Motorsport: Packende Duelle beim MSC Rebland

In der Internationalen Seitenwagen-Klasse duellieren sich die Teams um jeden Zentimeter.
Hannes BrenneisenEs war erneut ein wahrliches Rennsport-Spektakel, das die zahlreichen Fahrer der einzelnen Klassen sowie die Organisatoren des MSC Rebland den prall gefüllten Zuschauerrängen an der Hertinger Grasbahn geboten haben.
Auf dem 510 Meter langen Markgräfler Ring lieferten sich die Protagonisten in jeweils vier Läufen á vier Runden packende Duelle um jeden Zentimeter. In der prestigeträchtigen Internationalen Seitenwagen-Klasse deutete sich schnell ein Dreikampf an der Spitze an. In einem engen Duell setzten sich schlussendlich Markus Brandhofer und seine Beifahrerin Sandra Mollema mit zehn Punkten knapp vor Raphael San Millan mit Benedikt Zapf (neun) und Manuel Meier mit Katrin Schmidt (acht) durch.
Cooper dominiert die Internationale Solo-Klasse
Einen deutlichen Sieger gab es derweil in der Internationalen Solo-Klasse. Hier ließ Paul Cooper aus Großbritannien dem Rest des Feldes nicht den Hauch einer Chance und gewann jeden der vier Rennläufe. Auf Platz zwei und drei folgten Stephan Katt (Neuwittenbeck) und William Kruit (Niederlande).

Loris Dickau (Nummer 94) eilt der Konkurrenz davon.
Foto: Hannes BrenneisenVon Dominanz war auch in der 450 Kubik-Klasse der Enduro-Maschinen die Rede. Der Hertinger Loris Dickau lieferte dem heimischen Publikum eine Machtdemonstration ab und sicherte sich drei der vier Rennläufe mit teils mehr als einer halben Rennrunde Vorsprung. Dass Dickau nur mit 350 statt 450 Kubik an den Start ging, ließ sich zu keinem Zeitpunkt der Wettkämpfe ausmachen.
In der Klasse der 250er Enduro-Maschinen sicherte sich Janis Gerwig den Sieg. Nachdem er sich im ersten Rennlauf mit dem dritten Rang begnügen musste, hievte er sich mit drei Siegen aus den finalen drei Läufen auf das oberste Treppchen.
Drei Fahrer verpassen den Streckenrekord
In einer Zwischeneinlage probierten sich kurz vor Rennschluss gleich drei Fahrer am Geschwindigkeitsrekord des Markgräflerrings. Paul Cooper, der mit über 95 km/h über die Strecke raste, verpasste den Bestwert um sieben km/h allerdings deutlich.
In der Nationalen Solo-Klasse war Morris San Millan das Maß der Dinge und entschied alle vier Rennläufe für sich. Hinter ihm landeten Magnus Czekely und Dennis Helfer auf den Rängen zwei und drei.
Nach dem Rennende sorgte der MSC Rebland mit der ausführlichen Siegerehrung sowie dem Feuerwerk inmitten des Markgräfler Rings für ein passendes Ende eines spektakulären Rennsportabends in Hertingen.