„Müssen eine Regelung finden“
: SC-Trainer Julian Schuster erneuert Hoffnung auf VAR-Regelanpassung

SC Freiburg-Trainer Julian Schuster bleibt dabei: Auch, wenn’s in Augsburg wohl eher kein Foul war, sollte der VAR generell eingreifen dürfen, wenn der Ball nicht im Spiel ist.
Von
Felix Paschke
Oberndorf
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Julian Schuster, Trainer des SC Freiburg, würde sich wünschen, dass der VAR auch dann eingreifen darf, wenn der Ball vor einer Standardsituation noch nicht im Spiel ist.

Silas Stein/dpa

„Ich finde es Wahnsinn. Wir müssen da über eine Regel sprechen.“ Das sagte Julian Schuster, Trainer des SC Freiburg, vor gut einer Woche nach dem wilden 2:2 beim FC Augsburg. Konkret meinte er damit die Szene kurz vor dem 2:0.

Im Getümmel vor der Ausführung der Ecke kam Lukas Kübler zu Fall. Eine Prüfung durch den Videoschiedsrichter gab es nicht und das Tor zählte – auch weil der VAR überhaupt nicht eingreifen darf, wenn der Ball nicht im Spiel ist. Für Schuster nicht nachvollziehbar. „Ich finde, dann muss sich der VAR auch einschalten dürfen“, sagte er nach dem Augsburg-Spiel.

Eine Woche später, vor dem Spiel gegen den 1. FC Köln, wurde er vom Streamingdienst DAZN noch einmal zu dem Thema befragt. „Bisher kam keiner auf mich zu, deshalb nett, dass ihr das noch mal aufgreift“, sagt der Trainer der Freiburger.

Gegen Augsburg hätte ein VAR-Einsatz wohl nichts geändert

Diese Szene mit dem vermeintlichen Foul an Kübler bewertete er mit etwas Abstand auch ein wenig anders als in der Vorwoche, als er kurz nach dem Spiel darüber sprach. „Natürlich muss ein Foul vorliegen. In unserer Situation war es mit Sicherheit grenzwertig, ob es ein Foul war, das sei mal dahingestellt“, sagte Schuster.

Und in der Tat: Vermutlich hätte auch die VAR-Berechtigung zum Eingreifen nichts am Augsburger Treffer geändert. Denn ein klares Foul an Kübler war in den TV-Bildern nicht zu erkennen, vielmehr schien es, als laufe der SC-Abwehrspieler auch in Michael Gregoritsch hinein.

Für Schuster jedoch geht es um etwas Grundlegendes – auch wenn die Szene gegen FCA wohl nicht zum Präzedenzfall taugt. „Die Tatsache an sich, losgelöst von dieser Situation, ist wichtig. Wir müssen eine Regelung finden, wie wir dieses Problem beheben können“, sagte er.

Schon am 34. Spieltag der Vorsaison gab es einen ähnlichen Fall

Denn es gab nicht zum ersten Mal Diskussionen um ein Gegentor der Freiburger nach ruhendem Ball, bei dem es kurz vor der Ausführung zu einem Kontakt gab. Bereits am 34. Spiel der Vorsaison, als die Freiburger gegen Eintracht Frankfurt im Endspiel um die Champions League den Kürzeren zogen, gab es beim 3:1 für die Eintracht eine ähnliche Szene.

Damals hatte Freiburg Pech, in Augsburg war dagegen wohl alles im Rahmen des Erlaubten. Eine Regeländerung, wie sie Schuster nun auch eine Woche nach dem Aufkommen der Diskussion forderte, würde zumindest Klarheit bringen.

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