Platzsturm und Pyrotechnik: Uefa und DFB verhängen Strafen gegen den SC Freiburg

Nach dem Platzsturm nach dem Halbfinale der Europa League droht dem SC Freiburg ein Zuschauerausschluss.
Tom Weller/dpa- Uefa und DFB bestrafen den SC Freiburg wegen Fanverfehlungen in zwei Halbfinals.
- Nach dem Platzsturm in der Europa League droht ein Geisterspiel – auf zwei Jahre Bewährung.
- Uefa verhängte zudem 30.000 Euro. Zuvor gab es wegen Pyro 20.000 Euro und eine Blocksperre auf Bewährung.
- DFB ahndete Pyro in Stuttgart mit 145.000 Euro, teils für Sicherheitsmaßnahmen nutzbar.
- VfB Stuttgart muss 233.000 Euro zahlen. Strafen nach dem Pokalfinale sind noch offen.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Im Abstand von nur einem Tag haben die Sportgerichte der Verbände Uefa und DFB Strafen gegen den SC Freiburg verhängt. Im Fokus waren dabei zwei Halbfinals: in der Europa League gegen Braga und im DFB-Pokal beim VfB Stuttgart.
Wegen des Platzsturms nach dem vereinshistorischen Einzug ins Europa-League-Finale droht dem Sport-Club nun ein Geisterspiel im europäischen Wettbewerb. Diese Strafe hat die Uefa ausgesprochen, sie gleichzeitig jedoch auf Bewährung ausgesetzt.
Das heißt: Nur wenn es in den nächsten zwei Jahren während eines Europapokalspiels erneut zu einem Platzsturm kommt, muss der SC Freiburg ein Heimspiel ohne Fans absolvieren. Zudem muss der Verein 30.000 Euro bezahlen.
Nicht die erste Strafe in der Europa League
Bereits nach dem ersten Spieltag in der Europa League wurde der Sport-Club bestraft. Gegen den FC Basel wurde bei der Choreografie auf der Südtribüne Pyrotechnik gezündet. Daraufhin verhängte die Uefa eine Blocksperre – ebenfalls auf Bewährung. Zudem wurde eine Strafe in Höhe von 20.000 Euro fällig.

Für das Abbrennen Pyrotechnik auf den Rängen während des DFB-Pokalhalbfinals wurden sowohl der SC Freiburg als auch der VfB Stuttgart bestraft.
Tom Weller/dpaEine deutlich höhere Geldstrafe hat derweil das DFB-Sportgericht gegen die Freiburger verhängt. „Im Rahmen des DFB-Pokalspiels beim VfB Stuttgart am 23. April 2026 zündeten Freiburger Zuschauer mindestens 112 Bengalische Feuer, 30 Blinker und eine Rakete“, heißt es vom DFB.
Die Konsequenz: eine Strafe in Höhe von 145.000 Euro. Davon kann der Verein bis zu 48.300 Euro für eigene sicherheitstechnische oder gewaltpräventive Maßnahmen verwenden und muss das dem DFB bis Jahresende nachweisen.
Auch der VfB Stuttgart wird zur Kasse gebeten
Der Gegner im Pokal-Halbfinale, der VfB Stuttgart, muss aufgrund des Pyroeinsatzes seiner Anhänger sogar 233.000 Euro an Strafe bezahlen. „Mindestens 194 Bengalische Feuer“ haben die VfB-Fans gezündet, so der DFB in seiner Urteilsbegründung. „Wegen der Rauchentwicklung wurde die Partie mit einer Verzögerung von drei Minuten angepfiffen“, so der Verband weiter.
Konsequenz nach Pyro im Finale noch offen
Noch offen ist, welche Strafe der VfB Stuttgart und der FC Bayern München für die Aktionen der Fans im Verlauf des DFB-Pokalfinals erhalten. Beide Fanlager hatten im Rahmen eines abgesprochenen Protests Pyrotechnik eingesetzt und so für eine längere Spielunterbrechung gesorgt.
