Janina Hettich-Walz Biathlon
: Schwarzwälderin über den Winter, Rücktrittsgedanken und Mama-Zeit

Ein langer Winter endete für die weltbesten Biathletinnen und Biathleten am Sonntag mit dem letzten Weltcup in Oslo. Das sagt Janina Hettich-Walz (SC Schönwald) zu ihrer Saison.
Von
Gunter Wiedemann
Oberndorf
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Janina Hettich-Walz überquert beim Massenstart in Oslo als Zehnte die Ziellinie.

Imago/Gabor Baumgarten

Die Lauterbacherin hatte am Sonntag am legendären Holmenkollen bis zum vierten und letzten Schießen sogar die Chance auf den Sieg, doch folgten beim abschließenden Massenstart noch zwei Fehler. Die 29-Jährige kam so auf Rang zehn ins Ziel, was im Gesamtweltcup mit 360 Punkten den 17. Rang bedeutete.

Damit war die Schwarzwälderin die drittbeste DSV-Biathletin hinter der nach den Olympischen Spielen zurückgetretenen Franziska Preuß (16.) und Vanessa Voigt (14.).

„Nur Mama“

Auch Janina Hettich-Walz hatte mit dem Gedanken gespielt, die Karriere zu beenden.„Ich habe mir auch lange überlegt, ob ich noch ein Jahr weitermache.“ Doch die junge Mutter stellte noch in Oslo klar, dass sie auch im kommenden Winter „dabei“ sein wird. Zunächst, so die 29-Jährige im ZDF weiter, möchte sie nun aber erst einmal „nur Mama sein“.

Das Stehendschießen

„Bis zum letzten Schießen war ich vorne mit dabei. Und dann verschieß ich einmal mehr im Stehendanschlag. Das ist schon ärgerlich und zieht sich durch die ganze Saison“, blickt Janina Hettich-Walz in einem Instagram-Interview von Viessmann Sport auf die beiden letzten Fehler im Stehendanschlag in Oslo, die ihr einen möglichen Podestplatz kosteten.

Somit blieb der vierte Platz im Sprint von Otepää (Estland) die beste Einzelplatzierung in diesem Winter. Dazu kamen dritte Ränge mit der deutschen Staffel. Bei den Olympischen Spielen in Antholz sprang der starke achte Platz im Einzel heraus, mit der Staffel landete die Schwarzwälderin bei den Winterspielen auf Rang vier.

Bilanz und Ausblick

Nun also freut sich Janina Hettich-Walz auf ihre Familie in Lauterbach, auf die Zeit in der Heimat. „Ich hoffe, dass nächstes Jahr das Glück etwas mehr auf meiner Seite ist. Oft waren die Fehler sauknapp“, nimmt die 29-Jährige vom abschließenden zehnten Rang im Massenstart viel Motivation mit. „Mit der Top 10 aufzuhören, das ist auch nicht so schlecht“, mache es „sehr viel Spaß“, ganz vorne mitzulaufen. „Das letzte Quäntchen fehlt einfach noch.“

Es sei eine „gemischte Saison“ nach der Babypause gewesen. „Es waren einige gute Rennen dabei“, aber insgesamt habe sie vor allem im Stehendanschlag zu viele Scheiben stehen gelassen. „Daran möchte ich arbeiten.“

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