Motorsport im Zollernalbkreis
: Eine Achterbahnfahrt der Gefühle

Das Team White Angel for Fly and Help, rund um den Teamchef Bernd Albrecht aus Hirrlingen, nutzte das ADAC 24H Nürburgring Qualifiers als Testmöglichkeit.
Von
Bernd Albrecht
Oberndorf
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Der Beetle RSR absolvierte viele Testkilometer.

Lutz Rodrigues

Der seit dem vergangenen Jahr auf Allrad umgerüstete Prototyp mit Carsten Knechtges am Steuer performte im Samstagsrennen vielversprechend, bevor die neu verbaute Traktionssperre blockierte und das Wochenende für die ehrenamtliche Mannschaft früher als erwartet zu Ende war.

Einige Wetterkapriolen

Das Ziel des Teams für das Qualifiers war von Anfang an Testkilometer mit dem Beetle RSR auf der Nordschleife zu sammeln, eine Platzierung war nicht wichtig. Schon im Zeittraining wurde das Auto oft in die Box geholt, um Daten zu analysieren und um allen Piloten die Möglichkeit zu geben, sich mit dem Beetle RSR vertraut zu machen. Das Fahrerquartett für das ADAC RAVENOL 24H Nürburgring setzt sich neben dem Teamchef selbst aus Carsten Knechtges, Oliver Bliss und Sebastian Asch zusammen. Asch wurde kurzfristig aus gesundheitlichen Gründen von Axel Duffner für das Qualifiers ersetzt. Nordschleifenspezialist und Langstreckenmeister Knechtges fuhr im Zeittraining bereits schnelle Rundenzeiten, musste den Prototypen kurz vor Ende der zwei Stunden aber an der Ausfahrt Breidscheid abstellen, da sich der Unterboden löste und er weitere Beschädigungen vermeiden wollte.

Technische Probleme

Unterdessen setzte am Nachmittag starker Regen und Wind in der Eifel ein und man entschied sich das Rennen aus der Boxengasse zu starten, um sämtlichen Scharmützeln aus dem Weg zu gehen. Knechtges brannte dann in den ersten acht Runden ein Feuerwerk am Lenkrad ab und gewann unentwegt Positionen im Feld der über 100 Autos. Zwischenzeitlich war der Beetle RSR bis auf Platz 32 nach vorne gefahren. Doch die Hinterachse blockiere, und Knechtges schaffte es mit letzter Kraft noch bis in die Box. Nach schneller Analyse kam die Ernüchterung und für den Boliden und das Team war das Rennwochenende vorzeitig beendet, da das Problem über Nacht nicht bis zum Sonntagsrennen behoben werden konnte.

Nun tritt man bei der 53. Auflage des härtesten Langstreckenrennens der Welt vom 19. bis 22. Juni an, um Spenden für die Stiftung FLY&HELP zu sammeln, um Schulen in Entwicklungsländern zu bauen. Bisher konnte das Team 15 Schulprojekte realisieren.

Jede Menge Arbeit

Teamchef Bernd Albrecht bilanziert den Testeinsatz: „Unser Fokus war von Anfang an Daten mit dem Beetle RSR zu sammeln und nicht um Erfolge zu erzielen. Carsten fuhr einen beeindruckenden ersten Stint und wir waren begeistert, wie gut das Auto im Starkregen lief. Dass uns dann das Pech voll erwischte, war natürlich ein harter Rückschlag, gehört allerdings zum Rennsport dazu. Wir müssen immer bedenken, dass der Bolide ein Prototyp ist, der im zweiten Jahr eingesetzt wird. Jetzt haben wir in den anstehenden drei Wochen jede Menge Arbeit und hoffen, dass alle Komponenten danach zwei Mal rund um die Uhr durchhalten. Meiner großartigen Mannschaft möchte ich ein großes Lob aussprechen, jeder lieferte einen fantastischen Job. Danke an die Vogtmann Gruppe, dass wir das Auto nach Neuwied bringen konnten, um am Sonntag sofort mit der Reparatur zu beginnen. Ich freue mich trotz alledem auf das 24H Rennen, wenn wieder über 240.000 Fans die Grüne Hölle belagern und wir Spenden sammeln können!“

Schwabo Powerplay
Freitag um 12.00 Uhr
Die sportlichen Highlights der Woche und die Top-Events für das Wochenende auf einen Blick.