Pokalfinale 2025 in Nagold: Möttlingen hat gegen Ergenzingen die Chance auf die Sensation

Der TSV Möttlingen hat bereits zwei Bezirksligisten aus dem Pokal geworfen. Im Finale will das Team nun den TuS Ergenzingen bezwingen.
KraushaarDas diesjährig Bezirkspokalfinale im Reinhold-Fleckenstein-Stadion in Nagold zwischen dem A2-Ligisten aus Möttlingen und dem TuS Ergenzingen, Tabellenführer der Bezirksliga, wird am Donnerstag um 16 Uhr angepfiffen. Die Runden zuvor haben gezeigt, dass es in diesjährigen Bezirkspokalwettbewerb schon für manchen vermeintlichen Favoriten ein böses Erwachen gab. So warf der Bezirkspokalfinalist TSV Möttlingen im Halbfinale die höher gewettete SpVgg Freudenstadt nicht ganz unverdient aus dem Wettbewerb.
Der TuS Ergenzingen kam als einziger Bezirksligist bis dato ungeschoren davon und kann damit weiterhin vom Double träumen. Die Mannschaft von Michael Sattler führt weiterhin die Bezirksliga-Tabelle mit zwei Punkten vor der SpVgg Freudenstadt an und benötigt für den Meistertitel womöglich nur noch vier Punkte aus den verbleibenden zwei Spielen.
Ergenzingens Trainer Michael Sattler nimmt die Favoritenrolle seiner Mannschaft an und hat aber keinen Grund, den Finalgegner Möttlingen zu unterschätzen. „Die zwei Siege in den Runden zuvor gegen Gechingen und im Halbfinale gegen Freudenstadt sprechen für sich. Wir haben keinen Grund, unseren Finalgegner zu unterschätzen. Wir gehen aber mit einem guten Gefühl in dieses Endspiel. Meine Mannschaft war in den letzten Wochen sehr fokussiert und hat sich keinen Ausrutscher erlaubt. Wir wissen aber auch, dass das Spiel bei einem Null zu Null beginnen wird und wir zu diesem Zeitpunkt der Saison noch nichts gewonnen haben. Es geht jetzt weiter Schlag auf Schlag.“
Von Spiel zu Spiel
Auf dem Weg zur möglichen Meisterschaft konnte der TuS seinen knappen Vorsprung vor den Freudenstädtern dank eines knappen Auswärtserfolgs in Altburg behaupten. In den letzten beiden Spielen zu Hause gegen den SV Mitteltal-Obertal und die Woche darauf wieder in Nagold bei der dortigen Zweiten, soll die Meisterschaft unter Dach und Fach gebracht werden. Die Ergenzinger tun aber laut Aussage ihres Trainers gut daran, nur von Spiel zu Spiel zu schauen. „Wir wollen uns jetzt natürlich mit dem Pokalsieg belohnen und stellen uns auf einen hochmotivierten Gegner ein, der nichts zu verlieren hat.“

Simon Walser und der TuS wollen die starke Phase aus der Liga mit in das Pokalfinale nehmen und peilen das Double an.
Foto: Eibner-PressefotoGut aus Sicht des TuS Ergenzingen, dass sie auch für das Pokalspiel fast schon die Qual der Wahl haben, was das Personal anbelangt. Für Ergenzingens Kapitän kommt das Bezirkspokalfinale an Himmelfahrt aber noch etwas zu früh.
Für den TSV Möttlingen und seinen Trainer Tobias Blank ist der Finaleinzug schon jetzt etwas Außergewöhnliches. „Ich wüsste nicht, dass einer meiner Spieler schon in einem Bezirkspokalfinale gestanden ist. Die Vorfreude bei den Spielern und im Verein ist riesengroß und wir wissen schon, dass wir gegen den Bezirksligisten in der Außenseiterrolle sind. Aber eine Chance auf eine Überraschung besteht immer. Diese wollen wir nutzen.“
Das bedeutet aber nicht, dass das Team aus dem Teilort von Bad Liebenzell dem Bezirksliga-Tabellenführer den Pokal auf dem goldenen Tablett servieren möchte. Nicht allzu oft qualifiziert sich ein A-Ligist für das Bezirkspokalfinale. Für den TSV Möttlingen wäre ein möglicher Sieg völliges Neuland. In den letzten zehn Jahren kamen die Möttlinger nie über das Viertelfinale hinaus. Verdient hat sich der A-Ligist den Finaleinzug auf alle Fälle.
„Eine Spur stärker“
Dass das Finale auf einem neutralen Platz ausgespielt wird, sieht Möttlingens Trainer nicht als Nachteil. „Wir sind sicherlich zu Hause eine Spur stärker. Aber für Ergenzingen gilt das gleiche.“
Mit welcher Taktik die Möttlinger dem Favoriten in Nagold ein Bein stellen möchten, dazu wollte sich Tobias Blank nicht in die Karten schauen lassen. „Die Ergenzinger haben ein sehr junges Team, mit sehr gut ausgebildeten Einzelspielern. Wir werden vor allem körperlich versuchen dagegenzuhalten, um dem Gegner den Schneid abzukaufen. Ob uns das gelingt, wird das Spiel zeigen.“
Personell reisen die Möttlinger mit voller Kapelle nach Nagold. Auch ihr lange verletzter Torjäger Yassin Shaaban steht seinem Trainer wieder zur Verfügung. In der Offensive hat der A-Ligist mit Marcel Fricker, Dennis Flaiz oder auch Filipe Correia viele Optionen.
Selbst wenn die Möttlinger das Finale gegen den TuS Ergenzingen verlieren sollten, ist die Saison noch lange nicht vorbei. Am 15. Juni wartet das nächste Highlight aus Sicht des TSV mit der Relegationspartie gegen die TSG Wittershausen. Die Möttlinger dürfen sich nach den gezeigten Leistungen einiges ausrechnen im Aufstiegsrennen über die Relegation.
Das Pokalfinale wird geleitet von Christoph Krajewski und seinen Assistenten Eric Müller, Daniel Hezel sowie dem vierten Offiziellen Patrick Born.