Im Villinger Schneetreiben: Bittere Anfangsphase beendet Laufenburger Pokaltraum

Sandro Knab ließ mit seinem Foulelfmeter zum 2:4 nochmal Hoffnung aufkeimen.
Daniel FleigNach einem turbulenten Pokalspiel musste sich Verbandsligist SV 08 Laufenburg am Ende trotz großer Moral mit 2:4 beim Oberligisten aus Villingen geschlagen geben. Entscheidenden Anteil an der Niederlage hatten dabei die ersten zehn Minuten der Partie, in denen man früh ins Hintertreffen geriet.
Bereits nach gut einer Minute führten individuelle Fehler zum frühen 0:1. Nur wenige Minuten später folgte der nächste Rückschlag: Wieder ein individueller Patzer, wieder ein Gegentor. 0:2 nach gerade einmal sechs Minuten.
„Genau das, was nicht passieren darf“
„Wir haben die ganze Woche davon gesprochen, dass wir stabil stehen und die Null lange halten wollen. Und dann passiert genau das, was nicht passieren darf“, ärgerte sich SV 08-Chefcoach Michael Hagmann über die bittere Anfangsphase.
Dennoch zeigte das Team im weiteren Verlauf Moral. „Da muss ich der Mannschaft ein riesiges Kompliment machen“, betonte der Coach. Man habe alles reingeworfen und sich zurück ins Spiel gekämpft. Der Anschlusstreffer zum 1:2 (30.) durch Sandro D’Accurso brachte neue Hoffnung, und phasenweise wackelte auch Villingen.
Der Oberligist ließ aber nicht locker und erhöhte dann aus dem Spiel heraus auf 3:1 (37.). „Das machen sie gut, da kann ich meiner Hintermannschaft keinerlei Vorwürfe machen“, so Hagmann. Mit dem Pausenpfiff kam es dann noch dicker für die Gäste. Nach einem Foul von Paul Mendy zeigte Referee Julian Gumz auf den Punkt und Christian Derflinger verwandelte zum 4:1 (45.). „In Villingen mit 1:4 in die Halbzeit zu gehen ist natürlich richtig übel. Schwer, aber nicht unmöglich. Das habe ich den Jungs dann auch gesagt“, erklärt Hagmann.
Knabs Treffer macht den Gästen Hoffnung
Mit Sandro Knabs Foulelfmeter zum 2:4 (57.) keimte erneut Hoffnung auf. „Wenn das 3:4 fällt, dann haben wir auch die Fähigkeiten, das 4:4 zu machen.“ Laufenburg erarbeitete sich mehrere Abschlusschancen, doch ein Treffer wollte nicht mehr fallen.
„Über das ganze Spiel gesehen hat Villingen verdient gewonnen. Wir haben in den ersten zehn Minuten Lehrgeld gezahlt“, resümierte Hagmann abschließend. Mut, Offensivdrang und Selbstvertrauen sollen nun mit in den Liga-Alltag genommen werden, wo der SV 08 am Samstag (15.30 Uhr) den SV Niederschopfheim im Waldstadion empfängt.
Dem hiesigen Ligakonkurrenten aus Auggen steht an diesem Wochenende eine Mammutaufgabe bevor. Am Sonntag (15 Uhr) gastiert der unangefochtene Spitzenreiter aus Teningen im bidirex-Sportpark. Die Gäste stellen sowohl den besten Angriff (65 Tore) als auch die beste Abwehr (19 Gegentore) der Verbandsliga und sind auf Kurs in Richtung Oberliga. Besonders auf eigenem Platz ist dem FCA aber auch gegen den Spitzenreiter etwas zuzutrauen.