Fußball: Mit den Adlern unter die Top Drei

Jörg Steinebrunner coacht nun den Davao Aguilas Umak FC auf den Philippinen
zVg / Steinebrunner„Neuer Verein, neues Abenteuer“, lässt Jörg Steinebrunner mit gelöster Stimme wissen. Der Globetrotter aus Schönau, der in Asien seine zweite Heimat gefunden hat, durfte zur Jahresmitte einen Zwei-Jahres-Vertrag beim Davao Aguilas („Adler“) Umak FC auf den Philippinen unterzeichnen. Sein neuer Klub ist in Makati angesiedelt. Makati ist eine Großstadt mit rund 700 000 Einwohnern im Großraum von Manila und gilt als das Wirtschafts- und Finanzzentrum des Inselstaates in Südostasien.
Singapur, Indonesien, Malaysia, Thailand, Bhutan, Kambodscha und nun die Philippinen – der Mann mit der UEFA Pro Lizenz kommt rum. „Wieder eine neue Herausforderung“, sagt er und erzählt von freundlichen Menschen und einer neuen Kultur, auf die es sich einzulassen gilt. „Es macht sehr viel Spaß“, lässt der 53-Jährige wissen.
Nach dem Ende seines Engagements in Kambodscha weilte er in Bangkok in den Ferien, als ihn Ende Mai, Anfang Juni seine Vermittleragentur mit dem Interesse des Vereins aus der Philippines Football League kontaktierte. Zwei Zoom-Meetings später saß Steinebrunner dann schon im Flieger gen Manila. „Es war schnell alles klar“, meint er.
Die vergangene Saison schloss sein neuer Klub als Tabellensechster ab, in der kommenden soll es eine Platzierung unter den Top 3 sein. „Die ersten drei qualifizieren sich für den internationalen Wettbewerb“, so Steinebrunner.
Los geht’s am 30. August gegen Cebu FC, den Dritten der Vorsaison. „Das ist gleich eine gute Mannschaft zu Beginn, ein echter Gradmesser. Wir freuen uns sehr darauf“, meint Steinebrunner.
Da auch die philippinische Nationalmannschaft zu den besten Vier Südostasiens gehört, sei das Niveau der Liga auch entsprechend gut, erklärt Steinebrunner, der auf einen 27-Mann-Kader zurückgreifen kann. Das Durchschnittsalter betrage rund 24 Jahre. Drei, vier Routiniers sorgen bei den „Adlern“ für die nötige Erfahrung.
Auch das Ausländerkontingent sei gut bestückt. Pro Spiel dürfen fünf Feldspieler plus Torhüter auf dem Rasen stehen, die nicht von den Philippinen kommen. Torhüter Timothy Shiraoka kommt aus Japan, aber auch ein Argentinier, ein Kicker aus Kamerun, zwei aus Mali und ein Nigerianer stehen im Kader. Außerdem: Olagar Xavier. Der 22-Jährige ist aktueller Nationalspieler von Osttimor.
Und Ikumi Hiruta, der im defensiven Mittelfeld zuhause ist, jagte in der vergangenen Saison noch bei der Zweiten Mannschaft von Werder Bremen dem runden Leder hinterher. Jenem Verein also, der vor vielen, vielen Jahren Interesse am deutschen Jugendnationalspieler aus Schönau zeigte, einem gewissen Jörg Steinebrunner.