Ritsu Doan nicht im Kader: SC Freiburg beendet Trainingslager mit einem 3:3 im Testspiel

Neuzugang Derry Scherhant machte im Testspiel gegen Dresden einen guten Eindruck und bereitete ein Tor vor.
Eibner-Pressefoto//Florian Wolf„Aber es gibt auch eventuell die Möglichkeit, dass er hierbleibt.“ So hatte sich Trainer Julian Schuster unter der Woche gegenüber „Sport1“ zur Personalie Ritsu Doan geäußert. „Es ist nachvollziehbar, dass er mit den Argumenten, die er verkörpert, Interesse auf sich zieht“, sagte Schuster über den Topspieler des SC Freiburg, dessen sportliche Zukunft nach wie vor ungewiss ist.
Denn schon lange wird der Japaner mit einem Wechsel in Verbindung gebracht, Berichten zufolge soll er sich für Eintracht Frankfurt als neuen Arbeitgeber entschieden haben. Seit Monaten bemüht man sich in der Mainmetropole um den Flügelspieler. Im Breisgau weiß man um Doans Situation, personeller Ersatz wurde bereits verpflichtet.
Was fehlt, ist eine Einigung der beiden Vereine über die Modalitäten. Sprich: Die Ablöse, die sich um Bereich von 20 Millionen Euro bewegen dürfte. Geld, das die Eintracht nun haben dürfte. Denn Hugo Ekitikés Abgang nach Liverpool – Gesamtpaket rund 95 Millionen Euro – ist offiziell, was auch wieder Bewegung in einen Transfer von Doan bringen dürfte. Mehrere Medien berichten mittlerweile, dass Deal kurz vor einem Abschluss stehe.
Ritsu Doan fehlt im Testspiel-Kader
Ein weiteres – mögliches – Indiz für einen Doan-Abgang beim SC Freiburg: Nachdem der Japaner das gesamte Trainingslager in Schruns absolvierte, fehlte der 27-Jährige beim abschließenden Testspiel gegen Dynamo Dresden am Freitagmittag im Kader, stattdessen hatte er am Vormittag eine Trainingseinheit absolviert. Einiges deutet also mittlerweile daraufhin, dass Doan den SC Freiburg in diesem Sommer verlassen wird.
Mehrere Abgangskandidaten
Und auch andere Spieler aus dem derzeit extrem großen Kader werden wohl noch gehen. „Ich denke schon, dass sich noch etwas tun wird“, sagte Schuster bei „Sport1“. Auch Michael Gregoritsch, Maximilian Philipp, Florent Muslija und Noah Weißhaupt sind Wechselkandidaten.
Letzter war am Freitag gegen Dresden nicht im Kader. Und während Philipp und Muslija jeweils 30 Minuten auf dem Platz standen, blieb Gregoritsch ohne Einsatz. Philipp rückte sogar für den kurzfristig mit Nackenproblemen ausgefallenen Merlin Röhl in die Startelf – und war entscheidend am 1:0 für Dresden beteiligt. In der eigenen Hälfte verlor er einen scharfen Ball von Keeper Noah Atubolu an Dresdens Kapitän Vinko Sapina, der zum 1:0 (22.) traf.
Zur Pause wechselt Julian Schuster komplett durch
In der Folge war der SC Freiburg zwar spielbestimmend, Großchancen waren jedoch bis zur Halbzeit nach 60 Minuten Mangelware. Schuster wechselte danach einmal komplett durch, ebenso sein Gegenüber Thomas Stamm, der früher die Freiburger U23 coachte.
Nach zehn Minuten im zweiten Durchgang erhöhte dann Dresden durch Robin Meißner auf 2:0, nach 82 Minuten gelang Höler nach Ballgewinn der Anschlusstreffer. Es entwickelte sich fortan ein munteres Testspiel: In der 84. Minute parierte Florian Müller einen Elfmeter und bewahrte wenige Minuten später erneut sein Team vor einem höheren Rückstand, als er in einer Eins-gegen-eins-Situation stark reagierte.
Erstes Tor im SC-Dress für Igor Matanovic
Auf der anderen Seite des Spielfelds feierte nach 95. Minuten Neuzugang Igor Matanovic seine Torpremiere im SC-Trikot und traf zum 2:2. Auch danach blieb es kurzweilig. Erst war Höler nach Vorarbeit von Derry Scherhant erfolgreich (111.), kurze Zeit später glich der sächsische Zweitligist durch Jan-Hendrik Marx (114.) zum 3:3 aus. Bei diesem gerechten Ergebnis blieb es dann auch nach 120 Minuten.
Nach dem ein oder anderen Autogramm machten sich die SC-Akteure dann auf den Heimweg nach Freiburg, wo nach zwei freien Tagen am Sonntag und Montag die finale Phase der Vorbereitung beginnt. Ob mit oder ohne Doan dürfte sich in den kommenden Tagen zeigen.
