Landesliga SBFV – die Vorschau
: Schafft der FC Pfaffenweiler den Sprung in die Verbandsliga?

Zeigen die Königsfelder in der Restsaison mehr Konstanz? Gelingt den Donaueschingern doch noch der Klassenerhalt? Die Antworten gibt es ab dem Restart am Wochenende.
Von
Michael Bundesmann und Holger Rohde
Oberndorf
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Auf Nico Anders (links) und den FC Pfaffenweiler wartet eine spannende Rückrunde, in der der Aufsteiger seinen zweiten Platz behaupten möchte.

Holger Rohde

Am Wochenende geht es in der südbadischen Landesliga mit dem 18. Spieltag weiter. Die drei Landesligisten aus dem Schwarzwald-Baar-Kreis – der FC Pfaffenweiler, der FC Königsfeld und die DJK Donaueschingen – haben eine lange und intensive Vorbereitungsphase hinter sich. Die Zielsetzungen der drei Clubs ist völlig verschieden.

FC Pfaffenweiler (2./34)

Am Sonntag startet der FC Pfaffenweiler gegen den SC Konstanz-Wollmatingen gleich mit einem Topspiel gegen den Verfolger in die Restsaison der Landesliga-Rückrunde. Dabei geht der Aufsteiger als Tabellenzweiter mit 34 Punkten und zwei Zählern Rückstand auf Tabellenführer RW Salem ins Rennen.

Aus dem FCP-Trainerteam erläutert Karsten Scheu die Ziele für den Restart: „Die Vorbereitung lief sehr gut, die Jungs haben prima mitgezogen. Mit den Testspielen waren wir grundsätzlich zufrieden.“

Da die Kicker aus Pfaffenweiler erst 15 Partien (Salem 17) absolviert und eine komplette Rückserie zu spielen haben, bietet sich die beste Chance, die Tabellenführung zurückzuerobern. „Wir haben keine Platzierungsziele ausgegeben und beschäftigen uns mit diesem Thema nicht“, so Scheu. Vielmehr geht es ihm darum, „dass wir eine gute Rückrunde spielen. Es wird für uns schwieriger. Die Gegner kennen uns, werden anders gegen uns spielen.“

Wie möchte sich der FCP dagegen wappnen? „Es geht für uns darum, Lösungen zu finden, tiefstehende Mannschaften zu überspielen und unsere Spielidee zu erweitern. Wir wollen nicht nur aus unserem Mittelfeldpressing heraus nach Ballgewinn kontern. Da müssen wir uns neu einstellen, um weiter erfolgreich zu sein.“

Dabei mithelfen soll Neuzugang Bathuan Bak vom Türk SV Singen. Der Mittelfeldspieler hat sich schnell integriert. „Er macht einen sehr guten Eindruck, fügt sich in seine neuen Rolle ein. Er ist für uns eine Bereicherung“, sagt Scheu.

FC Königsfeld (8./21)

Der FC Königsfeld startet am Samstag am Bodensee beim FC Überlingen von Platz acht aus mit 21 Punkten in die Rückserie. Es werden die letzten 14 Begegnungen für Trainer Patrick Fossé sein, bevor er im Sommer sein Amt abgibt.

Zusammen mit FCK-Trainerkollege Mike Seidel sind die Ziele im dritten Jahr nach dem Aufstieg klar formuliert: „Wir wollen so schnell wie möglich den Klassenerhalt schaffen – und nach dem ersten Spiel immer noch vor Überlingen stehen, das einen Punkt mehr hat.“

Nach insgesamt elf Jahren als Trainer des FC Königsfeld, welche persönlichen Ziele treiben ihn nochmals bis Anfang Juni um? „Ich werde meine Arbeitsweise jetzt nicht ändern. Natürlich soll es weiterhin Spaß machen. Wir haben viele junge Spieler, die wir weiterentwickeln wollen.“

Junge Spieler wie Gianluca Scudieri (links) haben beim FC Königsfeld weiteres Entwicklungspotenzial für die Rückrunde.

Foto: Holger Rohde

Die Mannschaft sei insgesamt sehr fit, insbesondere Leistungsträger wie Patrick Lauble und Felix Fehrenbach. „Bei den jungen Spielern hat man gesehen, dass sie gegenüber vor sechs oder neun Monaten einen Sprung nach vorne gemacht haben“, spricht Fossé hier Gianluca Scudieri, Tim Hettich, Maxim Garbusow, Lucas Marincic oder Nico Kroh an. „Es gibt immer eine Menge, was zu verbessern ist, daran arbeiten wir Woche für Woche weiter.“

Mithelfen sollen drei Neue und ein Rückkehrer: Theo Blankenburg kam von der U21 des FC 08 Villingen. „Ihn werden wir behutsam aufbauen und müssen Geduld haben. Er hat wenig Spielpraxis bekommen, weil er länger krank war. Auf lange Sicht hin kann er sich bei uns sicherlich verbessern und beweisen.“

Dominik Eschner ist nach einjähriger Pause von seiner Weltreise und der gut verlaufenden Knie-Operation im Februar „ebenfalls im Aufbau. Da machen wir ebenfalls keinen Druck.“ Partiell einige Spiele wird Enrico Brydniak zur Verfügung stehen. „Er studiert im München. Wir wissen, was wir an ihm haben. Wenn er uns hilft, freuen wir uns immer riesig“, so Fossé.

DJK Donaueschingen (16./14)

Die Donaueschinger wollen im Frühjahr das Unmögliche noch möglich machen und den Klassenerhalt schaffen. Es ist von vier Absteigern auszugehen. Der Rückstand des Tabellenschlusslichts von der Baar auf den ersten Nichtabstiegsplatz (FC Singen 04/12./18) beträgt noch überschaubare vier Punkte.

Dass die Chancen auf den Klassenerhalt zu diesem Zeitpunkt noch intakt sind, ist damit begründet, dass die im Herbst schon scheinbar abgeschlagenen Donaueschinger vor der Winterpause mit dem 2:1-Heimsieg gegen den FC Singen 04 und den beiden Unentschieden in Dettingen sowie bei der SpVgg F.A.L. ein kleines „Comeback“ feierten und punktemäßig wieder an die Konkurrenz heranrückten.

Der Kader

Coach Benjamin Gallmann bleibt weiter positiv. „Ein erfolgreicher Start in die Restsaison ist für uns allerdings sehr wichtig und richtungsweisend, um noch weiterhin Chancen auf den Klassenerhalt zu haben.“ Die Donaueschinger beginnen an diesem Samstag mit dem schweren Auswärtsspiel in Stockach.

Ein Handicap bleibt der kleine Kader der DJK, die mit Ege Öztürk (zuletzt FC Winterthur A-Junioren) nur einen Neuzugang in der Winterpause verzeichneten. Im Schnitt konnte Benjamin Gallmann in den acht Vorbereitungsspielen nur 13 Spieler einsetzen. Diese lobt der Coach: „Die Jungs haben hervorragend in der Testphase mitgezogen.“

Fünf Siege, zwei Niederlagen und ein Unentschieden standen nach den acht Vorbereitungspartien unterm Strich. Angesichts des Torverhältnisses von 27:21 zeigte sich der DJK-Trainer mit den offensiven Leistungen seines Teams sehr zufrieden. „Doch nach wie vor haben wir Verbesserungsbedarf im Spiel gegen den Ball“.

Offen ist weiterhin, ob Benjamin Gallmann in der nächsten Saison noch Trainer bei der DJK ist. „Eine Entscheidung fällt in den kommenden zwei Wochen“, betont der Donaueschinger Coach.

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Freitag um 12.00 Uhr
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