Fußball-Regionalliga: Rico Wehrle ist der Dauerbrenner beim Bahlinger SC

Rico Wehrle ist beim Bahlinger SC nicht mehr wegzudenken.
zVg/Lenny BeckSeit über zehn Jahren steht Rico Wehrle in der vierten und fünften Liga auf dem Feld. In dieser Spielzeit steckt der 32-Jährige mit dem Bahlinger SC nach 20 Saisonspielen mit elf Punkten tief im Abstiegskampf der Regionalliga. Im Interview spricht der ehemalige Akteur des SV Todtnau und FV Lörrach-Brombach über Herausforderungen, gestiegene Verantwortung und seine sportliche Zukunft.
Herr Wehrle, Sie spielen in ihrer zehnten Saison in der Oberliga oder Regionalliga und sind ein echter Dauerbrenner, der immer um die 30 Spiele pro Saison absolviert. Macht ihr Körper die Belastung noch normal mit?
Der Körper macht gut mit. Natürlich nehmen die Regenerationszeit und die Wehwehchen zu, je älter man wird. Ich hatte bisher nur wenige Verletzungen, was einerseits natürlich Glück, aber andererseits auch individuellen Einheiten zu verdanken ist. Deshalb fühle ich mich insgesamt fit.
Der Bahlinger SC musste im zweiten Jahr in Folge einige namhafte Abgänge zu verkraften und hat eine äußerst schwierige Hinrunde hinter sich. Wie ordnen Sie die Situation ein?
Wir wussten natürlich, dass es wieder eine sehr schwere Saison werden kann. In den letzten beiden Jahren sind einige Leute im Verein weggefallen, die großen Anteil daran hatten, dass sich der BSC bereits im sechsten Regionalliga-Jahr befindet. Die Hinrunde verlief für uns natürlich absolut enttäuschend, das kann man nicht leugnen. Zwei Siege aus 20 Spielen sprechen eine deutliche Sprache.

Wehrle steht in der laufenden Saison bereits bei vier Treffern.
Foto: zVg/Lenny BeckNoch im vergangenen Jahr lieferte der BSC dann eine überragende Rückrunde inklusive Pokalsieg und Klassenerhalt ab. Was spricht für ein ähnliches Comeback wie im vergangenen Jahr?
Ich hoffe, dass nach dieser Hinrunde jeder verstanden hat, dass es beim Bahlinger SC 110 Prozent benötigt, um in der Regionalliga konkurrenzfähig zu sein. Realistischerweise geht es für uns nun darum, den 15. Platz zu erreichen und so den Klassenerhalt zu schaffen. Außerdem spielen wir im Viertelfinale des SBFV-Pokal ein Derby gegen den FC Teningen. Wir wollen auch dieses Jahr ins Pokalfinale.
Selbst sind Sie mit vier Treffern bester BSC-Schütze und haben Ihren Regionalliga-Bestwert bereits jetzt übertroffen. Übernehmen Sie mehr Führung als in den vergangenen Spielzeiten?
Wie bereits erwähnt, bin ich ja jetzt schon einige Jahre dabei und versuche insbesondere auf dem Platz mit meiner Art und Weise voranzugehen. Die Torausbeute hängt aber auch damit zusammen, dass ich in den ersten zehn Saisonspielen auf der offensiveren Position im rechten Mittelfeld oder im Sturm gespielt habe. In den letzten Begegnungen habe ich dann wieder als rechter Verteidiger in unserer Fünferkette gespielt.
Parallel arbeiten Sie an Ihrer Trainerausbildung. Gibt es schon Pläne für nach der aktiven Karriere?
Genau, ich besitze die B+-Lizenz. Aktuell trainiere ich keine Jugend, vor allem aus zeitlichen Gründen. In den letzten Jahren war ich bereits Jugendtrainer beim BSC. Ich könnte es mir auch in Zukunft gut vorstellen.
Könnten Sie sich vorstellen, in den kommenden Jahren nochmal in der Region Lörrach gegen den Ball zu treten?
Unser Lebensmittelpunkt ist derzeit Freiburg, daher ist es schwer vorstellbar. Ich habe noch keine konkreten Pläne, ob ich nach meiner Zeit beim Bahlinger SC nochmal anderweitig höherklassig spielen möchte. Gerne würde ich eines Tages für meinen Heimatverein, den SV Todtnau, noch das ein oder andere Spiel absolvieren.