Fußball Landesliga: Optimale Ausbeute für SV Zimmern

Harut Arutunjan vom SV Seedorf machte zwar viel Betrieb, kam aber nicht zu einem erfolgreichen Abschluss.
Holger RohdeZwei Siege bieten Marc Genter, Trainer des SV Zimmern, die Plattform, um in Ruhe an den Stellschräubchen zu drehen.
Die Leistungen des SV Zimmern mit zwei Siegen (4:1, 1:0) sind sicherlich noch extrem steigerungsfähig und brauchen noch mehr Esprit und Konstanz. Doch es gibt schlimmere sportliche Starts in eine Saison. „Bei allem, was mir nicht gefallen hat und was wir intern natürlich ansprechen werden: Wir haben zweimal gewonnen und können mit der Ausbeute zufrieden sein“, weiß Genter die bisherigen 180 Minuten genau einzuordnen.
Stefan Mutapcic schon gut in Form
Was auffiel: Stefan Mutapcic traf zweimal und bringt seinen Torjäger-Motor in Schwung. Janik Thieringer war erneut als Einleiter an den wenigen Offensivaktionen seines Teams entscheidend ein Aktivposten. Und auf Torhüter Chris Fast. Der Rekord-Zu-Null-Keeper der Landesliga 3 unter den aktuell aktiven Schlussmännern im Zehn-Jahres-Rückblick war von den Seedorfern nicht zu bezwingen. Allerdings auch nicht sonderlich arg beschäftigt.
Ein kleiner Lichtblick war kurz vor dem Ende das Comeback von Leon Kücking: „Er war lange verletzt, sollte eigentlich noch geschont werden. Jedoch nach dem Platzverweis in Unterzahl habe ich ihn gebracht und man hat sofort gesehen, wie wichtig er für unsere Abwehr ist“, freute sich Genter.
Das 0:1 beim SV Zimmern offenbarte noch einige Schwächen beim SV Seedorf in der Startphase.
Schwächen aufgedeckt
Ein altes Leid blieb 2025 bestehen – Seedorf kann auswärts offenbar nicht mehr gewinnen. Saisonübergreifend war es das siebte Auswärtsspiel in diesem Jahr hintereinander ohne Dreier. Den letzten gab es nach zuletzt zehn sieglosen Gastspielen (vier Remis, sechs Niederlagen) am 10. November 2024 beim TSV Harthausen (3:0).
Trainer Emanuele Ingrao suchte unterdessen nicht nach Alibis, warum es zu keinem Punktgewinn beim Rivalen reichte. Merkte allerdings an: „Es ist einfach schade in so einer Phase der Saison, wenn Derbys in den Ferien stattfinden. Erstens kommen weniger Fans, zweitens fehlen da zu viele Spieler.“ Die Seedorfer betraf es in der Defensive mit Marvin und Janis Roth.
Dazu Frieder Mauch, „der für uns immens wichtig ist“. In der Tat: Auch ein Jonas Haag hätte Harut Arutunjan in der Offensive gut getan, um viele Angriffe, bei denen der athletische Stürmer den Ball vorne festmachte mit mehr Geschwindigkeit in Richtung Torabschluss zu bringen.
Leicht auszurechnen
Zu einfach war in diesem Bereich das Seedorfer Spiel selbst für die Zuschauer auszumachen: Immer wieder lange Bälle auf den rechten Flügel auf Arutunjan, aus einer kompakten sicheren Abwehr mit Querpässen, die Zimmern das Konterspiel unterband. „Umso ärgerlicher ist dieser eine Fehler von uns der zum 1:0 führte“, konstatierte Ingaro. Kleiner Lichtblick indes am Rande: Mit David Krizmann spielte ein Youngster aus der U19 kommend, 90 Minuten durch. Lasse Lamprecht, der gegen Ergenzingen startete, fehlte diesmal wegen Urlaub.
Er wird sich nun bei einem Kurzurlaub erholen und am kommenden Wochenende gegen den VfL Pfullingen nicht mit dabei sein.