Nahe der deutschen Grenze: Die Tour de France kommt am Wochenende ins Dreiländereck

Die Tour de France macht am Samstag Station im Elsass – nur wenige Kilometer entfernt von der Grenze zu Deutschland.
Mosa'ab Elshamy/AP/dpa- Tour-Etappe Mulhouse–Le Markstein verläuft nahe der deutschen Grenze im Elsass.
- Start in Mulhouse am Samstag, 18. Juli, ab 8 Uhr Programm – Rennstart um 13.10 Uhr.
- Strecke 155,3 km mit rund 3800 Höhenmetern, zweimal über den Grand Ballon.
- Col du Hundsruck mit dem Satz „Quäl dich, du Sau!“ von 1997, Ziel nahe Le Markstein Fellering.
- Anreise für Südbadener kurz, Parkplätze knapp – besser ÖPNV oder mit dem Rad.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Nur wenige Kilometer trennen die französische Stadt Mulhouse von der Grenze zu Deutschland. Nach der Fahrt über den Rhein als natürliche Ländergrenze dauert es nicht mehr lange bis zur Stadt im Elsass, die in diesem Jahr Startort einer Tour-de-France-Etappe ist.
Die Reklame dafür ist selbst bei der Vorbeifahrt auf der Autobahn nicht zu übersehen: Auf einem gelben Banner wird für die Etappe am Samstag, 18. Juli, geworben.
Für Radsportfans aus Südbaden ist das die Chance: Näher kommt die Tour de France Deutschland in diesem Jahr nicht mehr. Wie groß die Luftlinien-Entfernung vom eigenen Wohnort zur Tour-Strecke ist, lässt sich in diesem Jahr sogar genau herausfinden.
Von Freiburg nur 45 Kilometer Luftlinie zur Strecke
Die französische Sporttageszeitung L’Équipe hat ein Tool programmiert (über diesen Link kommen Sie zu dem Tool), das die Distanz zur Route von Tadej Pogačar, Florian Lipowitz und Co. ermittelt. Von Freiburg etwa sind es knapp 45 Kilometer Luftlinie bis zu einem Streckenpunkt nahe Mulhouse. Von Lörrach aus sind es weniger als 30 Kilometer, von Neuenburg aus sogar weniger als 20 Kilometer.
Ab 8 Uhr wird in Mulhouse ein Radsportfest gefeiert
Der nächste Punkt von Lörrach und Neuenburg aus liegt sogar im Stadtgebiet von Mulhouse, wo am Samstag ab 8 Uhr den ganzen Tag über ein Radsportfest gefeiert wird. Dort wird das Tour-Dorf aufgebaut, es gibt ein Unterhaltungsprogramm und die Werbekarawane startet.

Scheint auch in diesem Jahr kaum zu schlagen: Tadej Pogacar aus Slowenien.
Jeff Pachoud/AFP/dpaUm 13.10 Uhr geht's dann los und die Fahrer machen sich durch die Vogesen auf den beschwerlichen Weg in Richtung Le Markstein Fellering. Auf 155,3 Kilometern müssen rund 3800 Höhenmeter überwunden werden. „Schon kurz nach dem Start in Mulhouse geht es hinauf zum Grand Ballon und erstmals über die Ziellinie – doch das ist nur der Auftakt zu einem wahren Kletterfestival“, erklärt Tour-Chef Christian Prudhomme die Tücken der Gebirgsetappe.
Auf diesem Berg fiel der Satz „Quäl dich, du Sau!“
Gleich zweimal geht’s dabei den Grand Ballon hoch, insgesamt vier Bewertungen warten auf die Fahrer. Unter anderem auch am Col du Hundsruck, wo 1997 der legendäre Satz „Quäl dich, du Sau!“ fiel. So trieb Udo Bölts seinen damaligen Teamkollegen Jan Ullrich, der als Gesamtführender eine kleine Schwächephase hatte, an. Mit Erfolg: Ullrich gewann am Ende in Paris die Tour.
Dass der heutige Führende Tadej Pogačar eine ähnliche Situation im Elsass erleben wird, scheint unwahrscheinlich. Zu stabil scheint der Slowene, der die Frankreich-Rundfahrt auch in diesem Jahr bislang nach Belieben dominiert.
Bergwertung kurz vor der Zieleinfahrt
Der letzte Höhepunkt vor der Zieleinfahrt ist der Anstieg zum Col du Haag. „Ein serpentinenreicher Waldweg, der zur Radstrecke ausgebaut wurde. Er zieht sich über 11,2 Kilometer bei 7,3 Prozent hinauf – mit einigen giftigen Rampen. Oben angekommen sind es dann nur noch sechs Kilometer bis nach Le Markstein“, so Prudhomme.
Vorher geht es für das Fahrerfeld jedoch noch auf den Ballon d’Alsace. Bereits am Vortrag, wenn die Etappe in der Lahrer Partnerstadt Dole startet, macht das Peloton Bekanntschaft mit dem Berg, der 1905 als erste offizielle Bergetappe in die Geschichte der Tour einging.
Der Zielort Le Markstein Fellering ist für deutsche Radsportfans gut zu erreichen. Gerade einmal 61,6 Kilometer Luftlinie beträgt aus Freiburg die Distanz, aus Lörrach sind es ein paar Kilometer weniger.
Eine größere Herausforderung dürfte vor allem die Parkplatzsuche sein. Wer kann, kommt am besten mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Oder man steigt aufs Rad und fährt seine ganz eigene Tour de France.

