Landesliga BSV Schwenningen: Jago Maric warnt – Schwenninger „Polster ist aufgebraucht“

Mit den letzten Auftritten seiner Mannen konnte Schwenningens Trainer Jago Maric nicht zufrieden sein.
Heinz WittmannLandesliga: SV Nehren – BSV 07 Schwenningen (Sonntag, 14.30 Uhr). Die Hausherren aus dem Landkreis Tübingen hatten am vergangenen Wochenende spielfrei, sind mit 31 Zählern aus 15 Partien Vierter. Die Nehrener spielen eine überraschend starke Saison, waren phasenweise Spitzenreiter.
Ende September bis Ende Oktober kam dann aber eine Phase, in der das Team von Trainer Pedro Keppler vier von fünf Spielen verlor. Nun, im November, gab es aber mit einem Heim-2:0 gegen Freudenstadt und einem 4:1-Erfolg in Tuttlingen wieder zwei Siege.
Der SVN hat ein Torverhältnis von 33:17. Bester Schütze ist Philipp Frank mit sieben Treffern. Nehren holte daheim in sieben Partien 18 Zähler (Platz vier) und auswärts in acht Begegnungen 13 Punkte (Rang fünf).
Gar nicht läuft es aktuell beim BSV. Die Schwenninger sind seit sechs Partien sieglos. Am vergangenen Samstag setzte es eine 0:1-Heimniederlage gegen Tuttlingen. Der BSV ist mit 18 Punkten aus 15 Spielen Tabellenneunter. Bei den Nullsiebenern ist es Zeit, den Abstiegskampf auszurufen und entsprechend zu Werke zu gehen. Der Vorsprung auf den Relegationsplatz 13 – den der SSC Tübingen einnimmt – beträgt nur drei Punkte und dabei hat Tübingen noch ein Spiel weniger absolviert.
Abstiegskampf ein realistisches Szenario für den BSV
„Man braucht nichts schönzureden, wir sind jetzt gefordert“, weiß Coach Jago Maric. Und ja, der Abstiegskampf könne zu einem realistischen Szenario werden. „Wenn man die Tabelle anschaut, müssen wir uns ernsthaft damit beschäftigen“, gibt Maric auf Nachfrage zu. Der Schwenninger Übungsleiter weiter: „Das Polster ist aufgebraucht. Daran sind wir selbst schuld, wir haben zu viele Punkte unnötig liegen lassen.“
Zum kommenden Gegner sagt Maric: „Nehren hat eine sehr gute Hinrunde gespielt. Die haben einen Rasenplatz, auf dem wir uns letzte Saison schon schwer getan haben, es wird dort alles andere als einfach.“ Der Trainer fordert von seinen Mannen: „Wir müssen alles investieren. Wir müssen an uns glauben und uns dann belohnen.“
Spielt das Wetter mit?
Hinter den Einsätzen der angeschlagenen George Esendige und Marek Osada stehen noch Fragezeichen. Große Umstellungen will Maric aber ohnehin nicht vornehmen. Es gilt sich einzuspielen und vor der Winterpause noch so viele Punkte wie möglich zu holen.
Die Partie in Nehren ist allerdings aufgrund der Witterungsbedingungen gefährdet. Am kommenden Wochenende hat der BSV spielfrei. Dann in der ersten Rückrundenpartie am Nikolaustag will Maric mit seinen Mannen unbedingt noch einen Dreier einfahren.