Landesliga Staffel 3: SG Empfingen mit Siegtor in der Nachspielzeit

Pascal Schoch traf per Kopf zum 1:1.
Andreas WagnerVfL Mühlheim – SG Empfingen 2:3 (1:0). Der Aufsteiger aus Mühlheim wollte das 2:2 über die Zeit retten, doch eine Ecke in der Nachspielzeit machte den Plan zunichte. So war es der genesene Timo Theurer, der den Ball im Rückwärtslaufen noch per Kopf zum 3:2 Sieg ins lange Eck wuchtete, und für Jubel bei seinem Team und viel Enttäuschung bei den aufopferungsvoll kämpfenden Mühlheimern sorgte.
Denn der Gast machte der SG von Beginn an das Leben schwer. Zwar war Empfingen nach Anpfiff gut drin, doch die tiefstehenden Mühlheimer, die zum Teil mit einer Fünferkette agierten, machten es gut. Vorne lauerte Nino Rebholz, der sich mit einem Doppelpack belohnte. Nach 20. Minuten traf er zur Führung des VfL. „Das spielte Mühlheim in die Karten und sie haben noch leidenschaftlicher verteidigt“, so Empfingens Trainer Alexander Eberhart. Die hatten zwar auch ihre Möglichkeiten, doch „uns fehlte die Griffigkeit, die wir in den beiden Spielen zuvor hatten. Das kann aber auch an den drei Spielen in acht Tagen liegen“, sagt Eberhart.
Viele Umstellungen
Nach der Pause stellte der Trainer auf mehreren Positionen um. Nahm unter anderem Dennis Rebmann und Danny Schmid runter, die beide Gelb-Rot gefährdet waren. „Es war ein hitziges Spiel.“
Nach den Umstellungen und den Wechseln nahm der Druck auf Mühlheim immer mehr zu. Diese bauten kräftemäßig immer mehr ab und auch die Wechsel brachten nicht mehr die gleiche Qualität auf den Platz. „Trotzdem hatte ich nie das Gefühl, dass das Ding jetzt durch ist“, sagt Eberhart, der während der Partie nie sagen konnte, wohin sich das Duell entwickeln würde. Allerdings war es Pascal Schoch, der nach Flanke von Sergen Erdem per Kopf zum Ausgleich traf (61.). 20 Minuten später war Empfingen im Glück, als ein Mühlheimer ein Luftloch schlug. Noah Scheurenbrand staubte ab.
Doch kaum wieder angepfiffen, gab es nach einem Eckball einen Handelfmeter für Mühlheim. Rebholz netzte stramm zum Ausgleich ein. Der VfL wollte den Punkt behalten. Führte zwei Ecken kurz aus, um Zeit von der Uhr zu nehmen. Hinzu kam noch eine Rote Karte für einen Mühlheimer Ersatzspieler, da er wohl etwas zum Schiedsrichter, Tim Worringer, gesagt hatte.
Lob für den Gegner
Dieser legte auf die fünf Minuten Nachspielzeit noch mal zwei oben drauf – genug für die SG, um noch durch Theurer, nach Ecke von Erdem, den Siegtreffer zu markieren. „Das war technisch brutal, wie er im Rückwärtslaufen noch gemacht hat“, lobt Eberhart. Lob hat er auch für den Aufsteiger. „Das war ein hartes Stück Arbeit. Mühlheim ist eine Bereicherung für die Liga.“
Sein Fazit zum Spiel: „Wir hatten mehr Spielanteile, aber hätten uns auch nicht über ein 2:2 beklagen dürfen.“
SG Empfingen: K. Fritz; D. Rebmann (47. L. Haug), D. Schmid (48. M. Tittjung), P. Schoch, D. Bozicevic (73. T. Göttler), T. Theurer, M. Stüber, P. Kress (47. N. Scheurenbrand), A. Schlecht, S. Erdem, S. Mihic.
Tore: 1:0 Nino Rebholz (20.), 1:1 Pascal Schoch (61.), 1:2 Noah Scheurenbrand (81.), 2:2 N. Rebolz (83.), 2:3 T. Theurer (90.+6.).
