Olympiasiegerin Daniela Maier
: Welche Traummarke die Schwarzwälderin im Traumwinter erstmals übertrifft

Hinter Skicrosserin Daniela Maier liegt ein Rekordwinter. Die Furtwangerin holt nicht nur olympisches Gold, sondern die 30-Jährige feiert auch einen besonderen Bestwert.
Von
Gunter Wiedemann
Oberndorf
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Daniela Maier präsentiert die kleine Kristallkugel für den zweiten Rang in der Weltcup-Gesamtwertung.

Imago/Matic Klansek

Es war eine ganz besondere Saison für Daniela Maier, die vom Olympiasieg in Italien gekrönt wurde. Neben dem Triumph für die Ewigkeit von Livigno belegte die Schwarzwälderin zudem im Gesamtweltcup – hinter Weltcup-Dominatorin Sandra Näslund (Schweden) – den zweiten Rang.

Dabei übertraf die Skicrosserin des SC Urach die Traummarke von 1000 Weltcup-Zählern. „Erstmal über 1000 Punkte“, stellt Daniela Maier auf Instagram klar, wie wichtig ihr diese ganz besondere Premiere war.

In der Saison 2024/25 war die Olympiadritte von 2022 ebenfalls in der Gesamtwertung, damals hatte Fanny Smith (Schweiz) die große Kristallkugel in die Höhe gestemmt, Zweite geworden. Allerdings hatte sie da „nur“ 915 Punkte gesammelt.

Die Saison 2025/26

Im Gegensatz zu diesem olympischen Winter war Maier aber im Dezember 2024 mit Podestplätzen im französischen Val Thorens in die Weltcup-Saison gestartet. In diesem Winter steigerte sich die Schwarzwälderin mit Blick auf die Winterspiele von Mailand und Cortina d’Ampezzo von Rennen zu Rennen. Erste Podestplätze sprangen noch vor Weihnachten in Arosa (Schweiz) und Inninchen (Italien) heraus. „Jetzt habe ich wieder richtig Feuer drin“, lief für Maier alles nach Plan.

Mitte Januar war es dann in Veysonnaz (Schweiz) so weit: Daniela Maier feierte den ersten Sieg des Winters. Auch bei der olympischen Generalprobe in Val di Fassa (Italien) war die 30-Jährige nicht zu schlagen. „Insgesamt war mein ganzer Saisonplan beim Konditionstraining auf die Olympischen Spiele so ausgelegt. Außerdem wollte ich bei den Weltcup-Rennen im Dezember und im Januar immer weiter an meiner Form feilen“, war die Furtwangerin bereit für den Höhepunkt des Winters.

Der perfekte Tag

Am 20. Februar 2026 hatte die Formkurve von Maier – wie geplant – den Höhepunkt erreicht. Die Schwarzwälderin bejubelte olympisches Gold im Livigno Snow Park im Skicross-Finale. Fast ungläubig nahm sie die Medaille bei der Siegerehrung unter die Lupe. Sie müsse „immer noch schauen, ob ich die wirklich um den Hals hängen habe.

20. Februar 2026: Daniela Maier küsst die olympische Goldmedaille.

Foto: Imago/Zoonar

Es ist wirklich wahr, crazy“, realisierte Maier erst in den folgenden Wochen, was sie erreicht hatte. 20 Jahre nach Kombinierer Georg Hettich ging wieder olympisches Winter-Gold in den Schwarzwald.

Das Finale

Daniela Maier schloss nun am vergangenen Wochenende die bis dato erfolgreichste Saison ihrer Karriere mit zwei weiteren Podestplätzen im Weltcup ab. Beim finalen Rennen der Saison in Gällivare (Schweden) landete die 30-Jährige hinter Gesamtweltcupsiegerin Sandra Näslund und der Französin Marielle Berger Sabbatel auf Platz drei. Tags zuvor war Maier Zweite geworden.

„Ich bin super glücklich mit meiner Saison und darüber, dass ich so konstant geworden bin und meine Leistung in nahezu jedem Rennen abrufen konnte", sagte Maier. „Es ist auf jeden Fall noch mal ein Schritt nach vorne gegangen", ergänzte sie, „die beiden Podien am Schluss runden es ab." Im Sommer werde sie sich "neue Ziele" setzen.

Die Kristallkugel ging an Näslund, was Maier angesichts ihres Triumphes von Livigno und insgesamt neun Weltcupsiegen verkraften kann.

Ehrung in Furtwangen

Der historische Erfolg von Daniela Maier bei den Olympischen Winterspielen wird nun auch in ihrer Heimat groß gefeiert. Die Skicrosserin des SC Urach wird am Samstag, 4. April, in der Festhalle in Furtwangen empfangen und gebührend gefeiert.

Und nach der Ehrung in Furtwangen, wie geht es dann weiter? „Es gibt so viele Ecken auf der Welt, die mich reizen. Mal schauen, wohin es in diesem Jahr in den Urlaub geht“, will Daniela Maier alles, was in den kommenden Wochen auf dem Programm steht, einfach nur genießen.

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Freitag um 12.00 Uhr
Die sportlichen Highlights der Woche und die Top-Events für das Wochenende auf einen Blick.