Landesliga SV Seedorf: Geduldsspiel wird belohnt

Der SV Seedorf (blaue Trikots) drehte in der Schlussphase die Partie gegen den SV Wittendorf zum 3:1-Erfolg.
Bernd MüllerEgal, wie die Vorbereitung verlief, „die Wahrheit liegt auf dem Platz“, weiß auch Emanuele Ingrao, Trainer des SV Seedorf.
Obwohl der Coach zuversichtlich dem Heimspiel gegen den abstiegsgefährdeten SV Wittendorf entgegen sah, bereits am Freitag erreichten Ingrao weniger gute Nachrichten. Marvin Roth, Frieder Mauch, Laurin Huss und Harut Arutunjan meldeten sich aufgrund von Krankheit ab.
Vier Stammspieler fallen aus
Das brachte natürlich das Konzept des SVS-Trainers gewaltig durcheinander. „Vor dem Spiel sagte ich meinen Jungs, wir müssen diese Ausfälle als Mannschaft kompensieren, nur so geht es. Und das haben sie auch sehr gut gemacht“, lobte Ingrao. Aus der Not machte er eine Tugend, setzte zwei A-Junioren ein. „Lucas Glück von Anfang an und Lasse Lambrecht zur zweiten Halbzeit, der beim 2:1 durch David Benne entscheidend mitbeteiligt war“, freute sich Ingrao für die Jungs.
Beim frühen Rückstand geschlafen
Auch nicht ins Konzept passte, dass der SV Seedorf schon nach 5 Minuten mit 0:1 in Rückstand geriet. „Bei dem Freistoß aus bald 50 Metern haben wir einfach geschlafen, uns überraschen lassen. Aber wir haben die Ruhe bewahrt und die Vorgabe war, wir müssen geduldig spielen“, fügt der SVS-Trainer an. Das gelang zunächst jedoch nur bedingt. „Wir wurden trotzdem hektisch, leisteten uns immer wieder Ballverluste und hatten Mühe, in den Sechszehner des SV Wittendorf zu kommen.“
Seedorfer lassen sich nicht entmutigen
Trotz der Fehlschläge ließen sich die Seedorfer Spieler nicht entmutigen, blieben beharrlich dran und überzeugten auch von der moralischen Einstellung, versuchten es immer wieder. Die Gäste zogen sich auf dem engen Kunstrasenplatz auf dem „Lausbühl“ weit zurück, wurde es zudem schwierig, die Lücken zu finden. „Man muss auch anerkennen, Wittendorf hat es gut gemacht, stand kompakt“, so Emanuele Ingrao, der auch ein Lob für den Schiedsrichter hatte, der trotz der intensiven Zweikampfführung mit insgesamt acht Gelben Karten die Partie gut im Griff hatte.
Foulelfmeter und „Ampelkarte“ als Knackpunkte
Als Knackpunkt des Spiels sah Ingrao den Strafstoß nach Foul an Timmy Haag, den Mario Grimmeißen nach einer Stunde zum 1:1 verwandelte. Als beim SV Wittendorf auch noch Kapitän Sandro Mihic in der 81. Minute die „Ampelkarte“ sah, verstärkte der SV Seedorf in der Schlussphase den Druck. Das Abwehrbollwerk der Gäste bröckelte und so belohnte sich der SV Seedorf doch noch mit einem Dreier. Per Distanzschuss sorgte David Benne für die 2:1-Führung und David Seiferling legte in der Nachspielzeit noch das 3:1 nach.
Premierentor von David Benne
Über sein Premierentor freute sich David Benne riesig. „Der Ball kam zu mir zurückgerollt und ich wusste, dass wenn ich ihn gut treffe, der Ball reinfährt und wenn nicht, dann landet er im Fangnetz. Der Ball flog überragend und es war ein geiles Gefühl. Da es mein erster Saisontreffer war, geht die nächste Runde an Getränken auf meine Rechnung“, hatte der Youngster gute Nachrichten für seine Mannschaft.
„Wir haben mit diesen drei Punkten Kontakt nach vorn und konnten unseren Abstand nach unten sogar vergrößern“, zeigte sich Emanuele Ingrao erleichtert über den Sieg. Auch in Hinblick auf die kommende Aufgabe, die den SV Seedorf zum übermächtigen Spitzenreiter FC Rottenburg führt. „In den nächsten Wochen haben wir wieder ein enorm schweres Programm“, macht der SVS-Coach deutlich, dass man sich von der guten Platzierung nicht blenden lassen dürfe.