Pleite zum Auftakt
: Dem HBW geht der Strom aus

Nach einer starken ersten Halbzeit kassiert Balingen-Weilstetten beim 1. VfL Potsdam eine 26:31 (16:11)-Niederlage.
Von
Ulrich Mußler
Oberndorf
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Mex Raguse – hier im Testspiel gegen die Rhein-Neckar Löwen – war mit sieben Treffern der gefährlichste HBW-Schütze beim Saisonauftakt in Potsdam.

Beytullah Kara

vor 1200 Zuschauern in der MBS Arena legte der HBW eine famose Startphase ins erste Saisonspiel hin. Die Deckung war bestens auf den Potsdamer Angriff mit vier Rückraumspielern vorbereitet, und Keeper Benedek Nagy griff den Gastgebern gleich mal zwei Versuche ab. Zwar legte der VfL zunächst durch Davide Bulzamini vor, doch dann schlugen die „Gallier“ aus ihren Ballgewinnen Kapital. Zweimal Tim Ruggiero-Matthes, zweimal Mex Raguse – die Gäste führten nach knapp sechs Minuten mit 4:1. Zwar kamen die Adler nun auch etwas in Schwung – allen voran der aus Bregenz gekommene Österreichische Nationalspieler Markus Mahr, der im ersten Abschnitt sechsmal einnetzte und am Ende mit 14 Toren der überragende Schütze der Partie war. Der HBW spielte im Angriff nicht nur deutlich variabler als die Hausherren, sondern ging auch deutlich konsequenter mit seinen Chancen um.

„Gallier“ ganz souverän

Nachdem Raguse auf 9:5 für die Schwaben erhöht hatte (13.), leisteten sich beide Teams eine wilde sechsminütige Phase, in der sich allein Nagy und sein Potsdamer Gegenüber Frederik Höler auszuzeichnen vermochten. Mahr löste mit dem 6:9 den Knoten (19.), ehe Sascha Pfattheicher die Gäste mit zwei verwandelten Strafwürfen auf 11:6 davonziehen ließ (21.), Matthes sorgte per Konter für eine Sechs-Tore-Differenz zu Gunsten des HBW (7:13/24.). Einer besseren Abwehrarbeit und den Pfostentreffern von Magnus Grupe und Georg Pöhle hatte es der VfL nun zu verdanken, dass er auf 10:14 verkürzte, doch Merlin Fuß setzte den Schlusspunkt unter die erste Halbzeit mit dem 16:11 für den HBW.

HBW verliert den Faden

Die zweite Halbzeit begann gut für den HBW, Matthes-Ruggiero sorgte für das 17:11, dann aber spielten die „Gallier“ den nun weitaus aggressiver verteidigenden Potsdamern mit zahlreichen Fehlern und schlechten Abschlüssen in die Karten. Mit einem 6:1-Lauf warf sich der VfL auf 17:18 heran, Die Gäste antworteten mit Treffern von Csaba Leimeter und Grupe, hatten die Nase nun wieder mit 17:20 vorne. Doch die Gäste hatten nur scheinbar die Kurve bekommen, denn von der Souveränität des ersten Abschnitts war beim Team von Trainer Matti Flohr nichts mehr zu sehen.

Kromer bedient

„So etwas darf uns nicht passieren. Wir Spielen nicht, um die Klasse zu halten, sondern wir wollen vorne mitspielen. Wer so eine erste Halbzeit spielt, kann nicht so eine zweite abliefern“, sagte HBW-Geschäftsführer Axel Kromer nach dem Spiel. Im Spiel nach vorne ging nahezu nichts mehr und Mahr zerlegte die HBW-Defensive ein ums andere Mal. Der Österreicher sorgte bim 21:21 für ausgeglichene Verhältnisse (46.), und in der Schlussviertelstunde spielten nur noch die Gastgeber, die am Ende über einen 31:25-Erfolg jubelten.

Statistik

1. VfL Potsdam: Höler, Grundmann (2. Hz); Budde, Siemer (1), Mahr (14/3), Paulnsteiner (2) Bulzamini (1), Günther (4/1), Klein (1), Sontacchi (3), Hildenbrand, Fuhrmann (1), Kix, Mengon (3), Schröder, Kraus (1).

HBW Balingen-Weilstetten: Nagy, Kornecki (ab 43.); Ruggiero-Matthes (4), Raguse (7), Grupe (2), Fuß (3), Grüner, Wente, Fügel, Heinzelmann (3), Pfattheicher (4/3), Dayan (1), Leimeter (1), Pöhle, Bauer (1).

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