Handball
: Die HSG Albstadt hat noch eine Rechnung offen

Der Tabellenführer aus Albstadt möchte sich am Sonntagnachmittag gegen den TVS 1907 Baden-Baden für die bittere Hinspielniederlage revanchieren.
Von
Rainer Jock
Oberndorf
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Fynn Metzel (mit Ball) peilt mit seiner HSG Albstadt einen Sieg gegen den Tabellenfünften TVS 1907 Baden-Baden an.

Eibner

REGIONALLIGA MÄNNER HSG Albstadt – TVS 1907 Baden-Baden (Sonntag, 17 Uhr). Für die Regionalliga-Handballer der HSG Albstadt beginnt am Sonntag das Sportjahr 2026 mit einem Heimspiel gegen den TVS 1907 Baden-Baden.

Hinter den Zollernalb-Ballwerfern liegt ein sehr erfolgreiches Jahr 2025. Insbesondere die Hinrunde der aktuellen Saison kann sich mehr als sehen lassen. Mit imposanten und nicht erwartbaren 23:7-Punkten beendeten die Schwarz-Roten die Hinrunde auf dem ersten Tabellen- und somit auf einem Aufstiegsplatz in der Regionalliga Baden-Württemberg.

Positives Zeugnis vom Trainer

HSG-Trainer Andreas Wendel stellte nach dem letzten Spiel, beim Kantersieg gegen Schlusslicht TSV 1899 Blaustein, seiner Mannschaft ein durchweg positives Zeugunis aus. „Wir haben mit unseren Gegebenheiten absolut das Maximum herausgeholt. Ich würde uns die Schulnote Eins plus geben.“ Insgesamt zeigte sein Team famose Vorstellungen und konnte elfmal die Platte als Sieger verlassen. Das 44:29 über Blaustein bedeutete den fünften Sieg in Folge. Ganz klar, Albstadt ritt auf einer selbst entfachten Erfolgswelle. „Schade, dass es jetzt in die Winterpause geht, denn wir sind im absoluten Flow. Ich hätte gerne weitergespielt – auch wenn die Pause mental allen guttut“, sagte Wendel nach dem letzten Saisonspiel im Kalenderjahr 2025.

Wendel-Team überwintert als Herbstmeister

Da Albstadts größer Konkurrent TSB Schwäbisch Gmünd (21:9-Zähler) überraschend sein Heimspiel gegen den TuS Steißlingen verlor, konnten die Thomann-Brüder, Lebherz und Co. Weihnachten gar als aktueller Herbstmeister feiern. Ein mehr als möglicher Aufstieg in die 3. Liga ist unter dem Mazmann bereits ein großes Thema geworden. Wendel möchte auf dieses Thema allerdings nicht weiter eingehen und stellt den Fokus ganz klar auf die nächste sportliche Begegnung gegen Baden-Baden.

„Tatsächlich versuche ich das Thema Aufstiegsplatz, solange wie möglich auszublenden. Es ist aber tatsächlich nicht immer möglich. Ich habe eher die Herbstmeisterschaft gefeiert“, so der Coach. Mit dem letztjährigen Drittligisten hat man noch eine Rechnung offen. Im Hinspiel verloren die Albstädter maximal unglücklich.

Erste Niederlage für die Älbler im Hinspiel

Während die Albstädter am dritten Spieltag mit zwei Siegen aus zwei Spielen in den Baden-Badener Stadtteil Sandweier reisten, konnten die Gastgeber nach zwei Auftaktpleiten noch keinen Punkt in der Bilanz vorweisen. Der Absteiger hatte sich den Auftakt komplett anders vorgestellt und war gegen die HSG, die ohne ihren Abwehr- und Kreisspieler Fabian Mayer auskommen musste, umso mehr motiviert, die ersten Punkte einzufahren. Nach einem wahren Handballkrimi, bei welchem die Gäste aus Albstadt in der gut gefüllten Rheintalhalle noch mit 21:18 zur Pause führten, bekamen die Albstädter nach einem Foul und der folgerichtigen Disqualifikation in den Schlusssekunden für die letzte Aktion des Spiels, einen Strafwurf zugesprochen. HSG-Rückraumspieler Lasse Fuchs, der zuvor alle seine vier Strafwürfe sicher im Heimtor unterbringen konnte, trat an und scheiterte am stark reagierenden Heimkeeper Moritz Ebert. Andreas Wendel war trotz der ersten Saisonniederlage nicht unzufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft: „Auch, wenn wir keinen Punkt mitgenommen haben, haben wir eine gute Vorstellung abgeliefert. Auch der gegnerische Trainer Sandro Catak stimmte zu, das Spiel hatte keinen Sieger verdient. Ein Unentschieden wäre das gerechte Ergebnis gewesen.“ Seither hat sich bei den Gästen aber einiges getan. Erst vor wenigen Tagen präsentierten die Verantwortlichen des TVS in Marius Merkel und Markus Koch ein neues Trainerduo zur kommenden Saison. Der bisherige Coach Catak, der mit dem TVS zwei Aufstiege in die 3. Liga feiern konnte, gab nach sieben Jahren seinen Rückzug zum Saisonende bekannt.

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