Relegation zur Landesliga
: FV Tennenbronn – ein echter Experte und ein Ex-Nationalspieler

Weshalb der FV Tennenbronn nach 2010 und 2011 gegen den Favoriten vom Bodensee wieder die Relegation erfolgreich gestalten kann.
Von
Holger Rohde
Oberndorf
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Der afghanische Ex-Nationalspieler Djelaudin Sharotyar (Mitte) vom FC Öhningen hat eine Vergangenheit als Profi.

Rohde

Aufstieg in die Landesliga, Hinspiel: FV Tennenbronn – FC Öhningen-Gaienhofen (Mittwoch, 19.15 Uhr/Rückspiel am Sonntag, 15 Uhr, in Öhningen). Ohne Verschnaufpause geht es für den FVT nach der überraschenden Bezirksliga-Vizemeisterschaft nun mit den beiden „Endspielen“ um den dritten Aufstiegsplatz zur Landesliga in einer „englischen Woche“ weiter.

Auf die Kicker vom „Schächle“ wartet ein dicker Brocken. Bei den Gästen ist ein Ex-Nationalspieler der wichtigste Mann. Der 42-jährige Djelaludin Sharityar bestritt 38 Länderspiele für Afghanistan, spielte beim VfL Wolfsburg, dem 1. FC Schweinfurt, in Zypern und zuletzt in Bahrain.

FV Tennenbronn

Der Sportliche Leiter Simon Günter freut sich auf die Chance, nach 14 Jahren wieder aufzusteigen. „Es war der Wahnsinn. Wir waren nach dem 1:3 am viertletzten Spieltag in Tannheim Weg vom Fenster. Furtwangen hat dann dreimal gepatzt, wir haben unsere Chance genutzt.“

Der spielende Co-Trainer Stefan Schanz sorgte auf dem Platz mit zwei Treffern – neben Kapitän Justin Stoll – dafür, dass es gegen Absteiger SG Kirchen-Hausen ein 3:3 gab. Dieses reichte letztlich, um mit dem besseren Torverhältnis noch Zweiter zu werden. „Es war ein komisches Spiel. Der Gegner hat zwei Möglichkeiten und macht per Kopf und Schuss zwei Tore. Als wir mitbekommen haben, dass Furtwangen mit 0:3 hinten liegt, haben wir uns gesagt, dass wir jetzt Gas geben müssen“, so der 37-jährige Torjäger.

„Am Ende war es wirklich eine Zitterpartie. Jetzt schauen wir einfach, was noch möglich ist. Die Willenskraft und der Charakter im Team stimmen, keiner gibt auf“, stieg Schanz einst schon mit dem SV Zimmern in die Verbandsliga auf.

Die Historie

Kurios am Vizemeisterplatz 2025 hinter Champion SV Aasen ist, dass bei dessen Aufstieg 1995 ebenfalls Tennenbronn Zweiter war. In Sachen Relegation ist vor allem ein Akteur bestens vorbereitet: Manuel Hilser. Der 33-Jährige stand 2018 schon beim Aufstieg aus der Kreisliga A auf dem Platz, als sich der FVT gegen den SV St. Märgen (2:2, 2:1) durchsetzte. Ein Jahr später gelang der Durchmarsch in die Landesliga – wieder mit Hilser – nun gegen RW Salem (2:2, 3:1).

Simon Günter merkt an, „dass wir das Rückspiel jeweils auswärts gewinnen mussten. Es wäre der Hammer, wenn es wieder klappt.“ 2024 setzte sich der FV Möhringen gegen den TSV Aach-Linz durch, der hinter Öhningen mit einem Punkt weniger Dritter wurde.

FC Öhningen-Gaienhofen

Der Bodensee-Vizemeister machte am Sonntag mit einem 6:1 gegen in Buchheim alles klar und kann den sofortigen Wiederaufstieg noch schaffen. Mit 102 Toren ist die Offensive der Trainer Fabian Eberle/Orhun Kale extrem gefährlich.

Während Stefan Schanz und Yannick Richter (beide 19) ein starkes FVT-Duo bilden, ragte bei Öhningen Nicolas Grieger mit 33 Treffern heraus.

Viet Dihn (20) sowie Elias Dietrich (16) sind ebenfalls torgefährlich. Die Bodensee-Kicker sind seit 22 Partien unbesiegt, verloren zuletzt am 10. November 2022 gegen Mühlhausen (2:3).

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