Ringen im Kreis Rottweil: Dario Dittrich holt erstmals den Titel

Das Tennenbronner Sextett um Trainer Matthias Brenn (von links), Lukas Brenn, Trainer Volker Faißt, Mathias Schondelmaier, David Brenn und Leon Schetterer hatte sich etwas mehr erhofft als die Plätze sieben, acht (zweimal) und elf.
Lothar HerzogBei den Titelkämpfen der Männer und Frauen im bayerischen Elsenfeld überragte der Gottmadinger Dario Dittrich, der in der Mannschaftsrunde für den Regionalligisten KSV Hofstetten das Trikot überzieht. Mit vier Siegen und etwas Glück holte er sich erstmals den Titel bei den Männern in der Gewichtsklasse 61 kg.
Während Dittrich die Qualifikation und das Viertelfinale mit 10:0 und 11:4 klar gewann, wurde es im Halbfinale beim 8:6 Sieg gegen Eliah Lucyga (ASV Schaafheim) knapp. Und im Endkampf gegen Burak Demir (ASV Schorndorf) verhalf dem Gottmadinger beim 3:3 Endstand die höhere Wertung zum Sieg. Im Vorjahr verlor Dittrich das Finale gegen Horst Lehr (ASV Ludwigshafen), der diesmal fehlte.
Bronze für Käppeler
Zu Bronze rang sich der Taisersdorfer Stefan Käppeler (74 kg). Er scheiterte im Viertelfinale am späteren Meister Manuel Wagin (KSV Rimbach) mit 2:12 und rettete sich über die Hoffnungsrunde (13:2 gegen Maik Braun KSC Graben-Neudorf) in den Bronzekampf, in dem er sich klar mit 12:2 gegen Alan Golmohammadi (KSV Ketsch) durchsetzte. Sein Vereinskamerad Marco Martin verpasste in der 97 kg Klasse durch eine 0:4 Punktniederlage gegen Yusuf Senyigit (SV Nürnberg) bronzenes Edelmetall und wurde Vierter. Platz drei und damit eine Medaille war auch für Alexander Tonn (KSV Allensbach/(57 kg) möglich.
Schulterniederlage im entscheidenden Kampf
Im entscheidenden Kampf kassierte er 5:12 in Rückstand liegend gegen Finn Weiß (FC Aue) eine Schulterniederlage und wurde Fünfter. Das Tennenbronner Trio Matthias Schondelmaier (74 kg), David Brenn (61 kg) und Leon Schetterer (70 kg) scheiterte vorzeitig und platzierte sich als Siebter, Achter und Elfter.
Ebenso kam Jannis Rebholz (Eiche Radolfzell/65 kg) auf Rang acht, Finja Fischer (KSK Furtwangen/59 kg) wurde Neunte. Marcel Käppeler (KSV Taisersdorf/79 kg) kassierte im Achtelfinale eine 0:5 Niederlage gegen Gregor Eigenbrodt (KSV Witten) und schied vorzeitig aus, da Eigenbrodt im Viertelfinale an Lucas Kahnt (FC Aue) hängen blieb. Am Ende stand Platz elf unter 23 Teilnehmern zu Buche.
Im griechisch-römischen Stil muss Lukas Benzing (AV Hornberg) seine Ambitionen auf den ersten deutschen Männertitel um ein Jahr verschieben. Als Vizemeister des Vorjahres bis 63 kg angetreten, scheiterte er im Halbfinale knapp mit 2:4 Punkten am späteren Titelträger Etienne Kinsinger (KSV Köllerbach). Der Kampf um Bronze war eine reine Hornberger Angelegenheit, in dem sich Benzing und Yannick Fritsch, der bereits im Viertelfinale das Nachsehen gegen Kinsinger hatte, gegenüberstanden. Mit 10:0 entschied Benzing das Vereinsduell klar für sich.
Überraschung durch Pinsak
Eine überraschende Bronzemedaille holte Artur Pinsak (Eiche Radolfzell/72 kg) durch einen 9:0 Sieg über Marco Stoll (FC Aue). Der Seeringer verlor im Achtelfinale 0:8 gegen Magomed-Baschir Kartojev (SV Burghausen) und profitierte von dessen Finaleinzug.
Mit einer starken Leistung in der Hoffnungsrunde, in der er Domenik Chelo (TSV Ehningen) mit 9:0 bezwang, ebnete sich Pinsak den Weg zu Edelmetall. Für die Brüder Hadis und Enes Vehapi (KSK Furtwangen/beide 87 kg) gab es ein frühes Aus und die Plätze zehn und elf wie auch für Jonas Benzing (AV Hornberg/72 kg), der Zwölfter wurde. Wahrlich Pech hatte Lukas Brenn (KSV Tennenbronn/87 kg).
Er hatte nach dramatischem Kampf in der Qualifikation gegen Thomas Kramer (AC Penzberg) beim 9:9 das schlechtere Ende für sich. Dass sich Krämer später souverän Bronze holte, durfte Brenn noch mehr gewurmt haben, der mit Platz acht zufrieden sein musste.