Rugby RC Rottweil: Große Herausforderungen stehen an

Nach dem verpassten Aufstieg in die 1. Bundesliga wollen die Cracks des RC Rottweil in der Saison 2025/26 erneut angreifen.
Fritz RudolfIn den Entscheidungsspielen gegen einen Erstligisten zeigt sich immer wieder, dass noch eine große Kluft zwischen der 2. und 1. Bundesliga besteht. Unerwartet deutlich unterlag der RC Rottweil beim Berliner RC mit 19:56. Und das, obwohl man sich besonders intensiv und akribisch auf das „Spiel des Jahres“ vorbereitet hatte.
Im Gespräch mit dem Schwarzwälder Bote erklärt Karl-Heinz Bahr, Vorsitzender des RC Rottweil, wie man den verpassten Aufstieg verarbeitet hat und wie es beim Rugby-Club weitergeht.
Hat man den verpassten Aufstieg inzwischen „verdaut“?
Die Spieler, wir alle zusammen, sind sportlich am sehr starken Berliner RC gescheitert. Das hat jeder erlebt und auch so akzeptiert. Der Berliner RC hat uns spielerisch die Grenzen aufgezeigt, verdient gewonnen und hat seinen Platz in der neuen eingleisigen 1. Bundesliga zurecht. Wir haben mit unserer dreitägigen Berlinfahrt ein sehr einprägsames und sicher langanhaltendes Gruppenerlebnis erfahren können, das unser 2. Vorsitzender und Teammanager Daniel Kästner mit sehr viel Engagement und großem zeitlichen Aufwand vorbereitet und organisiert hat. Große moralische Unterstützung erfuhren die Cracks von den mitgereisten Anhängern, aber auch von vielen, vielen Fans in Rottweil und Umgebung, die das Spiel per Livestream verfolgten.
Wie geht es in der Sommerpause weiter, besteht weiterhin Trainingsbetrieb oder wie sehen die kommenden Wochen aus?
Das Team macht eine kurze Sommerpause, danach beginnen die Vorbereitungen für die neue Saison, die Anfang September startet. Wir spielen weiterhin in der 2. Bundesliga Süd/West. Durch die Neuorganisation der Bundesligen im deutschen Rugby gibt es ganz oben die eingleisige 1. Bundesliga mit zehn Mannschaften aus ganz Deutschland. Darunter kommt die 2. Bundesliga mit den Gruppen Süd/West und Nord/Ost mit jeweils acht Mannschaften. Darunter stehen dann die Regionalligen. Mit welchen Gegnern wir es zu tun haben werden, steht noch nicht ganz endgültig fest.
Sicher ist, dass der Erstliga-Absteiger RSV Köln in diese Gruppe kommt, weitere bisherige Erstliga-Teams sind noch möglich, da nicht alle in der neuen 10er-Liga Platz finden werden. Wir sind uns bewusst, dass die neue Saison große Herausforderungen stellen wird. Als ungeschlagener Zweitliga-Südwest-Meister nehmen wir diese aber gerne an und werden nach der kurzen Trainingspause wieder die notwendigen Trainingsinhalte intensiv angehen.
Wird es personelle Veränderungen geben und bleibt der Trainer ?
Sehr erfreulich ist, dass bis auf unseren langjährigen Schlussspieler und Gedrängehalb Philipp von Ochsenstein das Team zusammenbleibt, einige neue Spieler werden das Team noch ergänzen und verstärken.
Auch beim Trainerteam wird es keine Veränderungen geben. Chef-Trainer bleibt Will Esau, unterstützt von unserem früheren Trainer Gustavo Lopez als Co-Trainer. Mannschaftsarzt bleibt unser früherer Spieler Dr. Markus Wiener und Daniel Kästner, zweiter RCR-Vorsitzender, ist als Teammanager weiterhin für alle Belange um das Team und den Spielbetrieb verantwortlich.