Fußball VfB Bösingen: Viele Erkenntnisse für Coach Leopold

Leon Schlosser (links) legte auf, Flavio Ippolito traf zum 3:0 und Doppeltorschütze Marius Müller beobachtet im Hintergrund die Szenerie.
Holger RohdeFür den VfB Bösingen war die Generalprobe im Pokal gegen den FC 07 Albstadt ein Spiel „mit vielen Erkenntnissen und Dingen, die wir in positiver Hinsicht mitnehmen können“, resümierte Trainer Peter Leopold den nervenaufreibenden 4:3-Sieg gegen den Ligakonkurrenten.
„Es war das perfekte Testspiel, mit allem, was sehr gut und nicht so gut gelaufen ist. Insgesamt sind wir verdient weitergekommen. Da können wir einiges aufarbeiten und daraus lernen für den Start nächsten Sonntag gegen Nehren“, blickt VfB-Coach Leopold zurück.
Die positiven Dingen
Eine starke erste Halbzeit mit sieben, acht zum Teil herrlich herausgespielten Chancen. Die Kommunikation aus der Abwehrkette heraus um Noah Kimmich und Leon Schlosser heraus funktionierte schon sehr gut. Der Ball zirkulierte sehr gut durch die Mittelfeldreihen. Allerdings „nur“ drei Treffern. „Da können, ja müssen wir höher als 3:0 führen. Es kann auch 5:1 oder 6:1 stehen“, schafften die Bösinger keine klare Entscheidung auf dem Papier mit einer ungenügenden Chancenauswertung.
Partie schien früh entschieden
In den Köpfen der VfB-Akteure war die Partie nach 45 Minuten offenbar schon entschieden. Das Negative aus den vergebenen Möglichkeiten ereignete sich mental in der Pause. Mit einem kuriosen Déjá-vu für den Coach. Peter Leopold schaute sich 20 Stunden zuvor das Oberligaspiel FC Villingen – SSV Reutlingen an - dies endete 4:3 nach 0:3-Rückstand der Villinger. „Ich habe es in der Halbzeit in der Kabine angesprochen, dass wir trotz 3:0-Führung weitermachen. Zudem hatte ich im Hinterkopf, dass die Albstädter zuletzt in einem Testspiel in Bubsheim nach 0:3-Rückstand noch 4:4 spielte.
Plötzlich steht es 3:3
Und was passiert: Man weist extra darauf hin und Klingeling steht es 3:1, dann 3:2 und nach dem 3:3 dachte ich schon, oha was wird jetzt noch passieren. Beim nächsten Mal gebe ich besser keinen solchen Hinweis mehr“, freute er sich allerdings über das gute Ende: „Da hat die Mannschaft Wille gezeigt und ist drangeblieben. Jetzt haben wir uns das nächste Heimspiel im Pokal gegen den letztjährigen Meister FC Rottenburg verdient.“
Kleiner Termin-Fakt am Rande: Im weiteren Verlauf im August hat der VfB nur Heimspiele - bis zum 30.8. dreimal in der Liga und einmal im Verbands-Cup.
Spät-Brüder beim FC 08 Villingen
Derweil sorgen zwei Spieler aus Bösingen beim Oberligisten FC 08 Villingen für Furore. Yannick Spät gehört ab dieser Saison zum Kader des Oberligisten. Der Außenspieler kam im Sommer 2022 vom VfB Bösingen nach Villingen. Hier spielt der 24-Jährige nun zusammen mit seinem Bruder Jonathan. „Das war schon zuletzt in der U21 so. Nun ist es umso spezieller für uns“, so Spät. Das Zusammenspiel auf dem Rasen ist für die Spät-Brüder kein Problem. „Wir spielen teilweise auch auf der gleichen Seite – das macht es natürlich einfacher.“
Spät-Brüder beim FC 08
Ein Vorteil sei die Flexibilität von Yannik Spät. „Ich bin auf den offensiven Außenpositionen auf beiden Seiten einsetzbar. Links oder rechts, das macht für mich keinen Unterschied“, betont Spät. Der Konkurrenzkampf gehört dazu, jeder möchte in der Startelf stehen. Wie ist dies unter Brüdern? „Wir versuchen uns immer zu unterstützen. Einen Konkurrenzkampf gibt es nicht. Wenn da mal der andere spielt, dann gönnen wir das einem auch. Und Jonathan spielt ja eher defensiv und nicht offensiv, deswegen kommen wir uns da auch nicht in die Quere.“