Lieblingsgegner Mönchengladbach?
: Warum die Statistik klar für den SC Freiburg spricht

Nach zuletzt fünf Spielen ohne Sieg geht’s für den SC Freiburg am Samstag zum Tabellennachbar aus Mönchengladbach. Die „Fohlen“ sind so etwas wie der Lieblingsgegner der Breisgauer – auch Trainer Julian Schuster hat gute Erinnerungen an sie.
Von
Felix Gieger
Oberndorf
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Beim 3:1-Hinspielsieg gegen Mönchengladbach war Lucas Höler mit zwei Treffern der Matchwinner. Am Samstag geht’s für den SC Freiburg erneut gegen den Lieblingsgegner, der ein direkter Konkurrent im Kampf um Europa ist.

Philipp von Ditfurth/dpa

Es gibt sie einfach, die Gegner, die einem so gar nicht liegen. Für den SC Freiburg ist es – wie in der Vorwoche erneut gesehen – Borussia Dortmund, für Bayern München ist es immer wieder Mönchengladbach. Warum? Das weiß keiner so ganz genau. Und so sagte SC-Trainer Julian Schuster am Donnerstag zwar, dass Statistiken „nie eine zentrale Rolle spielen“. Komplett von der Hand zu weisen sind Zahlen aus der Vergangenheit aber dann doch nicht.

Fünf Spiele ohne Sieg

Genauso wenig wie die jüngsten Zahlen und Fakten beim SC Freiburg, die nicht unbedingt Anlass zur Euphorie geben. Drei Punkte gab’s in den vergangenen fünf Spielen nur, ein Sieg sprang dabei nicht heraus – zudem verlor die Elf von Schuster gegen Union Berlin und Angstgegner Dortmund zwei Heimspiele innerhalb von sieben Tagen. Auch, weil man sich für den betriebenen Aufwand zu selten belohne, wie Schuster sagte.

Freiburger Rekordsieg am Niederrhein gefeiert

Da trifft es sich doch gut, dass der SC Freiburg am Samstagmittag (15.30 Uhr/Sky) in Mönchengladbach bei einem seiner Lieblingsgegner antreten darf. Hieß der Kontrahent Gladbach, fiel dem SC das Toreschießen leichter, als gegen andere. Gegen kein Team trafen die Breisgauer in der Bundesliga öfter (73 Tore). Die vergangenen sieben Partien gegen die „Fohlen“ wurden allesamt nicht verloren, in der Saison 2021/22 gab’s beim denkwürdigen 6:0-Erfolg am Niederrhein gar den Freiburger Rekordsieg in der Bundesliga.

Julian Schusters gute Erinnerungen an Gladbach

Und auch der Trainer hat persönlich gute Erinnerungen an Gladbach. Gegen die Borussia schoss er sein erstes Bundesligator, am 5. Mai 2018 stand er gegen sie das letzte Mal als Profi in der Bundesliga auf dem Feld. „Plus unsere Statistik“, so Schuster. Denn auch, wenn sie keine zentrale Rolle spielen, weiß er: „Erfahrungswerte sind unterbewusst da.“

Merlin Röhl nach längerer Pause zurück im Training

Einer, der mit Mönchengladbach ebenfalls viele Erinnerungen verbindet, ist Matthias Ginter. Der Innenverteidiger spielte spielte von 2017 bis 2022 für die Borussen, ehe er zurück zum Sport-Club kam. Das Duell gegen seinen Ex-Verein verpasst er gelb-gesperrt – es ist seine allererste Sperre in der Bundesliga. „Beachtlich“, findet das sein Trainer und gleichzeitig „ärgerlich, da er uns sehr stabilisiert hat“.

Julian Schuster verbindet gute Erinnerungen an Mönchengladbach.

Foto: dpa/Tom Weller

Im wichtigen Spiel gegen einen direkten Konkurrenten im Kampf um Platz sechs muss Schuster also seine Innenverteidigung umbauen. Vieles spricht dafür, dass Youngster Max Rosenfelder den Platz neben Philipp Lienhart einnehmen wird. Auch Kapitän Christian Günter sollte nach Lage der Dinge nach 90 Minuten auf der Bank gegen den BVB wieder von Beginn an auflaufen.

Merlin Röhl beim FC Everton auf dem Zettel

Für Merlin Röhl dürfte ein Startelfeinsatz jedoch zu früh kommen. Nach hartnäckigen Fersenproblemen und einem Infekt ist er seit Sonntag wieder im Mannschaftstraining und hat sich dort „gut präsentiert“, wie Schuster sagt. Die SC-Offensive, die zuletzt aus viel Aufwand wenig Ertrag generierte, dürfte der vom FC Everton umworbene Röhl im Saisonendspurt durchaus beleben.

Das sagt der Gladbacher Trainer vor dem Spiel

Auch Schuster ist sich dessen bewusst. „Es ist immer der Spagat: Wie viel Aufmerksamkeit schenke ich der Offensive, ohne die Defensive im Training zu vernachlässigen? Da sind wir dran“, sagte er. Dass er und seine Elf sich sechs Spieltage vor Schluss in einer „tollen Ausgangslage“ befinden, hat er dabei mit seinem Gegenüber Gerardo Seoane gemeinsam. „Ich habe die Mannschaft die Woche frei von Druck wahrgenommen“, sagte der Gladbacher Trainer vor dem Duell der Tabellennachbarn.

Der Schweizer dürfte dabei auch die Einstellung von Schuster zu Statistiken teilen: „Wir reden nie über die Tabelle und nie über Vergangenes, sondern immer über das Nächste.“

Mit Blick auf die vergangenen Duelle gegen den SC Freiburg wäre ein Blick in die Historie im Kampf um Europa auch sicher nicht ratsam.

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