Fußballprofi aus Oberndorf: Ruben Müllers Debüt in der zweiten Bundesliga verzögert sich

Ruben Müller (rechts, hier mit Vater Frank) muss auf seinen ersten Einsatz in der zweiten Liga noch etwas länger warten.
MüllerWenn am Samstagmittag im Paderborner Stadion – offizieller Name: Home Deluxe Arena – der Ball rollt, beginnt für Ruben Müller eine neue Zeitrechnung. Der Oberndorfer, der im Sommer aus der U23 des SC Freiburg zum SC Paderborn wechselte, startet dann mit seinem neuen Verein in die Saison der 2. Fußball-Bundesliga.
Zu einem Debüt im Profifußball wird es für den 19-Jährigen im Heimspiel gegen Kiel jedoch noch nicht kommen. Denn zum Ende der Vorbereitung war Müller angeschlagen, die Generalprobe am vergangenen Wochenende gegen das Premier-League-Team Leeds United verpasste er.
Zu Wochenbeginn war er wieder im Training – kurzzeitig. Am Donnerstag verkündete sein Verein dann auf der Pressekonferenz Müllers Ausfall. Er laboriere an Adduktorenproblem, hieß es.
Der Vater will einige Spiele des Sohnes live sehen
Wenn Frank Müller, Vater von Ruben, am Wochenende also nach Paderborn fährt, wird er also seinen Sohn nicht live spielen sehen, sondern kann ihm nur beim beim Umzug helfen. Im Laufe der Saison will Frank Müller aber immer wieder die Spiele des SCP live und vor Ort anschauen. „Ich bin ein Fußballfan und natürlich fiebert man mit seinem Sohn noch mal mehr mit“, sagt er.
Vorfreude auf die Saison
Auch Ruben Müller blickt gespannt auf die Saison, es ist seine erste im Profifußball. „Ich freue mich auf die Saison und auf jedes Spiel“, sagte er – vor seiner Verletzung – in einem Video-Interview der „Neuen Westfälischen“, die den Zweitligisten ins Trainingslager während der Vorbereitung begleitete.
Kampf um den Stammplatz auf der rechten Seite
Dabei wurde der Rechtsverteidiger, der auch im Mittelfeld zum Einsatz kommen kann, zu seinen Zielen für die kommende Saison befragt – auch im Hinblick auf einen Stammplatz. Seine Antwort? Bescheiden. „Ich trainiere ganz normal und probiere, mein Bestes zu geben. Und wenn es zum Stammplatz reicht, freue ich mich.“
Im Kampf um einen Stammplatz auf der rechten Seite (Müller: „Ich kann auch links spielen, aber die Hauptposition ist rechts.“) ist der verpasste Saisonstart allerdings ein erster Rückschlag für den 19-Jährigen, der früher bei der SpVgg Oberndorf und dem SV Zimmern spielte, ehe er 2020 zum SC Freiburg wechselte.
Acht Scorer in der Regionalliga Südwest
In der Vorsaison absolvierte er 32 Partien in der Regionalliga Südwest. Drei Tore und fünf Vorlagen stehen für den Oberndorfer, der Flanken als eine seiner Stärken bezeichnet, in der Statistik. Damit macht er höherklassige Clubs auf sich aufmerksam, im Sommer gelang der Sprung in die zweite Liga.
Zimmernachbar ist ein alter Bekannter vom SC Freiburg
Beim Vorjahresvierten und Fast-Aufsteiger der zweiten Liga ist Müller einer von mehreren jungen Neuzugängen. Einen von ihnen kennt Müller bereits vom Sport-Club aus Freiburg: Marco Wörner. Im Trainingslager teilen sich die beiden Neu-Profis ein Zimmer.
Wann die beiden zum ersten Mal auch gemeinsam auf dem Rasen stehen werden, ist derzeit aber noch nicht klar.
