VfL Nagold – SG Empfingen
: „Gute Mannschaften stehen immer wieder auf“

Die SG Empfingen verpasst nach dem 2:2-Remis in Nagold erneut die Vizemeisterschaft. Die Gefühle von Cheftrainer Alexander Eberhart bewegen sich zwischen Enttäuschung und Stolz.
Von
Lorenzo Ligresti
Oberndorf
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Pascal Schoch (rechts) erzielte in Nagold den Treffer zum zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich.

Kraushaar

„Gute Mannschaften stehen immer wieder auf, das habe ich auch den Jungs gestern nach dem Spiel gesagt“, erzählte Empfingens Cheftrainer Alexander Eberhart einen Tag nach dem 2:2-Unentschieden seiner Mannschaft beim VfL Nagold, mit dem man den Relegationsplatz in der Landesliga am letzten Spieltag endgültig verpasste. Außerdem habe er die Parallele zu Jürgen Klopp und dessen Zeit beim FSV Mainz 05 verglichen, so der Übungsleiter. „Die sind damals auch mehrmals dramatisch am Aufstieg gescheitert. Aber dann sieht man eben, wo sie heute stehen.“

Hoffnung nach Doppelschlag

Lange sah es danach aus, als könnte die SGE am letzten Spieltag doch noch an den Nagoldern vorbeiziehen. Nach dem frühen Rückstand brachten Pascal Schoch und Philipp Kress die Gäste vor einer beeindruckenden Kulisse von 1300 Zuschauern innerhalb von weniger als zwei Minuten auf die Siegerstraße. Elias Bürkle glich per Foulelfmeter nach einer halben Stunde jedoch wieder aus – und dieses 2:2 brachte der VfL am Ende über die Zeit. Aufgrund des schlechteren Torverhältnisses verpassen die Empfinger deshalb – wie schon in der Saison 2023/24 – die Relegation knapp. „Klar, die beiden Gegentore nach Standardsituationen waren bitter. Aber in der zweiten Halbzeit war Nagold einen Tick besser, so ehrlich muss man sein“, konnte Eberhart seiner Mannschaft nach der Punkteteilung keinen großen Vorwurf machen.

Auch wenn die Enttäuschung direkt nach dem Abpfiff im Lager der SGE natürlich groß war, freuten sich die Akteure darüber, den 1300 Zuschauern im Reinhold-Fleckenstein-Stadion einen packenden Fußballabend beschert zu haben. „Es war eine tolle Kulisse! Jeder neutrale Zuschauer bekam heute ein geiles Spiel zu sehen. Bei so einer Stimmung lohnt es sich, sich den Allerwertesten aufzureißen“, meinte SG-Schlussmann Matthias Müller. Und auch Eberhart versucht nun, die Enttäuschung möglichst schnell hinter sich zu lassen: „Auch nach einer Nacht ist das natürlich schwer. Aber wir haben so eine ähnliche Situation ja schon einmal durchlebt – und sind dieses Jahr stärker zurückgekommen. Das müssen wir jetzt wieder schaffen. Bald wird der Stolz auf das, was wir geleistet haben, überwiegen. Und dann starten wir eben in der kommenden Saison den dritten Anlauf!“

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