Olympia 2026 Skicross: Daniela Maier – Schwarzwald-Goldhoffnung ballt schon einmal die Siegerfaust

Daniela Maier war am Freitag bei den Winterspielen die schnellste Skicrosserin in der „Qualifikation“.
Eibner-Pressefoto/GroderVor den entscheidenden Heats stand am Freitagvormittag auf der 1100 Meter langen Skicrossstrecke mit geneigten Kurven, Sprüngen und Bodenwellen die „Qualifikation“ auf dem Programm. Dabei ging es um die Setzliste für die Achtelfinals.
Daniela Maier (SC Urach) ging als letzte der großen Favoritinnen als 16. auf die Strecke.
Die Österreicherin Katrin Ofner legte in genau 1:13 Minuten die erste Zeit vor. Marielle Thompson, die Olympiasiegerin von Sotschi (2014) aus Kanada, war 0,27 Sekunden langsamer.
Titelverteidigerin Sandra Näslund, die Führende im Gesamtweltcup vor der Schwarzwälderin, zeigte dann von den ersten Metern an, dass sie wieder Gold gewinnen will. Die Schwedin stellte in 1:11,33 Minuten eine klare Bestzeit auf.
Fanny Smith (Schweiz), mit der Daniela Maier 2022 nach einer monatelangen Nervenschlacht Olympia-Bronze „geteilt“ hatte, war nach 1:12,14 Minuten im Ziel.
Der Lauf von Daniela Maier
Konnte die Furtwangerin kontern? Die 29-jährige Schwarzwälderin konnte. Zwar lag Maier bei der ersten Zwischenzeit noch 0,33 Sekunden hinter Näslund, doch dann gab die WM-Dritte richtig Gas. 0,19 Sekunden fehlten bei der zweiten Zeitmessung, doch am Ende hatte Daniela Maier 0,21 Sekunden (1:11,12) Vorsprung auf die Schwedin.
„Ja“, ballte die Furtwangerin kurz die Faust. Die Fans aus Deutschlands ließen schon einmal die Fahnen aufblitzen.
Um Gold, Silber und Bronze
Weiter geht es um 12 Uhr im Achtelfinale. Die besten zwei Skicrosserinnen kommen in den Heats immer weiter. Um Gold, Silber und Bronze wird gegen 13.10 Uhr gekämpft. Dann will die Olympiadritte aus Peking nicht nur dabei sein, sondern das oberste Treppchen angreifen.
„Daniela Maier hat ja jüngst zwei Weltcups gewonnen. Und wer einen Weltcup gewinnt, der kann auch bei Olympia ganz oben landen“, drückt auch Georg Hettich (Schonach), der letzte olympische Goldmedaillengewinner aus dem Schwarzwald im Winter, der Furtwangerin fest die Daumen.
„Sie ist in der Form ihres Lebens und hat bei den letzten Weltcup-Rennen bewiesen, dass sie alle schlagen kann“, hofft Manfred Kuner, der Präsident des Schwarzwälder Skiverbandes (SVS), auf zumindest eine Medaille.
