Fußball SV Zimmern
: SVZ spielt seine Fitness aus

Mit dem klaren Sieg des SV Zimmern beim VfL Mühlheim hatte bei den Gästen nach 0:1-Rückstand niemand gerechnet.
Von
Holger Rohde
Oberndorf
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Stefan Mutapcic (Mitte) markiert in dieser Szene den Zimmerner 4:1-Endstand beim VfL Mühlheim.

Holger Rohde

„Also, dass es noch so klar aus geht und wir vier Tore erzielen, hätte ich bei der Hitze wirklich nicht gedacht“, gab Spartenleiter Erwin Beck zu. Doch einmal mehr brachte es Trainer Marc Genter in seiner ersten Analyse auf den Punkt: „Wir waren in den letzten 30 Minuten deutlich fitter, der VfL hat abgebaut und hatte nichts mehr zuzusetzen.“

Viele Hochkaräter ungenutzt

Da hatte der Zimmerner Trainer absolut Recht: Schon zuvor vergab sein Team eine Stunde lang sechs, sieben Hochkaräter. Zusehens entwickelte sich dabei ein Privatduell zwischen Stefan Mutapcic und Mühlheims Keeper Janik Schulz. Nachdem dieser ihn in der 84. Minute zum wiederholten Mal zur Verzweiflung brachte, raunzte Mutapcic der Sonne entgegen: „Manno, das gibt es doch nicht.“ Doch passiert.

Mutapcic legt auf und trifft selbst

Und was einen guten Stürmer auszeichnet, belegte er davor und am Ende: Uneigennützig legte er beim 3:1 auf Marius Helmke quer und in der Nachspielzeit blieb der junge Angreifer gierig und belohnte sich mit dem 4:1-Endstand.

Teamspirit zeichnet die Zimmerner aus: Tim Heinzelmann musste schon nach 15 Minuten vom Feld, hatte ein in Gazofix getaptes dickes Knie. „Ich hoffe es ist nichts schlimmeres“, humpelte er nach dem Schlusspfiff in Richtung Kabine. Genter indes konnte im Verlauf der Partie fünfmal zu wechseln - es tat dem Spiel gut.

Nach Pause druckvoller

„Wir haben unsere Linie nach der Pause nicht verändert, waren nur druckvoller und zielstrebiger“, hob er im Mannschaftskreis nach Spielende allerdings warnend den Zeigefinger: „Wir sind sehr gut gestartet mit dem 4:1, doch jetzt müssen wir dranbleiben“, fordert er eine gewisse „Gefräßigkeit“ wie im Vorjahr, als der SVZ sehr gut aus den Startlöchern kam.

Hunger nach guten Aktionen hatten alle Spieler: Keeper Chris Fast war stets fokussiert bei den wenigen Mühlheimer Abschlüssen. Jannik Thieringer machte seinen Fehler beim 0:1 mit einer schönen Eckenflanke zum 2:1 von Deniz Demir wieder wett. Der Innenverteidiger verbuchte neben dem Kopfball noch eine herrliche Vorlage zum 1:1. Ebenfalls per Kopf von Maksym Tkach. Haudegen „Figa“ Beck schmunzelte dazu: „Na den musste er so frei aber auch reinmachen.“

Niklas Hillmaier bügelt Fehler aus

Niklas Hillmaier steigerte sich nach einer schwachen ersten Hälfte, holte den Eckball vor dem 2:1 raus und leitete das 3:1 mit ein. Beim 3:1 und 4:1 waren zudem mit Marius Helmke, Samuel Spada und Levin Kammerer drei Einwechselspieler beteiligt. Es zeigt, wie breit der Kader der Zimmerner bestückt ist. Dies ist auch Seedorfs Trainer Emanuele Ingrao nicht entgangen. Er beobachtete die Partie mit Blick auf das erste große Kreisderby am kommenden Samstag gegen den SV Seedorf (15.30 Uhr).

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