Fußball: Krass: Nur ein Heimderby in der Vorrunde

Wittlingens treffsicherer Stürmer Kevin Etienne (links) lässt in dieser Szene Wehrs Keeper Philipp Bischof keine Chance.
Uli NodlerDabei verloren drei einheimische Landesligisten gegen Schweizer Klubs aus dem Raum Basel.
Dagegen feierte Landesliga-Aufsteiger FC Wittlingen auf heimischem Geläuf einen Kantersieg gegen den Bezirksligisten FC Wehr. Landesligist FC Tiengen überraschte mit einem 1:0-Erfolg beim Verbandsligisten 1. FC Rielasingen. Gut im Strumpf ist der FC Bad Bellingen. Der Landesligist ließ beim Bezirksligisten SF Schliengen nichts anbrennen.
FC Wittlingen – FC Wehr 5:1
Nach 25 Minuten führten die Gastgeber bereits mit 4:1. Dabei mischten die Offensiven Kevin Etienne, Saner Hauri und Manuel Gruber die Wehrer Defensive mit Routinier Patrick Keller gehörig auf. Dazu kam, dass die Wittlinger vor dem gegnerischen Kasten ungemein effektiv zu Werke gingen. Saner Hauri eröffnete den Wittlinger Torreigen in der 8. Minute, als er aus dem Gewühl resolut abschloss. Nach vertikalen Pässen in Tiefe fielen die weiteren Treffer der Wittlinger. Kevin Etienne präsentierte sich dabei in der Spitze als Alleinunterhalter, erzielte die sehenswerten Treffer zwei bis vier.

Yannik Böhler nimmt seine Verletzung mit Humor
Foto: Uli NodlerEiner der wenigen Wittlinger Abwehrfehler sorgte beim Stande von 2:0 für das Wehrer Ehrentor in diesem Testspiel. Nach etlichen Wechseln zur Pause verlor das Gastgeberspiel offensiv an Zielstrebigkeit. Immerhin reichte es erneut durch Saner Hauri kurz vor Schluss zum fünften Treffer.
Noch viel Luft nach oben hat der unterlegene FC Wehr, obwohl nicht wenige Leistungsträger auf dem Platz standen.
Wittlingens Trainer Gerhard Sauer dürfte mit dem Auftritt seiner Mannschaft vor allem in der ersten Halbzeit zufrieden gewesen sein, hatte er doch in dieser Testpartie die Stammspieler Arian Palatini, Timo Glattacker und Etienne Leisinger als Auswechselspieler in der Hinterhand.
Nicht dabei war Yannik Böhler, den eine Handverletzung außer Gefecht gesetzt hat. „Es wird schon noch ein paar Wochen dauern, bis ich wieder einsatzfähig bin. Ich könnte zwar spielen, aber der Beruf geht da vor“, betonte Böhringer, der sich über den starken Auftritt seiner Mannschaft freute.
Nicht gut zu sprechen ist der FC Wittlingen auf den Spieltagsplaner der Landesliga, Staffel 2. Denn: Der Aufsteiger bestreit in der Vorrunde nur ein Bezirksderby. Und das ist am 9. November gegen den aus Derbysicht unattraktiven FC Tiengen. Die anderen internen Bezirksduelle gegen den SV Weil (13. September), TuS Binzen (20. September), FC Bad Bellingen (4. Oktober), FSV Rheinfelden (1. November) und FV Lörrach-Brombach (16. November) tragen die Kandertäler ausnahmslos auswärts aus.
VfR Bad Bellingen – SF Schliengen 2:4
Die Leistungen in den bisherigen Testspielen lassen aufhorchen. Der FC Bad Bellingen macht einen starken Eindruck. So auch am Freitagabend im Testspiel beim Bezirksligisten SF Schliengen. Vor allem in der ersten Halbzeit war bei einer 3:0-Führung ein Klassenunterschied festzustellen. Ausgeglichener verlief nach etlichen Auswechslungen auf beiden Seiten die zweite Halbzeit. Für die Gäste trafen Timo Krumm, Lamin Jagne, Mike Muser und Leon Riede. Für eine Ergebniskosmetik aufseiten Schliengens sorgten Vincent Sielaff und Tom Wihler.
FV Lörrach-Brombach – FC Pratteln 4:5
Viertes Testspiel, vierte Niederlage. Der FV Lörrach-Brombach unterlag am Samstagmorgen im heimischen Grütt dem Schweizer Erstligisten FC Pratteln in einem torreichen Match mit 4:5. Wenigstens in der Offensive lief es gegen die Schweizer richtig gut. Dagegen offenbarte der Landesligist in der Defensive erneut etliche Mängel.

