Lukas Ehrle Leichtathletik: Villinger Lauf-Ass mischt weiter in der Weltelite mit – magische Marke

Lukas Ehrle führt in dieser Szene das 10 000-Meter-Rennen bei der U23-EM im norwegischen Bergen an.
Arndt FalterDer Villinger Lukas Ehrle (LG Brandenkopf), der sich mit mehreren starken Berglauf-Auftritten in der Golden Trail World Series und im Weltcup einen Namen in der Weltspitze gemacht hat, zeigte in der vergangenen Woche gleich doppelt, dass er auch auf der Bahn mit den Spezialisten mithalten kann.
U23 EM in Norwegen
Innerhalb von nur sechs Tagen bestritt der 20-Jährige ein Mammutprogramm von zwei 10 000-Meter-Rennen. Für die U23-EM in Bergen (Norwegen) hatte der Deutsche Leichtathletikverband den ambitionierten Nachwuchsathleten aufgrund einer bravourösen Vorstellung beim Eurocup – inklusive Bestzeit von 28:40,22 Minuten – nominiert.
Bei extremer Hitze musste sich der Villinger in einem taktisch geprägten Zieharmonika-Rennen beweisen, indem er teilweise auch die Initiative ergriff und das hochkarätige Feld anführte. Am Ende stand für ihn ein solider 12. Platz in unter den Bedingungen hervorragenden 29:35,14 Minuten.
World University Games in Bochum
Bei den FISU World University Games in Bochum, die nach den Olympischen Spielen als größte Multisportveranstaltung der Welt gelten, durfte der Topläufer zum zweiten Mal innerhalb kürzester Zeit das Nationaltrikot überstreifen. Die Stärke der Konkurrenz und Normanforderungen waren bei diesem Event sogar nochmals höher.
In seinem Lauf musste sich der Nachwuchsläufer, der an der University of Mississippi Business Management studiert, gegen Teilnehmer aus der ganzen Welt durchsetzen.
Obwohl er von der Europameisterschaft noch nicht vollständig regeneriert war, ging Lukas Ehrle offensiv in den Wettkampf und belohnte sich mit einer weiteren Top 20-Plazierung (19.Platz).
Auch wenn das Rennen einem taktischen Steigerungslauf mit langsamen Beginn glich, blieb der Allrounder in 29:55,97 Minuten abermals unter der magischen 30 Minuten-Marke.
Das Fazit von Lukas Ehrle
„Das war wirklich eine erlebnisreiche Woche für mich. Mit der Universade und der U23-EM durfte ich innerhalb kürzester Zeit an zwei Events Deutschland vertreten, von denen andere Athleten ihr ganzes Leben träumen. Bei weniger taktisch geprägten und schnelleren Rennen hätte ich wahrscheinlich noch besser abschneiden können, dennoch bin ich mehr als zufrieden mit meinen Performances. Man darf ja nicht vergessen, dass ich derzeit eigentlich mitten in der Trailrunning-Saison stehe und wenig bahnspezifisch trainiert habe. Die U23-EM war schon richtig cool, die Erlebnisse in Bochum haben das Ganze aufgrund des olympischen Flairs aber noch einmal übertroffen. Ein solches Großevent in Deutschland zu haben, das ist eine extreme Seltenheit. Umso schöner war es mit den lautstarken Heimfans im Rücken zu laufen. Das sind Rennen, die man sein ganzes Leben lang in Erinnerung behalten wird,“ so Lukas Ehrle nach seinem Doppelstart.