Ringen Oberliga: Spannendes erstes Oberliga-Derby in Kandern

Sebastian von Czenstkowski vom KSV Rheinfelden hatte Janis Wohlschlegel im Griff.
Rolf RombachDas erste von vielen Bezirksderbys in der Oberliga Südbaden startete am Samstag in Kandern zwischen dem TSV und dem KSV Rheinfelden. Mit 21:12 gewann der Favorit vom Hochrhein. Bereits am Freitag gewann der TuS Adelhausen 22:14 gegen den KSK Furtwangen und die RG Hausen-Zell kam beim ASV Urloffen II mit einem knappen 15:13 zum ersten Saisonerfolg.
Aufsteiger TuS Adelhausen machte es gegen den KSK Furtwangen mit 22:14 spannender als erwartet. Denn gleich zwei Leistungsträger (Michael Herzog/ 130 kg Greco und Till Naumann/ 86 kg Greco) wurden früh geschultert. Die kampflosen Vierer von Nick Naumann (71 kg Greco) und Jason Keil (75 kg Freistil) glichen dies aber wieder aus. Mehrfach wurde von beiden Seiten der Videobeweis eingefordert, der inzwischen in der Oberliga etabliert ist. Allerdings wurde dem Einspruch lediglich in Rayanne Essaidis Fall (80 kg Freistil) stattgegeben. In der Nachschau korrigierte Kampfrichter Achim Vogt (KSV Appenweier) die Wertung, da dadurch ersichtlich wurde, dass der Bodendreher vom TuS-Ringer ausging. Die damit verbundene 4:3-Pausenführung ließ sich der junge Franzose nicht mehr nehmen und gewann durch ein 7:3 zwei Mannschaftspunkte. Mit dem Überlegenheitssieg von Ahmed Alfaraj (57 kg Freistil) sowie den Schultersiegen von Wladislav Melnikov (61 kg Greco) und Alican Ulu (75 kg Greco) reichte es final souverän für den zweiten TuS-Mannschaftssieg.
Den ersten Auswärtssieg seit dem 1. November 2023 holte die RG Hausen-Zell bei der Bundesliga-Reserve des ASV Urloffen am Samstag. Fünf Einzelerfolge, davon drei Mal die maximalen vier Punkte durch technische Überlegenheit (Dominik Gleichweit/ 61 kg Greco, Manuel Wolfer/ 66 kg Freistil und Patrick Käppeler/ 75 kg Freistil) reichten Hausen-Zell für den knappen Triumpf gegen des Perspektivteam der Ortenauer.
Zwar brachten die Punktsiege von Denys Siianytsia (80 kg Freistil) und Manuel Kiefer (86 kg Greco) nur einen weiten Zähler auf das Mannschaftskonto, aber dafür gelang es weiteren RG-Ringern, ihre Niederlagen zu begrenzen. Theo Schmittel (71 kg Greco, 5:6) und Maximilian Mond (130 kg Greco, 1:3) gönnten ihren Gegnern nur einen Punkt. Damit stand vor der finalen Begegnung schon der RG-Sieg fest. Dennoch verwehrte auch Neuzugang Bastian Kunz seinem Gegner die vier Zähler und ging mit einer 2:13-Niederlage über die Zeit, was nur drei Mannschaftspunkte für Urloffen bedeutete.
Vor 250 Zuschauern lieferten sich der TSV Kandern und der KSV Rheinfelden ein packendes Duell. Mehrfach drohten Schulterniederlagen, die noch abgewendet werden konnten. Manche Begegnung fand eine plötzliche Wendung und manchmal fehlten wenige Sekunden für ein anderes Ende. Der bald 18-jährige TSV-Neuzugang Ronaldo-Valentin Tanasa (57 kg Freistil) begann gut und baute in der fünften Minute seine Führung auf 12:6 aus. Doch dann fehlten die Körner und Redar Khalil legte ihn zu Beginn der Schlussminute auf die Schultern.
Nach dem Überlegenheitssieg von Luillys Perez Mora (130 kg Greco) sorgte Milian Zámbó (61 kg Greco) mit seinem Überlegenheitssieg in 140 Sekunden für die ersten TSV-Punkte. Zwar glich Sebastian von Czenstkowski (98 kg Freistil) dies gegen den beherzt auftretenden Florian David postwendend aus, doch Lesandro Springer (66 kg Freistil) setzte mit einem knappen 7:6 gegen Patrick Hinderer einen weiteren Punkt auf das TSV-Konto.
Esli Rediger (86 kg Greco) setzte KSV-Routinier Kevin Kähny nach der Pause ordentlich unter Druck, doch parierte Kähny die Angriffe und sicherte sich final den 9:5-Erfolg. Kein Problem hatte Felix Anselm (71 kg Greco) mit KSV-Nachwuchsringer Davide Pierri und gewann 16:0. Spannen bis zum Gong war das Duell zwischen Phil Sütterlin (80 kg Freistil) und Georg Schmidt. Mit 15:5 gewann Sütterlin für den TSV drei Punkte.
Mit der Überlegenheitssieg wenige Sekunden vor Ende der Kampfzeit besiegelte Andrius Reisch (75 kg Freistil) gegen Alexander Anselm das TSV-Schicksal. Dennoch lieferten sich TSV-Trainersohn Jannis Wohlschlegel (75 kg Greco) und Vincent von Czenstkowski nochmals ein packendes Duell, dass der KSV-Schlussmann mit 10:1 für sich entschied.