DFB-Pokal gegen Regionalligisten
: SC Freiburg geht mit „totaler Seriosität“ ins erste Pflichtspiel der Saison

Mit der Erstrundenpartie im DFB-Pokal steigt der SC Freiburg am Samstag in die neue Saison ein. Beim Regionalligisten aus Lotte sind die Breisgauer klarer Favorit.
Von
Felix Paschke
Oberndorf
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Eren Dinkci ist einer von mehreren Kandidaten, die beim SC Freiburg auf der rechten Außenbahn den gewechselten Ritsu Doan ersetzen könnten.

Harry Langer/dpa

Das große Ziel ist das Berliner Olympiastadion im Mai 2026. Doch der Weg dorthin ist lang und beginnt für den SC Freiburg ganz im Norden von Nordrhein-Westfalen. Hier, bei den Sportfreunden Lotte aus der Regionalliga West, startet der Breigauer Bundesligist in die Saison – wie üblich mit der ersten Runde im DFB-Pokal.

Der Gegner hat sich als unterlegener Finalist des Westfalenpokals für den DFB-Pokal qualifiziert, weil der Sieger Bielefeld als Drittliga-Meister sein Ticket für den „großen“ Pokal ohnehin schon vor dem Endspiel sicher hatte.

Schuster lobt den Gegner

Dass der SC Freiburg beim Viertligisten, der unter Profibedingungen arbeitet, großer Favorit ist, liegt in der Natur der Sache. Das jedoch ändert für Trainer Julian Schuster nichts an Vorbereitung und Herangehensweise. „Wir gehen das Spiel mit totaler Seriosität an“, sagte er am Donnerstag vor dem Pflichtspielauftakt am Samstag (18.00 Uhr/Sky).

Denn der Gegner steht bereits seit mehreren Wochen voll im Saft, am Mittwoch gewann man im Westfalenpokal gegen den Landesligisten SV Dorsten-Hardt mit 11:0. Am Wochenende zuvor hatten sich die Sportfreunde einen wilden Schlagabtausch mit der zweiten Mannschaft von Borussia Dortmund geliefert und am Ende mit 3:5 verloren.

Genug Videomaterial vorhanden

Genug Anschauungsmaterial also für Schuster, der sich detailliert mit dem Gegner beschäftigt hat. „Heutzutage wird ja fast jedes Spiel aufgezeichnet“, gab es genug Videomaterial für die Vorbereitung. „Sie sind im Kollektiv sehr leidenschaftlich, vieles ist eingespielt und bei Standards sind sie sehr kreativ und gefährlich“, sagte Schuster über den Gegner.

Und dabei stellte er eines klar: Man werde Lotte keinesfalls unterschätzen. Dass im Pokal die Ligazugehörigkeit nur bedingt eine Aussagekraft hat, erlebten die Freiburger im Dezember 2024 am eigenen Leib, als sie gegen den damaligen Drittligisten – und späteren Pokalfinalisten Bielefeld – ausschieden.

Wer ersetzt Ritsu Doan?

Soweit soll es am Samstagabend natürlich nicht kommen, zumal das Spiel auch die Generalprobe vor dem Bundesliga-Auftakt ist. Es ist daher davon auszugehen, dass Schuster seine derzeitige A-Elf aufbieten wird. Dabei drängt sich vor allem eine Frage auf: Wer ersetzt Ritsu Doan? Schuster sprach dabei von „mehreren Optionen“. Eren Dinkci und Jan-Niklas Beste dürften sich zum Saisonstart wohl die größten Hoffnungen auf den Platz auf der rechten Angriffsseite machen. Denn beide Spieler machten im Laufe der Vorbereitung auf sich aufmerksam.

Die Doan-Position ist dabei sinnbildlich für viele enge Duelle, die Schuster moderieren und entscheiden muss. Vor allem in der Offensive ist der Sport-Club dank zahlreicher Neuzugänge extrem breit aufgestellt. In seinem zweiten Jahr als Cheftrainer warten auf Schuster daher wieder einige schwere Entscheidungen.

Entschieden ist dagegen die Kapitänsfrage – Christian Günter ist weiterhin SC-Spielführer. Nachdem der Tennenbronner zum Ende der vergangenen Saison mehrfach nur auf der Bank saß, sieht derzeit vieles danach aus, als hätte er auf der Linksverteidigerposition die Nase knapp vorne. In Lotte würde er dann den SC Freiburg im ersten Pflichtspiel der neuen Saison aufs Feld führen. Seine Stellvertreter als Kapitän sind Vincenzo Grifo und Maximalian Eggestein.

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