Handball Regionalliga
: Emotion pur bei der HSG Albstadt

Durch eine überragende Mannschaftsleistung gewinnt die HSG Albstadt auch ihr zweites Regionalligaspiel gegen den VfL Waiblingen mit 41:35 (20:19).
Von
Frank Campos
Oberndorf
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Tim Bänsch machte ein Wahnsinnsspiel im HSG-Rückraum und erzielt insgesamt sieben Tore.

Kara

Mann der ersten Halbzeit war Gregor Thomann, der allen Widrigkeiten zum Trotz die Schwarz-Roten im Spiel hielt und mit seinen neun Toren bei Tempogegenstößen und von der Siebenmeterlinie dafür sorgte, dass die HSG zur Halbzeit mit 20:19 führte.

Zweimal Rot zu Beginn

Doch erst einmal chronologisch: Die Partie gegen den VfL Waiblingen hatte viel Zunder. Noa Alilovic musste nach nicht mal fünf Minuten mit Rot vom Feld. Nach etwas mehr als zwölf Minuten erwischte es mit Julian Thomann den nächsten Albstädter. Die Unparteiischen wirkten nicht immer glücklich in ihren Entscheidungen. Zu diesem Zeitpunkt stand es 10:7 für die Gäste, die ziemlich ruppig verteidigten. So musste der im Zollernalbkreis noch gut bekannte Nick Bischoff auch zweimal mit zwei Minuten runter und kam fortan bis zum Seitenwechsel nur noch in der Offensive zum Einsatz.

Torhüter als Gamechanger

Eine Gamechanger war an diesem Sonntagnachmittag in der Ebinger Mazmannhalle sicherlich Julian Mayer, der nach 15 Minuten für Edis Camovic auf die Platte kam. Mit seinen Paraden und den Toren von Gregor Thomann schmolz der Vorsprung der Gäste und beim Treffer zum 17:16 durch den für Julian Thomann in die Spielmacherrolle geschlüpften, Dennis Fuoß lag die HSG Albstadt erstmals in diesem umkämpften Spiel in Führung.

Neue Rolle für viele Spieler

Nach der Pause hatten die Gäste kurz das Momentum auf ihrer Seite und führten ihrerseits plötzlich mit 21:20, doch postwendend drehte die Mannschaft von Trainer Andreas Wendel die Partie erneut und ging durch den starken Tim Bänsch ihrerseits mit 24:22 in Front. Kurz darauf baute Gregor Thomann den Vorsprung erstmals auf drei Tore aus.

Der Schlüssel zum Erfolg

Der VfL Waiblingen blieb jedoch im Spiel und kam auch in Unterzahlsituationen immer wieder zu Toren. Die Partie blieb eng. Der Albstädter Schlüssel zum Erfolg war dann, dass immer wieder Anspiele an den Kreis verhindert wurden.

Felix Klumper mit Wurfgewalt

Beim Stande von 34:31 ging es in die letzten zehn Minuten. Torhüter Julian Mayer ließ weitere Paraden folgen, Elias Flügel erzielte den Treffer zum 37:33 im Gegenzug selber, ehe er in der Defensive das Offensivfoul zog. Schließlich traf Youngster Felix Klumpner und machte mit seinem von der Albstädter Bank umjubelten Treffer die 40 Tore voll.

Julian Mayer sagte nach der Partie: „Ich bin der Typ, der nach Paraden auch die Zuschauer mitnimmt. Das hat uns richtig gepusht. Das haben wir heute nach den beiden Roten Karten wirklich gebraucht. Jeder Spieler hat eine überragende Leistung gebracht.“

HSG Albstadt: Camovic; J. Mayer: G. Thomann (14), Bänsch (7), F. Mayer (6), Lebherz (5), E. Flügel (3), Fuoß (3), Alilovic (1), Klumpner (1), J. Thomann (1), Betz, Ehrenfried, S. Flügel, Hartmann, Tadic.

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