vom SC Freiburg schied mit Kroatien unfassbar bitter und dramatisch gegen Portugal aus.
Mike Stewart/AP/dpa- Portugal wirft Kroatien aus der WM – ein spätes Abseitstor nach VAR-Check zählt nicht.
- Igor Matanovic berührt vor dem vermeintlichen 2:2 den Ball, der Chip belegt Abseits.
- Zlatko Dalic kritisiert den VAR, weil er Emotionen nehme und zu weit gehe.
- Schweiz erreicht nach 2:0 gegen Algerien das Achtelfinale; Manzambi bereitet das 1:0 vor.
- Philipp Lienhart scheidet mit Österreich aus, beide SC-Japaner sind gegen Brasilien draußen.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Ob die Verantwortlichen des SC Freiburg die Nacht von Donnerstag auf Freitag zum Tag gemacht haben, um die WM-Spiele live zu verfolgen, ist nicht überliefert. Grund dazu hätten sie gehabt. Denn alle drei Sechzehntelfinalspiele waren mit Freiburger Beteiligung.
Zumindest auf dem Papier: Denn bei der 0:3-Niederlage der Österreicher saß der SC-Innenverteidiger Philipp Lienhart die gesamten 90 Minuten auf der Bank. Im ersten und dritten Gruppenspiel stand Lienhart in der Startelf, in den beiden anderen Partien kam er nicht zum Einsatz. Und nun ist seine WM vorbei, Europameister Spanien war am Donnerstagabend eine Nummer zu groß für die ÖFB-Elf.
Ganz anders beim Nachbarn aus der Schweiz. Die „Nati“ darf weiter von einem Top-Ergebnis bei der Weltmeisterschaft träumen. Gegen Algerien gab es ein am Ende souveränes 2:0 und das verdiente Erreichen des Achtelfinals.
Manzambis Solo ebnet den Weg
Bei den Schweizern war es am frühen Freitagmorgen wieder einmal Johan Manzambi, Youngster und Senkrechtstarter des SC Freiburg, der für einen Schlüsselmoment sorgte. Sein Solo mit anschließender Vorarbeit für Torschütze Breel Embolo nach zehn Minuten war ein frühes Ausrufezeichen.

Der Schweizer Johan Manzambi (rechts) ist der einzige Spieler des SC Freiburg, der im WM-Achtelfinale noch dabei ist.
Nick Didlick/AP/dpa„Mit Johan zu spielen, ist sehr, sehr einfach. Ihm gehören 95 Prozent dieses Tores“, lobte Embolo den Freiburger, der sich bei dieser immer weiter in den Fokus spielt. Die Frage, wie lange er noch beim SC Freiburg spielen wird, wird dadurch immer lauter. Seinem ohnehin bereits stattlichen Marktwert von rund 50 Millionen Euro (laut transfermarkt.de) dürften seine Leistungen bei der WM zuträglich sein.
Im Viertelfinale könnte die Schweiz auf Messi treffen
Und ein Ende der Schweizer Reise scheint bislang nicht in Sicht. Im Achtelfinale wartet der Sieger aus Kolumbien gegen Ghana, im Viertelfinale könnte es dann zum Duell mit Lionel Messi und Argentinien kommen.
Dramatisches Spiel zwischen Portugal und Kroatien
Ganz anders dürfte dagegen am Freitagmorgen die Gefühlswelt von Manzambis SC-Teamkollegen Igor Matanovic sein. Mit Kroatien schied der groß gewachsene Stürmer in der Nacht auf Freitag extrem bitter gegen Portugal aus.
Riesenjubel über vermeintlichen Ausgleich
Matanovic, der zur Pause eingewechselt wurde, war dabei in einer dramatischen Schlussphase so etwas wie der tragische Held. In der 13. Minute der Nachspielzeit versuchten die Kroaten beim Stand von 1:2 (Gegentreffer in der Nachspielzeit) ein letztes Mal, sich in die Verlängerung zu retten. Und tatsächlich: Plötzlich liegt der Ball im Tor. Mario Pasalic spielt zu Josko Gvardiol – und der Ex-Leipziger trifft. Der Jubel ist riesengroß. Natürlich.

Cristiano Ronaldo und Portugal stehen im WM-Achtelfinale.
Stephanie Scarbrough/AP/dpaDoch dann schaltet sich der VAR ein, es geht um eine mögliche Abseitsstellung. Die Frage: Hat Matanovic die Flanke auf Pasalic berührt, sodass eine neue Spielsituation entsteht? Mit bloßem Auge kaum zu erkennen, liefert ein Chip im Ball die Antwort. Der Freiburger Stürmer war am Ball dran, das Tor zählt nicht – und Kroatien scheidet gegen Cristiano Ronaldo und Co. aus.
Kroatiens Trainer schimpft über den VAR
Klar, dass nach dem Spiel vor allem über diese Szene gesprochen wurde. „Man denkt, man hat getroffen und man freut sich – und dann kommt VAR“, sagte Kroatiens Nationaltrainer Zlatko Dalic danach und übte Kritik am VAR. Dieser könne zwar hilfreich sein. „Aber es killt die Emotionen, das ist nicht leicht, damit umzugehen. Der Fußball sollte fair sein, aber mit VAR sind wir zu weit gegangen“, sagte Dalic.
So lief die WM für die zwei Freiburger Japaner
Ähnlich dramatisch waren im Verlauf der Woche bereits die Japaner Yuito Suzuki (der im Verlauf der WM sein Comeback nach Verletzung feierte) und Keisuke Goto gescheitert. Mit Japan schieden die beiden in einem bis zum Schluss spannenden Spiel gegen Brasilien aus. Die beiden SC-Spieler kamen in dem Sechzehntelfinale jedoch nicht zum Einsatz.
