Fußball
: Laufenburg überrollt Binzen

Es ist eine richtige Abreibung gewesen, die Fußball-Landesligist TuS Binzen am Samstag im Verbandspokal gegen den Verbandsliga-Aufsteiger SV Laufenburg kassiert hat.
Von
Uli Nodler
Oberndorf
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Marco Hanser (am Ball) erzielt das 4:0 für Laufenburg. Der Binzener Patrick Baumgartner (rechts) kommt zu spät.

Uli Nodler

Am Ende entsprach das 2:7 aus Sicht des Gastgebers auch dem Kräfteverhältnis auf dem Platz. Laufenburg steht nun in der zweiten Runde des Südbadischen Verbandspokals, und die arg gerupften Binzener müssen diese Schlappe erst einmal verdauen.

Keiner, auch die Gäste vom Hochrhein hatten vor dem Spiel ein solches Ergebnis auf dem Schirm. Waren nun die Kandertäler am späten Samstagnachmittag bei dieser Monsterhitze so schlecht, oder der SV Laufenburg so extrem gut? Die Aussage von Manuel Schwarz war eindeutig: „Wir waren heute wirklich schlecht. Das war nicht der TuS Binzen, den ich kenne. Die ersten drei Gegentore entstanden nach haarsträubenden individuellen Fehlern. Heute haben uns die Laufenburger nach allen Regeln der Kunst auseinandergenommen. Wir liegen am Boden, aber wir werden wieder aufstehen.“

Allerdings ist der TuS an diesem Samstag auch auf einen Gegner getroffen, der aktuell im Bezirk Hochrhein mit Abstand den besten Fußball spielt. Das war schon großes Kino, was die Jungs von Coach Michael Hagmann den Binzener Fans geboten haben.

Laufenburg spielt im Bezirk den besten Fußball

Ein Blick auf die Aufstellung des SVL macht deutlich, dass bis auf Neuzugang Marco Hanser zehn Nullachter auf dem Platz standen, die in der vergangenen Saison in Binzen nicht über ein 3:3-Unentschieden hinauskamen. Coach Michael Hagmann klärt auf: „Alle im Kader der vergangenen Saison haben sich brutal gut entwickelt. Vor allem unsere jungen Spieler haben einen Riesenschritt nach vorne gemacht. Und die arrivierten Spieler sind noch abgezockter geworden. Dieser Leistungsschub ist auch nötig, um in der Verbandsliga zu bestehen.“

Aus Binzener Sicht lief an diesem Tag alles schief. Das sportliche Debakel gegen einen Gegner, der mindestens eine Klasse besser war, wurde zudem noch durch zwei Verletzungen getrübt. Nach 34 Minuten musste Abwehrchef David Bosek und dann Hannes Brenneisen (45.+1) ausgewechselt werden. Während Boseks Blessur wohl nicht so schlimm ist, humpelte Brenneisen schwergezeichnet mit einer Schienbeinverletzung vom Platz. Länger fehlen wird Ismail Demirci, der sich im Abschlusstraining einen Bänderanriss zugezogen hatte.

Vielleicht war es von den TuS-Verantwortlichen auch nicht die beste Idee, die erste Mannschaft an diesem heißen Pokalspieltag zu einer gemeinschaftlichen Reinigungsaktion auf der Anlage einzusetzen...

Und dann wurden die in vielen Situationen geradezu hilflosen Gastgeber von einem überaus spielfreudigen Verbandsliga-Aufsteiger aus den Schuhen gespielt.

Schon nach sechs Minuten klingelte es im Kasten von Dominik Lüchinger, als Sandro D’Accurso eine feine Ball-Stafette erfolgreich abschloss. Die Gegentreffer zwei und drei fielen nach Fehlpässen im Aufbau. Jonas Gläsemann bedankte sich und stellte das Ergebnis auf 3:0.

Schon nach 36 Minuten war für den besten Laufenburger Schluss. Sandro Knab, der Denker und Lenker im Gästespiel, ließ sich beim Stande von 2:0 auswechseln. „Eine reine Vorsichtsmaßnahme. Ich will nichts riskieren“, so Knab, als er zur Auswechselbank trottete.

Brenneisen und Bosek müssen verletzt raus

Auch ohne den „Spiritus Rector“ dominierten die Laufenburger weiter nach Belieben. Bis auf Brenneisen, der bis zu seiner verletzungsbedingten Auswechslung auf dem rechten Flügel die drei besten Angriffe der Binzener lancierte, waren die weiteren Binzener Offensiven vor der Pause abgemeldet.

Im Spiel nach vorne wurde es beim TuS im zweiten Abschnitt etwas besser. Davon zeugen die beiden Treffer von Nils Mayer und Tim Trefzer. Doch defensiv spielte der TuS Binzen auch nach der Pause weiter vogelwild und kassierte noch weitere vier Gegentore.

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