Jugendspielleiter Bezirk Nordschwarzwald
: So würde Rudolf Kittel sein Amt attraktiver gestalten

Rudolf Kittel hat das Amt von Wolfgang Ottmar als Bezirksjugendleiter übernommen. Er selbst ist seit 20 Jahren im Bezirk aktiv und hat beim Organisieren des neuen Bezirks Nordschwarzwald seinen Beitrag geleistet. Wir haben ihn gefragt, wie wieder mehr Nachwuchs gefunden werden kann.
Von
Concetto Longo
Oberndorf
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Rudolf Kittel möchte an der Attraktivität seines Amtes etwas beitragen.

Rudolf Kittel

Rudolf Kittel wurde am Bezirkstag als Bezirksjugendleiter gewählt.

Er selbst definiert die Zukunft des neuen Bezirks Nordschwarzwald als gut, denn alle Positionen seien überragend aufgestellt. „Ich sehe eine super Zukunft für unseren Bezirk. Alle Postionen sind gut besetzt und alle Mitarbeiter sind hoch motiviert. Auch die Vorbereitungen für die kommende Saison sind geglückt“, so Kittel über den Bezirk Nordschwarzwald und die Saisonvorbereitung.

Er selber hat in seinem Amt die Aufgabe, ein Ansprechpartner für die Vereine zu sein und er übernimmt die Koordination der Vereinsjugendarbeit. Außerdem bereitet er die Sitzungen vor und versucht die Mannschaften zu vervollständigen, die nicht genügend Spieler haben.

Zu wenig Teams

Auch über die Zusammenarbeit mit den Calwer Vereinen hat Kittel einer sehr positive Meinung. „Die Zusammenarbeit mit den Vereinen aus Calw ist sehr gut. Wir haben immer gute Gespräche geführt, ich bin zuversichtlich, dass das alles gut laufen wird“, so Kittel.

Eine der Problematiken ist die Anzahl der Mannschaften in den Ligen. „Es ist ein aktuelles Problem, was wir angehen müssen. Bei den Bambini und F-Jugend gibt es genug Spieler, da ist das Interesse am Fußball noch ziemlich groß. Ab der C-Jugend beginnt dann der Mangel an Spielern. In den weiteren Jugenden wird es immer schlimmer, wie beispielsweise in der A-Jugend und B-Jugend. Dort gibt es immer mehr Spielgemeinschaften, was die Anzahl der Mannschaften in den Ligen deutlich beeinträchtigt.“

Er selbst ist im Bezirk kein unbekanntes Gesicht, denn der 67-Jährige ist seit 20 Jahren aktiv. Seit 2007 ist er Staffelleiter, und er war drei Jahre lang der stellvertretende Bezirksjugendleiter an der Seite von Wolfgang Ottmar, der nun als Bezirksvorsitzender des neuen Bezirks Nordschwarzwald gewählt wurde. Nicht nur der Mangel an Mannschaften ist eine Problematik für den gesamten Bezirk, sondern auch der Altersdurchschnitt der Mitglieder. Ein Problem, das oft thematisiert wird ist: „Es sind immer die Gleichen.“

„Wir“ wichtiger als „Ich“

„Wir müssen die Ämter attraktiver gestalten, vor allem für die jüngeren Menschen. Es gibt einiges, was sich ändern müsste. Einer der Punkte ist die Bezahlung, die unpassend ist. Es ist schon einiges an Stress, was auf einen zukommt, und da ist das Geld, das man bekommt, nicht ausreichend“, so Kittel.

Er fügte noch hinzu: „Meiner Meinung nach sollte man den Einstieg auch erleichtern. Nicht sofort mit einer dreijährigen Amtszeit beginnen, sondern einer Art Probephase. Denn so fühlen sie sich nicht gleich auf ewig gebunden und können ohne Druck mal testen, ob es ihnen gefällt. Auch die Betriebe müssten den Mitgliedern mehr Unterstützung geben. Wir machen das alles ehrenamtlich und müssen bei Schulungen oder Seminaren immer Urlaub nehmen. Auf Dauer ist das sehr stressig und nimmt dem Amt die Attraktivität. Was uns langjährige Mitglieder von den Jüngeren auch unterscheidet, ist die Einstellung. Denn für uns ist das ’Wir’ wichtiger als das ’Ich’.“ Kittel hofft, hier einen Beitrag dazu leisten zu können.

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