FC 08 Villingen – SV Laufenburg: Es müllert – Rekordpokalsieger steht nach Blitztoren im SBFV-Halbfinale

Kevin Müller (Nummer 20) brachte den FC 08 mit einem schnellen Doppelpack gegen Laufenburg mit 2:0 in Führung.
Marc EichBestes Fußballwetter sieht anders aus. Schneeregen, Wind, gefühlte Minusgrade in der MS Technologie-Arena: Villingen und der Underdog aus Laufenburg hatten sich andere Verhältnisse für so ein „Highlight-Spiel“, so 08-Coach Matthias Uhing, gewünscht.
Am Ende sahen die 328 Zuschauer unter Flutlicht einen souveränen Auftritt des Favoriten, der nun gespannt auf den kommenden Mittwoch blickt, wenn die anderen drei Viertelfinals ausgetragen werden.
Die Personalien
Matthias Uhing veränderte beim südbadischen Rekordpokalsieger seine Startelf im Vergleich zum 1:0-Ligasieg in Denzlingen nicht. Co-Kapitän Angelo Rinaldi stand doch noch nicht auf dem Spielberichtsbogen der Nullachter. „Bei Angelo hätte es noch keinen Sinn gemacht“, sagte Marcel Yahyaijan, der Geschäftsführer Sport des FC 08, kurz vor dem Anpfiff.
Bei den Laufenburgern hatte Coach Michael Hagmann mächtig die Rotationsmaschine angeworfen.
Die erste Hälfte
53 Sekunden waren auf dem teilweise schneebedeckten Rasen gespielt, als Kevin Müller einen zu kurz abgewehrten Ball direkt ins Laufenburger Netz hämmerte. Fast hätte Kapitän Nico Tadic (4.) nach guter Balleroberung von Leon Albrecht gleich nachgelegt. Dies schaffte dafür erneut Kevin Müller (6.) nach gutem Pressing des Oberligisten. So geht Traumstart.

Der Villinger Leon Albrecht (links) machte viel Dampf.
Foto: Marc EichWeiter ging es bei stärker werdenden Schneefall fast nur in eine Richtung. Doch dann bedankte sich Sandro D’Accurso nach einem Villinger Missverständnis (17.) auf seine Art. Der Verbandsligist war wieder im Spiel.
Fabio Pfeifhofer (28.) hätte nach Müller-Zuckerpass den alten Abstand wiederherstellen können, doch der 08-Stürmer zögerte zu lange. Leon Albrecht (34.) brachte in aussichtsreicher Position den Ball nicht unter Kontrolle. Drei Minuten später machte es Nico Tadic besser, der per Flachschuss das Ergebnis auf 3:1 stellte.
Kurz vor der Pause konnte der starke Müller nur per Foul gestoppt werden. Christian Derflinger verwandelte den fälligen Elfer souverän zur 4:1-Vorentscheidung.
Die zweite Hälfte
Ohne Veränderungen beim FC 08 ging es in die zweite Hälfte. Fast hätte Nico Tadic mit dem roten Ball gleich auf 5:1 (47.) erhöht. Auf der anderen Seite hatte 08-Torwart Andrea Hoxha etwas Glück, dass sein „Ausflug“ nicht bestraft wurde.
Nach 56 Minuten kamen Marco Ehmann und Matthes Glück für Georgios Pintidis und Fabio Liserra. Laufenburg war nun etwas besser ins Spiel, die Nullachter schalteten einen Gang zurück. Dennoch hatte Derflinger (63.) den fünften Treffer auf seinem Fuß.
Dann zeigte Schiri Julian Gumz auf den Punkt, 08-Innenverteidiger Jonas Busam verstand die Fußballwelt nicht mehr. Zuvor hatte Hoxha einen Fehlpass gespielt. Sandro Knab (68.) verkürzte auf 2:4.
Pfeifhofer hatte zu viel Rücklage, sonst hätte es nach 75 Minuten 5:2 für den Favoriten gestanden. Auch Tadic (79.) und der eingewechselte Feißt (81.) vergaben die Entscheidung. Um 20.51 Uhr war dann der verdiente Halbfinaleinzug der Nullachter perfekt.
Die Statistik
FC 08 Villingen: Hoxha – Krieger, Busam (70. Seemann), Liserra (56. M. Ehmann) – Albrecht, Derflinger, Pintidis (56. Glück), Tadic, Hug – Pfeifhofer (83. Y. Spät), Müller (64. Feißt). SV 08 Laufenburg: Topka – Zölle, Hackenberger, Schmidt, Mendy, Knab, Esser, Armenio (62. Gläsemann), Langendorf (90. Oeschger), D’Accurso (88. Schmidt), Nowak (86. de Cassan). Tore: 1:0 Müller (1.), 2:0 Müller (6.), 2:1 D’Accurso (17.), 3:1 Tadic (37.), 4:1 Derflinger (45., Elfer), 4:2 Knab (68., Elfer). Schiedsrichter: Julian Gumz (Rielasingen-Arlen). Zuschauer: 328.
Weitere Viertelfinals
SC Lahr – Türk. SV Singen, Bahlinger SC – FC Teningen, FC 03 Radolfzell – FC Denzlingen (alle 1. April, 17 Uhr).