Maurice Muslic (rotes Trikot) trifft gegen Pratteln dreifach.
Foto: Uli NodlerDennoch war Coach Thorsten Szesniak mit dem Auftritt seiner Mannschaft vor allem in der ersten Halbzeit sehr zufrieden: „Gegen diesen starken Gegner haben wir geliefert, viele Sachen richtig gut gemacht. Es war bislang unser bester Auftritt in der Vorbereitung,“ so Szesniak weiter. Nach einem 0:1-Rückstand drehte der FVLB das Match und führte schließlich mit 4:2, ehe er dann nach etlichen Wechseln zu einfache Gegentore kassierte. Maurice Muslic glänzte als dreifacher Torschütze, und Alija Kapidzija verwandelte einen Elfmeter.
Verletzungsbedingt gibt gibt es im FVLB-Lager eine gute und eine schlechte Nachricht. Abwehrchef Julian Rümmele ist in Sachen Aufbautraining voll im Plan. Dagegen muss Arno Leisinger nun doch an der Achillessehne operiert werden
TuS Binzen – VFR Kleinhüningen 2:3
Ebenfalls gegen einen Schweizer Amateurclub testete am Samstag der TuS Binzen. Nach einer 2:0-Führung zur Pause kassierten die Gastgeber nach etlichen Wechseln noch drei Gegentreffer. Überzeugend war bei der Heimmannschaft vor der Pause vor allem das Umschaltspiel.

Adrian Mouttet (links) erzielt in dieser Szene das 2:0.
Foto: Uli NodlerBeide Binzener Treffer fielen nach Ballgewinnen im Mittelfeld. So in der 14. Minute, als Torjäger Nils Mayer konsequent das 1:0 erzielte. Überaus sehenswert war dann das 2:0 in der 34. Minute. Adrian Mouttet nutzte einen eklatanten Fehlpass des Gegners, ließ drei Gästespieler aussteigen und erwischte Kleinhüningens Keeper auf dem falschen Fuß. Allerdings hatten die Binzener schon in der ersten Halbzeit Glück, dass der VFR Kleinhüningen in der Anfangsphase drei hochkarätige Chancen geradezu fahrlässig vergab. Das machte der Gast dann in der zweiten Halbzeit viel besser.
In den ersten drei Landesliga-Begegnungen muss der TuS Binzen auf seinen Stammkeeper Dominik Lüchinger verzichten. Lüchinger befindet sich in dieser Zeit im Urlaub.
FSV Rheinfelden – FC Reinach 1:4
Unter Wert wurde Landesligist FSV Rheinfelden am Samstag im Testspiel gegen den FC Reinach geschlagen. „Es stimmt, dass wir defensiv in vielen Aktionen nicht gut ausgesehen haben. Aber offensiv hat das über weite Strecken ziemlich gut ausgesehen. Wir haben nur die Chancen nicht reingemacht, sonst hätte das Ergebnis wesentlich freundlicher ausgesehen“, informierte FSV-Vorsitzender Patrick Da Rugna. Den einzigen Weiler Treffer für den FSV Rheinfelden besorgte Vincent Kittel beim Stande von 0:4.