Handball
: Topspiel geht an die „Jets“

Handball-Regionalliga Der TSB Schwäbisch Gmünd bleibt weiter der Angstgegner der HSG Albstadt. Mit 34:38 (15:18) unterliegt der Spitzenreiter.
Von
Rainer Jock
Oberndorf
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Fynn Menzel unterlag mit der HSG Albstadt mit 34:38 bei Angstgegner Schwäbisch Gmünd.

Eibner

Im Spitzenspiel der Regionalliga setzte sich der TSB Schwäbisch Gmünd gegen den Tabellenführer HSG Albstadt nach intensiven 60 Minuten mit 38:34 (18:15) durch.

Zum vierten Mal hintereinander schafften es die Ballwerfer aus der Zollernalbregion nicht gegen die Gmünder „Jets“ Zählbares einzuheimsen. Allerdings standen im Topspiel nicht die beiden Spitzenteams aus Albstadt und Schwäbisch Gmünd im Vordergrund, sondern die beiden Unparteiischen, die sich durch eine kuriose und strittige Regelauslegung immer wieder ins spielerische Geschehen einmischten.

Zeitstrafen-Festival

„Der gegnerische Trainer Aaron Fröhlich und ich sahen uns nach dem Spiel an und mussten uns schon wundern, wie viele Zeitstrafen heute zusammenkamen. Wir beide waren mit vielen Entscheidungen von ihnen nicht glücklich. Sicherlich gab es in dieser Runde schon viel härtere Spiele, in denen nicht so viele Zwei-Minuten-Strafen verhängt wurden“, gab Albstadts Cheftrainer Andreas Wendel nach Spielende zu Protokoll und ergänzte: „Schade, dass man so ein Topspiel nicht die Mannschaften entscheiden lässt.“ Rekordverdächtig, mussten beide Teams insgesamt 32 Strafminuten auf der Bank absitzen, wobei die HSG Albstadt davon 18 Minuten kassierte.

Vor dem Spiel gab Wendel die Favoritenrolle an die Gastgeber weiter. Nach den jüngsten Niederlagen waren die Gmünder gezwungen, dem Tabellenführer ein Bein zu stellen, wollten sie noch ein gehöriges Wörtchen um den Aufstieg in die dritte Liga mitreden. „Ich habe das Gefühl, dass sie massiven Druck haben. Sie werden nach der Niederlage in der Vorwoche mit Sicherheit mit einer großen Portion Wut im Bauch gegen uns auftreten“, orakelte Wendel vor der Partie und sollte recht behalten.

Rasanter Beginn

Es ging rasant los vor dem erwarteten Hexenkessel auf der Ost-Alb. Die ersten beiden Tore gehörten gleich den Albstädtern. Julian Thomann und Mannschaftskapitän Patrick Lebherz setzten sich erfolgreich durch und brachten die Gäste gleich mit zwei Toren in Front. Die Führung hielt aber nicht lange Bestand. Mit drei Treffern in Folge antworteten die „Jets“ sehenswert und drehten den Rückstand in eine 3:2-Führung (5.), welche aber durch Rechtsaußen Gregor Thomann prompt zum 3:3 egalisiert wurde. Danach stockte der HSG-Motor. Aus dem 3:3 stellten die Gmünder mithilfe eines 4:0-Laufes auf 7:3. Albstadt leistete sich eine Phase von acht Minuten ohne eigenes Tor. Diesen Bann konnte Rückraumspieler Lasse Fuchs zum 4:7-Anschluss in Minute 13 brechen. In der Folge lagen die „Jets“ stets drei, vier Tore vorne. Aufgrund der vielen Zeitstrafen stand kaum eine Mannschaft in Vollbesetzung auf der Platte. Etwas besser im Angriff machten es die Gmünder, die sich im Abschluss sehr treffsicher präsentierten und sich eine 18:15-Führung zur Halbzeitpause erarbeiteten.

Hoch motiviert das Spiel nochmals zu drehen, kamen die Albstädter zur zweiten Halbzeit aufs Parkett. Obwohl man mehrmals auf ein Tor dran war, schaffte es Lasse Fuchs erst beim 25:25 wieder, die Uhren auf Null zu stellen. Heimtrainer Fröhlich sah sich gezwungen, die starke Gästephase mithilfe einer einberaumten Auszeit einzudämmen und stellte seine Mannen auf die Schlussphase neu ein. Danach zeigten sich die Gmünder spielbestimmender und vollstreckten im Torwurf konsequent. Die Albstädter scheiterten zu oft am eingewechselten TSB-Keeper, der sein Tor regelrecht vernagelte. Tom Abt, der sich nach dem Spiel mit neun Treffern in den Spielbericht eintrug, vollstreckte in Minute 57 zum vorentscheidenden 35:32.

TSB-Keeper läuft heiß

„Am Ende waren es vier, fünf Paraden mehr beim Torhüter, die ausschlaggebend für den Sieg für Gmünd waren. Wir haben alles versucht. Gratulation an Gmünd, die heute einfach besser waren“, sagte Wendel anerkennend. HSG Albstadt: Camovic, Julian Mayer; Fuchs (8), Gregor Thomann (7), Lebherz (6), Fabian Mayer (5), Julian Thomann (5), Fuoß (2), Elias Flügel (1), Alilovic, Betz, Bänsch, Simon Flügel, Hartmann, Menzel, Tadic.

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