Sandro Wagner ist zu Gast
: Beim SC Freiburg kribbelt es vor dem Bundesliga-Auftakt

Nach dem Auftaktsieg im DFB-Pokal startet für den SC Freiburg nun die Bundesliga. Beim FC Augsburg versucht der neue Trainer Sandro Wagner den Fokus auf die Spieler zu lenken.
Von
Felix Paschke
Oberndorf
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Patrick Osterhage (links) und der SC Freiburg sind bereit für den Bundesliga-Auftakt.

David Inderlied/dpa

Mehr als 30 Millionen Euro – und damit so viel wie noch nie – hat der SC Freiburg in diesem Transfersommer investiert. Bei den Einnahmen bewegt man sich in ähnlichen Bereichen, vor allem durch den Verkauf von Ritsu Doan für mehr als 20 Millionen Euro an Eintracht Frankfurt.

Der Kader, in dem derzeit Igor Matanović, Philipp Treu und Max Rosenfelder zwar auf dem Weg der Besserung, aber noch nicht einsatzfähig sind, wurde dadurch im Sommer insgesamt deutlich breiter. „Ich finde, dass wir sehr ausgeglichen sind“, sagt SC-Trainer Julian Schuster.

Fast schon eine Grundvoraussetzung für einen Europapokal-Teilnehmer, der in dieser Saison noch mindestens 43 Pflichtspiele zu absolvieren hat – je nach Erfolg in den beiden Pokalwettbewerben auch mehr.

Zuletzt Co-Trainer von Julian Nagelsmann beim DFB

Das erste Bundesliga-Spiel steht am Samstag ( 15.30 Uhr/Sky und DAZN) auf dem Programm, wenn der FC Augsburg mit Neu-Trainer Sandro Wagner nach Freiburg ins Europa-Park-Stadion kommt. Der ehemalige Assistent von Bundestrainer Julian Nagelsmann feiert in Freiburg sein Bundesliga-Debüt als Chefcoach – so, wie Schuster vor einem Jahr.

Schusters Erinnerungen an Sandro Wagner

„Ich kenne ihn durch die direkten Duelle als Gegenspieler“, sagt der Freiburger Trainer über Wagner, den er aus seiner aktiven Zeit als „unangenehmen“ Gegenspieler in Erinnerung hat. „Weil er sich sehr intelligent verhalten und viel mit dem Körper gearbeitet hat. Man hat gespürt, dass er einer ist, der sich mit dem Spiel auseinandersetzt“, so Schuster.

Wagner selbst will den Fokus von seiner Person weglenken: „Ich bin unfassbar egal, die Spieler sind wichtig.“ Zudem betont er, wie „besonders“ jedes Spiel sei. „Genauso besonders gehen wir den Samstag an“, sagt Wagner vor dem Duell mit dem SC Freiburg.

Im ersten Jahr „Trainer des Jahres“ geworden

Auch im Europa-Park-Stadion ist die Vorfreude groß und es „kribbelt“, so Schuster, der am Donnerstag nach der Pressekonferenz die Trophäe als „Trainer des Jahres“ vom „Kicker“ in Empfang nehmen durfte. Als rein individuelle Auszeichnung will er das jedoch nicht verstanden wissen. „Das ist eine Auszeichnung für uns als Verein“, sagt Schuster und schließt den gesamten Staff, die Spieler und die Fans mit ein.

Damit ist die vergangene Saison, die der SCF auf Platz fünf beendete, abgehakt. Nun im Fokus: der FC Augsburg – eine Mannschaft, die in der Vergangenheit häufig sehr defensiv stand und nicht unbedingt durch Hurra-Fußball aufgefallen ist.

Unter Ex-Stürmer Wagner wird zwar die FCA-Offensive etwas mehr Aufmerksamkeit bekommen, vor allem zu Saisonbeginn dürfte jedoch Stabilität das oberste Gebot sein. „Sie können im Kollektiv verteidigen“, so Schuster über seine Erkenntnisse aus dem Videostudium.

Generalprobe geglückt

So gesehen dürfte das DFB-Pokalspiel beim tief stehenden Regionalligisten Lotte genau die richtige Generalprobe gewesen sein. Dort tat sich der SC Freiburg lange schwer und musste geduldig bleiben. „Das kann in jedem Spiel auf uns zukommen“, weiß Schuster – wenngleich in der Bundesliga wohl nur in Ausnahmefällen über die gesamte Spielzeit.

Offene Positionen in der Startaufstellung des SC Freiburg

In welcher Besetzung genau er seine Elf am Samstag zum Auftakt aufs Feld schicken wird, wollte Schuster am Donnerstag noch nicht verraten. „Ein, zwei, vielleicht drei“ Positionen seien noch offen – genauso wie eine Antwort auf die Frage nach dem aktuellen spielerischen Stand. „Dafür bedarf es der ersten Spieltage“, sagt Schuster.

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