Sieg gegen Verbandsligisten: VfB Bösingen gelingt im WFV-Pokal eine echte Überraschung

Dank starker Defensivarbeit steht der VfB Bösingen (in Weiß) im Achtelfinale.
Holger RohdeWFV-Pokal, 3. Runde: VfB Bösingen – FC Rottenburg 2:1 (1:0). Der Pokalschreck hat wieder zugeschlagen: Mit einer Energieleistung darf der VfB nun im Achtelfinale von einem dicken Fisch aus der 3. Liga oder Regionalliga träumen.
Der Stürmer Oleh Stepanenko (21/seit Mai lange gesperrt nach dem Platzverweis-Vorfall in Tuttlingen letzte Saison) fehlte beim Gast weiterhin, ebenso Leon Oeschger und Markus Behr aus der Abteilung Offensive. Beim VfB „müllerte“ es zunächst nur von der Bank (Torsten), da Marius Müller seine Sperre absaß.
Auf dem Platz agierte Bösingen von Beginn an lauf- und zweikampfstark. Das Engagement wurde schnell belohnt: Nach einem Zuckerpass in die Spitze auf Julian Schneider zog dieser los und legte vor dem Tor quer – Ben Fischer versenkte. Es war in der 12. Minute des erste Pflichtspieltor im VfB-Trikot für den Neuzugang.
Fortan stand die Heimelf defensiv kompakt und Rottenburg fand bis zur Pause nicht ins Spiel. Keeper Julian Häfner verhinderte zweimal gegen Ben Fischer sowie Schneider (34.) das 2:0.
Ron Armbruster musste kaum eingreifen, doch blieb der Favorit nach der Pause druckvoller und hatte mehr Ballbesitz. Um so wichtiger war, dass der VfB einen zweiten Treffer nachlegen konnte.
Keine 200 Sekunden auf dem Feld, kam der eingewechselte Andy Zimmermann auf der linken Strafraumseite an den Ball und versenkt per Flachschuss eiskalt zum 2:0 (76.). Der Gast gab nicht auf, René Hischka vergab zuvor das sichere 1:1 (72.) und Joker Maxim Ackermann verkürzte per Flachschuss auf 2:1 (83.). In der 89. Minute hätte Heberle zum 2:2 treffen müssen.
So aber ging es nicht in die Verlängerung, sondern der VfB feierte den Einzug ins Achtelfinale. „Kompliment an meine Jungs, die von der ersten Minute an sehr gut vorbereitet waren. Der Sieg war verdient, wir hatten die besseren Chancen, auch wenn es am Ende noch einmal eng wurde. Jetzt hoffen wir auf ein tolles Los wie die Stuttgarter Kickers oder SGV Freiberg“, sagte VfB-Trainer Peter Leopold nach dem Spiel. Der Gegner wird am Sonntag in Bösingen ausgelost. VfB Bösingen: Armbruster - Jochem, Le. Schlosser (82. Botzenhart), Ruf, Bihler, Dobricean, Ippolito, Griesser, Schneider (87. Flaig), Be. Bantle (60. To. Müller), Fischer (72. Zimmermann). Schiedsrichter: Justin Volz (Schömberg). Zuschauer: 250. Tore: 1:0 Fischer (12.), 2:0 Zimmermann (76.), 2:1 Ackermann (83.).