Ringer-Regionalliga: Weitenau-Wieslet setzt sich hauchdünn durch

Daniel Bayer macht den Auswärtssieg der WKG Weitenau-Wieslet perfekt.
Rolf RombachLADENBURG. Sehr spannend machten es die Ringer der WKG Weitenau-Wieslet am Samstag bei ihrem Saison-Auftakt gegen den nordbadischen Aufsteiger ASV Ladenburg. Denn erst mit dem Schlussgong stand der Auswärtssieg fest.
Vor den Weltergewichtsduellen führte die WKG mit 17:10 Punkten. Timo Steule (75 kg, Freistil) kam schnell mit 0:4 in Rückstand. Am Mattenrand heimste er nach 27 Sekunden seine erste Wertung ein, ehe die folgenden beiden Minuten eher aus Taktieren bestanden.
Baier holt die Kohlen aus dem Feuer
Nach der Pause folgte zu Beginn am Mattenrand die nächste Eins für Streules Gegner, verbunden mit einer Verwarnung wegen Griffentzugs zum 1:8-Rückstand. Dann kam Ladenburgs Tamirlan Bicekuev besser in den Kampf und baute die Führung mittels Takedown und Dreher aus. 20 Sekunden vor dem Schlussgong folgte der Überlegenheitssieg und Streule gab die maximalen vier Mannschaftspunkte ab.
Gegen den erst 18-jährigen ASV-Legionär Andrii Cholak musste Daniel Baier (75 kg, Greco) die Kohlen aus dem Feuer holen. Zwischen Sieg, Remis und Niederlage war beim Stand von 17:14 noch alles möglich. Doch mehr als einen Takedown in der Auftaktminute ließ Baier zunächst nicht zu.
Auch aus der angeordneten Bodenlage konnte Cholak keine Punkte generieren. Nach bereits 28 Sekunden in der zweiten Runde bekam Daniel Baier die Oberlage zugesprochen, doch auch er bekam keine Aktion durch, ehe es dann wieder im Stand weiterging. Mit dem letzten Antrieb der Verzweiflung kam der ASV-Ringer zehn Sekunden vor dem letzten Gong zwar nochmals auf den Rücken Baiers, doch wehrte dieser bis zum erlösenden Pfiff die Durchdreherversuche seines Gegners ab und wurde somit zum gefeierten Helden der WKG Weitenau-Wieslet, die die 1:5-Niederlage wie einen Sieg feierte, sicherte das doch den Mannschaftserfolg.
Grundlage des Auswärtserfolgs waren die Überlegenheitssiege des französischen Neuzugangs Gaspard Cheynoux (57 kg, Freistil, nach 88 Sekunden) sowie von Vitali Bunici (66 kg, Freistil), der zum Auftakt seiner dritten WKG-Saison nach einer Minute bereits wieder erfolgreich in die blaue Ecke zurückkam. Zwar unterlag Noah Dürr (61 kg, Greco) mit 1:5, doch gab er dabei nur zwei Zähler an Ladenburg ab.
Dürr-Brüder holen die Maximalpunktzahl
Freistil-Trainer Adrian Recorean (98 kg, Freistil) sorgte mit einer Einserwertung am Mattenrand für die einzige technische Wertung neben zwei Aktionszeiten und siegte dadurch mit 2:1. Nach der Pause baute Jonas Dürr (86 kg, Greco) mit seinem Überlegenheitssieg in der fünften Minute die Führung aus, die mit dem Schultersieg von Bruder Simon (71 kg, Greco) final für den Erfolg ausreichte. Somit konnte der angeschlagene Dennis Kronenberger (80 kg, Freistil) sich unbeschadet mit der ersten Aktion schultern lassen.