Pokal-Aus in Runde zwei
: Seedorf verliert in Pfullingen – und zieht dennoch ein positives Fazit

In einem chancenarmen Spiel ist der SV Seedorf in Pfullingen aus dem WFV-Pokal ausgeschieden. Einen Vorwurf konnte Trainer Emanuele Ingrao seiner Elf allerdings nicht machen.
Von
Felix Paschke
Oberndorf
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Harut Arutunjan und seine Seedorfer Offensivkollegen hatten in Pfullingen einen schweren Stand.

Bernd Müller

2. Runde: VfL Pfullingen – SV Seedorf 2:0 (0:0). Die Die Bedeutung von Standardsituationen im Fußball ist allgemein bekannt. Wenn es aus dem Spiel heraus mit der Torgefahr nicht so recht klappt, dann vielleicht nach einem ruhenden Ball.

Die Zweitrundenpartie des SV Seedorf war ein solches Spiel – Torchancen waren auf beiden Seiten Mangelware. Das war durchaus im Sinne von SVS-Trainer Emanuele Ingrao. „Wir hatten einen ganz klaren Plan und haben diesen bis zur 90. Minute verfolgt“, sagte er nach dem Ausscheiden aus dem WFV-Pokal.

Sein Matchplan für die reguläre Spielzeit: „Stabil stehen und diszipliniert spielen.“ Und das gelang seiner Elf, in der zahlreiche Stammspieler fehlten, auch sehr gut. Nur einmal, in der 56. Minute, verlor die Seedorfer Mannschaft kurz die Ordnung, und im Zentrum tat sich eine Lücke auf. „Da mussten wir dann ein Foul ziehen“, so Ingrao.

Seedorf fehlt im Angriff die Entschlossenheit

Die Folge: eine Standardsituation rund 30 Meter vor dem eigenen Tor. Ein eigentlich „schwacher Ball“ wurde von den Seedorfern „noch schwächer geklärt“, beschrieb Ingrao die Entstehung des Führungstreffers von Tom Ankele (56.), dem der Ball mehr oder weniger vor die Füße fiel. Im Strafraum hatte er keine Mühe, den Ball ins Netz zu bugsieren.

Die Dynamik des Spiels veränderte sich dadurch deutlich. Die Gastgeber wurden aktiver und übernahmen zunehmend das Kommando. Ein, zwei gefährliche Situationen entstanden – etwa durch Lasse Lamprecht. Doch ihm und seinen Offensivkollegen fehlte zumeist die letzte Entschlossenheit – auch in dieser seltenen Strafraumszene, die damit ohne eigenen Treffer verpuffte.

Ein Konter sorgt für die endgültige Entscheidung

So war der SV Seedorf am Ende gezwungen, seine Grundordnung aufzugeben und alles nach vorne zu werfen. Das Tor fiel jedoch auf der Gegenseite: Patrick Krause vollendete einen Konter der Pfullinger zum 2:0 (90.) und sorgte damit für die Entscheidung. Ein Treffer, der für den Seedorfer Coach allerdings kaum noch eine Rolle spielte: „Das sehe ich gar nicht – für mich ist es eigentlich ein 1:0“, sagte er.

Ingrao ist mit der Leistung hochzufrieden

Kurz darauf war Schluss – und die Pokalsaison des SV Seedorf bereits in der zweiten Runde beendet, eine Woche vor dem Start der Landesliga gegen den TuS Ergenzingen. Trotz des Ausscheidens zog Ingrao ein durchweg positives Fazit des Spiels beim Verbandsliga-Absteiger, der in der Landesliga wohl zu den Aufstiegsfavoriten zählen wird. „Ich kann meiner Mannschaft absolut keinen Vorwurf machen“, betonte der Trainer, der zahlreiche Leistungsträger ersetzen musste.

Auch deshalb entschied er sich für einen den Matchplan – der gegen den Favoriten lange Zeit aufzugehen schien. „Pfullingen hat keine Lösungen gefunden“, befand Ingrao. Doch dann zeigte sich wieder einmal der Wert von Standardsituationen im Fußball.

SV Seedorf: Bender – J. Roth, Benne, Fehrenbacher, Arutunjan, Lamprecht (72. He. Föll), Holzer, Scheck, Hauger (87. Staiger), Hasimovic, Huss (78. Glück).

Tore: 1:0 Ankele (56.), 2:0 Krause (90.).

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