Ringen
: Die einsamen Wölfe stellen sich erneut

Ohne Kontrahenten aus dem Bezirk Oberrhein hat der SV Gresgen in der anstehenden Ringersaison 2025/2026 weite Auswärtskämpfe vor sich.
Von
Rolf Rombach
Oberndorf
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Nach einer Pause wieder fit und motiviert für die Mannschaftssaison: SVG-Eigengewächs Tobias Dreher (rechts).

Rolf Rombach

Zwei Mal knapp am Aufstieg gescheitert, musste der SV Gresgen sich im vergangenen Jahr mehrfach mit dem drohenden Abstieg aus der Verbandsliga Südbaden auseinandersetzen. Zwar konnten die „Wölfe“ die Klasse halten, doch durch den Aufstieg des TuS Adelhausen ist der einzige Derbygegner wieder weg. Bis auf Regionalligist WKG Weitenau-Wieslet und den SV Gresgen tummeln sich alle aktiven Bezirksvereine in dieser Saison in der Oberliga.

Doch Trübsal blasen ist beim SVG dennoch nicht angesagt. Nicht nur, weil in diesem Jahr der 100. Geburtstag des Vereins kräftig gefeiert wurde. Unter anderem mit dem SV Eschbach, für den im vergangenen Jahr der ehemalige Trainer Denis Grether auf die Matte ging, hat man ein gutes Verhältnis. Mit dem AV Hornberg gab es ein gemeinsames Trainingslager.

Obwohl „nur“ südbadischer Mittelbau, gehen in der Verbandsliga einige namhafte Vereine auf die Matte. Aus der Oberliga kommt mit dem VfK Mühlenbach der Heimatverein der Bundesliga-Ringer Peter Oehler und Florian Neumaier. Die Kinzigtäler haben sich viele Jahre auch in der Regionalliga behauptet, mussten aber zuletzt ordentlich Federn lassen. Selbstständig aus der Regional- oder Bundesliga zurückgezogen haben der SV Eschbach und der KSV Haslach, welche ebenfalls nicht zu unterschätzen sind. Gleiches gilt für die Reserve von Zweitligist RKG Freiburg, die vor allem in der Vorrunde die ein oder andere Verstärkung aufstellen kann.

Mit dem 20-jährigen Bastian Kunz (zur RG Hausen-Zell) muss der SV Gresgen ein wertvolles Nachwuchstalent ziehen lassen. Als Ersatz konnte der Verein Zsolt Berki vom KSV Rheinfelden verpflichten, der Kunz im Greco-Weltergewicht ersetzen soll. Schon länger nicht mehr auf der Wettkampfmatte war Andreas Greiner, der zuletzt bei der WKG Weitenau-Wieslet aktiv war. Wie Berki gehört er mit inzwischen 37 Jahren zum älteren Teil des Teams und wird in den schwereren Gewichtsklassen zum Einsatz kommen.

Seine Leistungsfähigkeit stellte er unter anderem beim vom SV Gresgen im Frühjahr gerne zelebrierten Treppenlauf an der Wehrer Staumauer unter Beweis, wo das Team neun Mal die 290 Stufen gut gelaunt emporsprintete. Dritter externer Neuzugang ist Melvin Picker von Athletik Basel.

„Hungriger denn je“ kündigte der SVG die Rückkehr von Tobias Dreher an. Der ehemalige deutsche C-Jugendmeister kehrt mit 31 Jahren nochmal auf die Matte zurück und soll im Halbschwergewicht punkten.

Zwischenzeitlich beim TuS Adelhausen aktiv, wird auch Florian Probst nach einer Auszeit wieder die Stiefel schnüren und im Mittelgewicht seinen Heimatverein unterstützen. In den leichten Gewichtsklassen werden zahlreiche Eigengewächse die Möglichkeit haben, ihre ersten Erfahrungen bei den Aktiven zu machen.

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